Lima mit Neo´s

Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon Bernd » So 26. Aug 2012, 12:39

Was ist denn genau ein "Wickelfaktor" ?
Ich finde diese Bauart interessant, wenngleich ich es nicht als einfacher empfinde jeden Zapfen einzeln zu bewickeln,
vielleicht täuscht das aber auch und es ist gar nicht so aufwändig oder kompliziert wie man denkt.

Was mir auffällt ist das bei dieser Bauart praktisch kein unnötiges Kupfer anfällt, wie es bei der klassischen
überlappenden Bauweise bei den den langen nötigen Spulenköpfen der Fall ist.

Dieses Tool ist eine tolle Sache finde ich und grundsätzlich gilt das was für den Elektromotorenbau maßgebend
ist auch für den Generatorbau.


Grüße

Bernd
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon seb » Mo 27. Aug 2012, 16:40

Hallo Bernd,

Danke für deine Antwort.

Direktes zur Bedeutung des "Wickelfaktors" steht nicht da, aber eine Erklärung wie folgt:

Zitat:

• Das Nut / Polverhältnis

Das Nut/Pol -Verhältnis kann sich in einem weiten Bereich bewegen, solange die Grundreglen für die Nutzahl (teilbar durch Phasenzahl) und Magnetpole (Polpaare !) eingehalten werden.
In der Praxis hat sich gezeigt, das die Motoren sehr gut funktionieren, bei denen der Unterschied zwischen Nut und Polzahl klein ist!
Eine Range von N/P = 1:1,5 bzw P/N = 1:1,5 sollte nicht verlassen werden, sonst sinkt der Wirkungsgrad deutlich ab.
Die gebräuchlichen Kombinationen für einzelzahnbewickelte Motoren sind in der Kombinationstabelle farbig gekennzeichnet.
Es gibt jedoch auch ausserhalb dieses Bereiches funktionsfähige Kombinationen.
Ausserdem gibt es neben der Haupt- oder Optimallösung immer einige "Nebenlösungen" die zwar funktionieren, jedoch nicht optimal sind.

Bei über mehrere Zähne gewickelten Motoren sind andere Kombination üblich (12N4P; 18N6P; 24N8P). Kombinationen, bei denen die Polzahl kleiner ist als die Nutzahl haben anscheinend Vorteile.

Nicht jede Kombination, die den Grundregeln (Nuten:3 = ganzzahlig; Magnetpolzahl:2 = ganzzahlig) gerecht wird, ist auch ausgewogen.
"Lauffähig" bedeutet auch nicht, dass diverse Extremkombinationen auch einen guten Wirkungsgrad haben müssen!

Und selbst die theoretisch ausgewogenen Kombinationen werden (teilweise aus ganz trivial mechanischen Gründen nicht gut laufen:
Eine wichtige Rolle für die Laufeigenschaften des Motors scheint auch die Symmetrie des Wickelschemas zu spielen.
Besonders sinnvoll scheinen Bewicklungsvarianten mit spiegelsymmetrischem Ansatz zu sein.
Die Bewicklungsschemata mit Gruppenbildungen (AaA; AaAa; AaAaA .....) ergeben drehzahlsteifere Motoren.

Die nur einfach rotationssymmetrischen Gruppenvarianten (9N8P) neigen dazu, die Glocke zum Schwingen anzuregen und sind für einen lauten Motorlauf verantwortlich.
Grundsätzlich gilt:
je mehr Nuten, desto mehr Polpaare sind einsetzbar.
je mehr Polpaare um so weniger Drehzahl.

Zitatende; Quelle: http://www.powerditto.de/Konstruktionsregelnditto.html

Als Summe auch aus weiteren Ausführungen dieser Seite ist zu sehen, daß eine nahezu gleiche (darf aber nicht gleich sein, sonst als Motor nicht lauffähig)
Pol - Nut - Anzahl den höchsten Wirkungsgrad bringt. Und, je mehr Pole und Nuten desto niedriger die Drehzahl. Hier sieht man ein analoges Verhalten zu unseren Generatoren.

Der Verfasser dieser Seite scheint sehr viel über diese Art von Motoren zu wissen, schließlich fliegen seine Modelle um die 400 km/h!!! :shock:


Viele Grüße

Sebastian
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon seb » Mi 29. Aug 2012, 05:39

Hallo,

hier noch ein Link zu Halbach-Arrays, auch von der oben genannten Seite:

http://www.powerditto.de/magnetsystem.html

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon Bernd » Mi 5. Sep 2012, 19:16

Die Idee eine Lichtmaschine durch Magnetbestückung auch als Motor einsetzen zu können interessiert mich immer mehr,
denn die Baugrösse wäre nämlich gut passend für meine Elektromofa. :)

Grüsse

Bernd
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon seb » Fr 7. Sep 2012, 11:25

So, jetzt gehts los:

20120907_105929.jpg
20120907_105929.jpg (181.71 KiB) 8097-mal betrachtet

20120907_110946.jpg
20120907_110946.jpg (208.13 KiB) 8097-mal betrachtet

20120907_114731.jpg
20120907_114731.jpg (179.93 KiB) 8097-mal betrachtet


Ich habe die Drähte einfach mit einem Trennschleifer mit Edelstahlblatt abgetrennt und mit einem Dorn aus den Nutentaschen den Restdraht herausgeschlagen.
Geht prima!

Als Nächstes kommt der Rotor dran!

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon Bernd » Fr 7. Sep 2012, 11:32

Eigentlich Irre wieviel Kupfer da weit über den Spulenkern nutzlos hinaus ragt(e).
Ich möchte mal behaupten das die Drähte fast doppelt so lang waren wie es für die reine Funktion nötig wäre.
Bedingt ist das ganze dadurch das man die ganzen Drähte einer Nute in eine Nute weit entfernt wieder einfädeln musste.

Nach der Wickelart die Sebastian vorschwebt wird immer nur ein "Zahn" alleine bewickelt.
Wenn ich mir das obere Foto so angucke dürfte das zu einer extremen Einsparung von nutzlosen Kupfer führen und
damit die elektrischen Werte, zumindest was den Innenwiderstand anbelangt, erheblich verbessern.

Ich bin sehr gespannt.

Grüsse

Bernd
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon seb » Fr 7. Sep 2012, 13:16

Daß soviel Kupfer verbraten wird ist genau der mich störende Punkt.
Auch beim Scheibengeni, mit oder ohne überlappende Spulen, es geht massig Kupfer bei drauf.
Und dann wird um jedes Ohm des Innenwiderstandes gefeilscht, wie du schon sagst.
Weniger Kupfer, niedriegerer Innenwiderstand, höhere Belastbarkeit.

Nur ist mir noch nichts in dieser Richtung bei den eisenlosen Genis eingefallen.
Vielleicht hat ja einer noch die zündende Idee?

Habe mal einen kleinen Wickelversuch auf dem Stator unternommen...... Ich glaube es wird Tage dauern.... :(
.....42 Nutzähne zu bewickeln.

Der orginale Draht hatte 1.3mm Durchmesser. Der mir zur Verfügung stehende hat 0.4mm Ø.
In einer Nut hatte vom Orginaldraht ein Bündel von 16 Drähten Platz.
Nun ist es ja bei der "motorartigen" Wickelweise so, daß sich den Hohlraum der Nut 2 Spulen teilen müssen, da ja die Zähne bewickelt werden.
Wenn ich 6x 0,4mm Drähte miteinander verdrille komme ich auf einen Durchmesser von etwa 1.2mm
Will ich das 3fache an Spannung aus der Lima holen, dann muss ich die Drahtanzahl auch ver-3fachen.
Das heißt, daß ich 2 Drähte parallel wickle. oder kann ich auch 3-4er Bündel wickeln? Denn es erfolgt ja auch ein wesendlich schnellerer Magnetfeldwechsel
wenn ich den Rotor mit 40 Magneten beklebe?

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon seb » Fr 7. Sep 2012, 13:28

Und da passierte es, ich habe Sch.... erzählt:

Ich habe immer von 42 Nuten erzählt, tatsächlich sind es 36! Das passiert, wenn man durch die Öffnungen einer montierten Lima zählt. :(

Gleich nochmals gerechnet mit dem Motorrechner von "Powerditto":

Bei 36 Nuten sind entweder 34 Magnete oder 38 Magnete ideal, also mache ich 38!

Sorry

Sebastian
Viele Grüße

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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon Bernd » Mo 10. Sep 2012, 09:33

Sag mal in der Abbildung des Wicklungsrechners eine Seite zuvor ist ja jeder zweite Magnet unterschiedlich gepolt ??
Für mein Verständnis müssen doch entweder immer gleichartige so breit nebeneinander montiert werden wie auch bei der Wicklung der Spule ?

So wie da abgebildet würden sich die Magnete und Spulen ja gleichzeitig anziehen und abstossen.


Grüsse

Bernd
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Re: Lima mit Neo´s

Beitragvon Ekofun » Mo 10. Sep 2012, 11:09

Hallo Sebastian,

Da jede Zahn gewickelt wird dann kommen 2 Spulenseiten ins gleiche Nut.Wenn Sie jetzt eine gute Queschnitt haben wollen dann kann Spule 12 bis 13 Wdg haben mit Draht vom 1 mm dicke.

Grüße

Ekofun

P.S. Sie können mit 2 Drähte 2 x 0,70mm dicke wickeln. Querschnitt ist 0,769 mm^2. Wiederstand pro Meter ist 0,023 Ohm .Eine Spule hat ca 8,3cm * 12Wdg = 1m Draht = 0,023Ohm pro Spule.
Ri = 36 Spulen * 0,023 Ohm = 0,83 Ohm.Ist um 0,3 Ohm mehr aber denke trotzt dem gute Ergebnis.Für Akku laden soll Ri max. 0,5 Ohm sein.

Bei 100 U/min bekommen Sie ca 3 V und Ik wäre 3/0,83 Ohm = 3,7 A.Das ist so Pi mal Daumen rechnung,weis nicht D vom Rotor, aber da irgendwo ist Spanungshöhe.

Grüße

Ekofun
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