Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 28. Jan 2012, 21:03

Das ist zwar richtig, aber beim Testaufbau macht das Verschliessen der Löcher derzeit deswegen
noch keinen Sinn weil die rotierende Scheibe, glatt wie sie ist, so gut wie keine Luft nach Außen befördert.
Ich hatte das gestern beschrieben.
Ich werde später einen Kompromiss aus "Förderleistung" und Energieverbrauch für die Ventilatorfunktion finden müssen.
Das werde ich dann noch ausprobieren.
Die abzuführende Leistung pro Stator (also 2 Phasen) dürfte bei Nennstrom um die 60 Watt liegen.
Das finde ich sehr human und angesichts der grossen Fläche durchaus realisierbar.
Vorteilhaft sind dabei bestimmt auch die Spulenköpfe die wie eine Art Kühlkörper in den Raum ragen.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Sa 28. Jan 2012, 21:19

Hallo Bernd

60 watt klingt gut da wirst du nicht viel brauchen zumal die leistung selten dauerhaft anliegt.
mit was für einem rotor willst du den generator eigentlich betreiben?(da braucht man schon einen ganz schön großen Quirl in deutschland)

außer man wohnt an der Nordsee

mfg.volker
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 28. Jan 2012, 21:27


Verwirrende Drehmomentmessungen


Ich habe mir eine simple Vorrichtung zur Ermittlung des Antriebsdrehmoments gebaut, wobei "bauen" schon übertrieben ist.
Ich habe einen Stapel Bücher neben der Borhmaschine platziert und darauf eine Digitalwaage gestellt.
Der Stapel ist so hoch das sich der Griff der Bohrmaschine nahezu waagerecht darauf abstützen kann.

Die Bohrmaschine "schwebt" dabei frei in der Luft. An ihrem Hinterteil (blauer Pfeil) steckte ich zu diesem Zweck
eine kleine runde Welle in eine Aussparung im Gehäuse die sich einigermassen koaxial zur Achse befindet

Bild

Ich habe dann zunächst mal gemessen wie stark sich die Bohrmaschine im Stillstand über ihren Griff auf
der Waage abstützt.

Abstützgewicht im Stillstand = ca. 485 Gramm

Jetzt beschleunigte ich die Bohrmaschine auf 917 U/min, verriegelte den "Gashebel" und guckte erneut auf
die Waage. Für das Abstützgewicht im Leerlauf ermittelte ich:

Abstützgewicht im Leerlauf = ca. 945 Gramm

Aus der Differenz dieser beiden Werte erhält man das Gewicht das quasi "dazu gekommen" ist durch den Leerlauf.
945 minus 485 = 460 Gramm
Aus diesem Gewicht und der Hebellänge an der ich es gemessen habe (21,1cm von Achsmitte bis zu dem Aufsetzpunkt auf der Waage)
kann ich nun das Drehmoment errechnen. 1 Nm entspricht dabei einer Gewichtskraft von 102 Gramm an einem 1m langen Hebel.

Drehmoment im Leerlaufbetrieb mit einer Statorscheibe:

(460 Gramm durch 102 Gramm) / (100cm durch 21,1 cm) = ca. 0,95 Nm

Aus der gemessenen Drehzahl und dem Drehmoment kann ich die mechanische Leistung errechnen die über die
Bohrmaschine dem Rotor zugeführt wurde.

P mech = Drehmoment (in Nm) mal Drehzahl (in U/min) durch 9,55
P mech = 0,95 * 917 / 9,55 = 91,2 Watt

Es bedeutet das ich 91,2 Watt zuführen musste damit sich der Rotor im Leerlauf mit 917 U/min dreht. :shock: :shock: :shock: :o :o

Wie kann das sein ??
Was mache ich falsch ?
Mache ich überhaupt was falsch ?
Nun bin ich gespannt auf eure Kommentare.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Sa 28. Jan 2012, 21:36

Hallo Bernd

dazu braucht man aber einen vergleich zb.die gleiche messung ohne stator???


mvg.vm
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 28. Jan 2012, 21:38

Das wäre das nächste, aber auch so sprechen die Werte ja für sich.
Es sind 91 Watt mechanische Leerlaufaunahme bei 917 U/min.
Ein "bisschen" viel für meinen Geschmack. ;) :)

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Ekofun » Sa 28. Jan 2012, 21:49

Hallo Bernd,

so gesehen ist Deine Rechnung richtig,aber errechnete Leistung ist bestimmt kleiner.Bormaschiene gibt eine Bestimmte Leistung P und Nuzleistung ist kleiner als aufgenomene Leistung.Soll man diese Teil der Leistung abzihen dann bleibt reale Leistung der gebraucht wird um Geni zu drehen.

Wenn Wirkungsgrad nur 0,5 ist dann sieht die Sache ganz anderes. Bei meine steht da 0,5 ,das ist doch 50 %,oder?

Dann, meiner Meinung nach, hast Du nur hälfte gebraucht also ca 45,6 Wat. So verstehe ich die Sache.

Grüße

Ekofun
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Sa 28. Jan 2012, 21:51

Hallo Bernd

teste den aufbau doch erstmal ohne geni ,nur bohrmaschine einmal linkslauf ,einmal rechtslauf auf deiner waage

ob sich da schon was zuckt

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Sa 28. Jan 2012, 21:59

ps jedes Getriebe muss seine Verluste mechanisch abstützen sonst würde es sich lieber im ganzen im Kreis drehen


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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 28. Jan 2012, 21:59

Hallo Ekofun,
der Wirkungsgrad der Bohrmaschine oder deren elektrische Leistungsaufnahne ist völlig egal, denn das messe ich ja nicht.
Ich messe rein mechanisch die Abgabeleistung in die Rotorwelle.
Ich messse nur das Drehmoment das auf die Rotorwelle wirkt, mehr nicht.
Das Drehmoment mal die Drehzahl ergibt die mechanische Leistung.

@ vm
Das habe ich getestet. Ich habe die Borhmaschine quasi völlig schwebend mit waagerecht liegenden Griff auf
die Waage abgestützt und dann gemessen wieviel sich derWert verändert wenn sie mit 917 U/min rotiert.
Beide Messwerte waren identisch, das heisst gegenüber dem Stillstand ist nichts nennenswertes hinzu gekommen.

Grüsse

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 28. Jan 2012, 22:14

Jetzt habe ich die Statorscheibe nach hinten verschoben so das der Rotor unbeeinflusst bleibt.

Das "Leerlaufgewicht" lag nun bei ca. 595 Gramm.
595 Gramm minus 485 Gramm = 110 Gramm

(110 Gramm durch 102 Gramm) / (100 cm durch 22,1 cm) = 0,24 Nm

P mech = 0,24 Nm * 917 U/min / 9,55 = 23 Watt

Diese 23 Watt finde ich immer noch reichlich viel dafür das eine dünne 30cm Scheibe frei in zwei Flanschlagern läuft,
na gut immerhin dreht sie mit über 900 U/min.
Ich hoffe es ist ein indiz für eine fehlerhafte Messung. ;)
Bloß wo steckt der Fehler und gibt es überhaupt einen oder sind Verluste in dieser Grössenordnung plausibel ?

Grüsse

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