von andreas » Fr 6. Mai 2011, 23:22
Hallo Allerseits,
der neue Stator ist zur Hälfte bewickelt. Alle zwölf bisherigen Wicklungen passten gut in die Löcher rein, auch die abschließende Isolierung von ca. einem halben mm Dicke läßt sich mit einer kleinen Flachzange unter Druck gut dort einbringen. Meine vorab geäußerte Vermutung, daß man nur um einen halben Platzhalter für die noch leeren Spulenlöcher herum wickeln sollte, hat sich als falsch erwiesen. Also dort bitte ein rundes Teil von Lochdurchmesser einsetzen, damit genug Platz für die zweite Runde der Wicklungen bleibt.
Technologisch bin ich nun anders heran gegangen und habe die Wicklungen ab Mitte Draht gewickelt. Mit dem Wissen, dass etwa 2,5 m Draht für eine Wicklung erforderlich sind, habe ich genau diese Menge von der Rolle geschnitten und dann auf die halbe Drahtlänge von innen her in zwei Enden durchgefädelt. Beide Enden auf die selbe Länge gezogen, dann das erste Mal zwei Dübel zum Fixieren eingesteckt. Damit ist die erste Windung fertig, denn beide Schenkel der Wicklung bestehen nun aus je einem Draht. Das mit einer 1 notiert. Beide Enden wieder nach innen durch gesteckt, ist die zweite Windung fertig, man darf eine 2 notieren. Und so weiter... Liegen beiden Enden außen, hat man eine ungerade Windung erledigt, notiert diese und muß eine gerade verfertigen. Dito beide innen, ist eine gerade Windung erledigt, wird notiert, beiden müssen nach außen für die nächste ungerade Windung. Insgesamt ist das nicht schwer und recht übersichtlich - ich hatte es mir komplizierter vorgestellt.
Durch die angewandte Technik bleiben die losen Drahtenden beim Fädeln überschaubar kurz und nicht viel länger als einen guten Meter. Zur Vermeidung von überflüssigen Kreuzungen im Wickel sollte man das eine Drahtende vorzugsweise oben, das andere unten ins Loch bringen. Hat man alles richtig gemacht, keine Knoten oder Schlaufen zwischen den benachbarten Wicklungen produziert, so geht auch das Isolierstück zwischen den Wicklungen glatt rein. Wenn nicht, darf man einige Windungen zum Entwirren ausfädeln und erneut einbringen, bis das Isolierstück (steif und dick) zwischen die Wicklungen passt.
MfG. Andreas