Drehstromgenerator

Re: Drehstromgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 18. Apr 2011, 11:27

Hallo Andreas,

O.K. wenn diese Menge genügt,gut.Ich meinte, vileicht machen Sie noch welche Genis,dann haben Sie ein Vorat am Lack.

Wirklich Schade für das Ganze.

Viele Grüße

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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon andreas » Mo 25. Apr 2011, 22:09

Hallo Allerseits,

ein zweiter Stator gleicher Bauart ist am Entstehen. Diesmal mit vorgesehener Aufhängung im Zielchassis (alte Festplatte). Die beiden erzeugten Einzelteile:

stator3zutaten.jpg
stator3zutaten.jpg (24.71 KiB) 9825-mal betrachtet

Die Spulenträgerscheibe hat eine Dicke von 11 mm, Durchmesser aussen 122 mm, Durchmesser innen 187 mm nebst 24 radialen Löchern mit 8,5 mm. Sie wiegt 51 g. Die quadratische Aufhängung ist noch im Rohzustand und wird erst nach Anfertigung der Wicklung auf deren Außenmaße angepasst. Durch die vielen Bohrlochreste ergibt sich nach Vergiessen/Verkleben mit der Wicklung eine formschlüssige Anbindung (Verzahnung) an die Aufhängung, die auch hohe Drehmomente aushält.

Edit: Auch, wenn offensichtlich niemand die unsinnigen Durchmesserangaben bemängelt hat, erfolgt nun eine verspätete Korrektur dazu: Der Innendurchmesser ist natürlich geringer als der Außendurchmesser und beträgt hier 87 mm.

MfG. Andreas
Zuletzt geändert von andreas am Fr 13. Mai 2011, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon andreas » Mo 2. Mai 2011, 22:59

Hallo Allerseits,

seit einigen Tagen bin ich am Wickeln des Stators, diesmal aber ein wenig behutsamer. Es gibt da einige Kleinigkeiten zu beachten. Besonders kritisch ist die Lage der Drähte in den Bohrlöchern. Idealerweise sollten die alle exakt parallel liegen, was praktisch nicht zu schaffen ist. Theoretisch gehen dort 70 Drähte durch, ich schaffe nun ohne Kunststücke um die 50, wobei noch ein wenig Luft verbleibt. Wichtig ist, wirklich jede einzelne Windung im Bohrloch halbwegs gerade zu bekommen. Das entspricht nicht ihrem Naturell, sie möchte gern rund liegen. Also hilft nur Gewalt, sprich Druck. Praktisch füllt man das Bohrloch nach Einziehen der Windung mechanisch so weit aus, als dass dem Draht gar nichts weiter bleibt, als sich flach an die Wand zu legen. Als Druckmittel habe ich nur Kunststoff-Spreizdübel verschiedener Größen benutzt, teilweise halbiert. Die sind weich genug, um die Lackisolierung nicht zu beschädigen, andererseits üben sie genug Druck aus. Soweit in Form gezwungen, bleiben auch die Schenkel in einem Bohrloch beisammen, als daß man nach Einbringen beider Schenkel zwischen beide noch ein Isolierstück einschieben kann. Damit treten innerhalb eines Bohrloches auch keine Phasenschlüsse mehr auf.

MfG. Andreas
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 2. Mai 2011, 23:39

Hallo Andreas,

Löcher sind also 8,5mm D,das ist dann 56,7mm^2.Das bedeutet wenn zwei verschidene Spulenseiten in ene Loch kommen soll Spulle ca 70:2=35 Wdg je Spule.Das ist aber Teorierechnung.Wegen oben geschilderte Schwierigkeiten
nimmt man in Praxsis ca 10 Prozent weniger,also 31 oder 32 Windungen je Spule.

Nach meine Erfahrung bessere Metode ist: Nehmen Sie Drahtstücke ca 10 cm lang müssen grade sein ca 70 Stück und 0,7 mm dick.Dan grade Drahtstücke stopfen Sie ins Loch bis voll ist.Dann zählin Sie wieviele es sind.

Beispiel:es sind 50 Stück.Sie wollen aber insgesammt 70 Drähte in Loch haben. Dann 50 : 70 =0,714,dann Wurzel aus 0,714 =0,845,Schlislich
0,845 *0,7mm(Drahtstückdicke)=0,59mm.

Also ins Loch past (aber nicht leicht) 70 Windungen 0,59mm Dickes Draht.

Glaube aber leichter als bis jezt!??

Viele Grüße

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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 3. Mai 2011, 00:44

Hallo Andreas,

zuerst Isoliermaterial sezen dann das Beispielrechnung machen wie ooben beschrieben,habe das vergessen zu sagen.Isolation nimmt bischen Plz weg,dann passen 2 bis 3 Wdg. weniger rein,je nach dem wie Isolierpape dick ist.
In obere Beispiel wurde 0,59 mm dicke Draht ausgerechnet,0,6 mm ist zu dick man nimmt 0,55 mm dicke Draht(kann auch 0,58mm wenn es gibt),aber nicht dickere als ausgerechnet.

Grüße

Ekofun
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon andreas » Fr 6. Mai 2011, 23:22

Hallo Allerseits,

der neue Stator ist zur Hälfte bewickelt. Alle zwölf bisherigen Wicklungen passten gut in die Löcher rein, auch die abschließende Isolierung von ca. einem halben mm Dicke läßt sich mit einer kleinen Flachzange unter Druck gut dort einbringen. Meine vorab geäußerte Vermutung, daß man nur um einen halben Platzhalter für die noch leeren Spulenlöcher herum wickeln sollte, hat sich als falsch erwiesen. Also dort bitte ein rundes Teil von Lochdurchmesser einsetzen, damit genug Platz für die zweite Runde der Wicklungen bleibt.

Technologisch bin ich nun anders heran gegangen und habe die Wicklungen ab Mitte Draht gewickelt. Mit dem Wissen, dass etwa 2,5 m Draht für eine Wicklung erforderlich sind, habe ich genau diese Menge von der Rolle geschnitten und dann auf die halbe Drahtlänge von innen her in zwei Enden durchgefädelt. Beide Enden auf die selbe Länge gezogen, dann das erste Mal zwei Dübel zum Fixieren eingesteckt. Damit ist die erste Windung fertig, denn beide Schenkel der Wicklung bestehen nun aus je einem Draht. Das mit einer 1 notiert. Beide Enden wieder nach innen durch gesteckt, ist die zweite Windung fertig, man darf eine 2 notieren. Und so weiter... Liegen beiden Enden außen, hat man eine ungerade Windung erledigt, notiert diese und muß eine gerade verfertigen. Dito beide innen, ist eine gerade Windung erledigt, wird notiert, beiden müssen nach außen für die nächste ungerade Windung. Insgesamt ist das nicht schwer und recht übersichtlich - ich hatte es mir komplizierter vorgestellt.

Durch die angewandte Technik bleiben die losen Drahtenden beim Fädeln überschaubar kurz und nicht viel länger als einen guten Meter. Zur Vermeidung von überflüssigen Kreuzungen im Wickel sollte man das eine Drahtende vorzugsweise oben, das andere unten ins Loch bringen. Hat man alles richtig gemacht, keine Knoten oder Schlaufen zwischen den benachbarten Wicklungen produziert, so geht auch das Isolierstück zwischen den Wicklungen glatt rein. Wenn nicht, darf man einige Windungen zum Entwirren ausfädeln und erneut einbringen, bis das Isolierstück (steif und dick) zwischen die Wicklungen passt.

MfG. Andreas
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon andreas » Mi 11. Mai 2011, 21:51

Hallo Allerseits,

der neue Stator ist nun endlich fertig bewickelt und vermessen. Es gibt keine Schlüsse zwischen den 24 Wicklungen. Der Innenwiderstand einer Wicklung liegt bei 0,1 Ohm +- 1 mOhm, die Induktivität bei 19 µH +-1 µH. Nun kann ich ihn wohl bedenkenlos mit Harz tränken. Verschaltet wird er erst später, es bleibt jeder Wicklungsanschluss zugänglich.

MfG. Andreas
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon Bernd » Mi 11. Mai 2011, 21:56

0,8 Ohm pro Phasenstrang ist wirklich ein sehr guter Wert. Ich freue mich das diesmal alles geklappt hat
und bin schon gespannt auf deinen Bericht wenn der Stator das erste mal im Einsatz ist.
Wie liegt denn deine Einschätzung der Spannung pro U/Min ?

Grüsse

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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon andreas » Mi 11. Mai 2011, 22:03

Hallo Bernd,

es werden am kompletten Generator ca. 0,05 V pro Umdrehung sein, so nach den bisherigen Erkenntnissen vermutet.

Noch ein paar Werte: Gesamtgewicht jetzt 307 g, es sind also um 250 g Kupfer drauf. Diese Bauform ist aufwendig, erforderte hier 2x25x24 Fädelvorgänge = 1200 manuelle Drahtpassagen durch die Löcher. Dank Verteilung auf mehrere Tage gibt das keine Blasen, aber etwas mehr Hornhaut an den Fingern.

MfG. Andreas
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Re: Drehstromgenerator

Beitragvon Ilias » Fr 20. Mai 2011, 17:25

was ist eigentlich aus dem projekt geworden?
können sie vielleicht weitere fotos von der herstelleung bis fertigstellung einbringen?
auch interessant welche kosten und welche werkzeuge benutzt entstanden sind.
gruß
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