Bei 200 U/min hat der grosse laut Kennlinie ca. 4kW und bei 300 U/min ca. 10 kW.
Wenn man ihn bei solchen Drehzahlen einsetzen würde dann hätte man noch ein riesen Sicherheitspolster
in der Leistungsabgabe das man z.B. wenn gewünscht bei Starkwind nutzen könnte.
Edit:Die 45 kW liegen bei ca. 750 U/min an, nicht bei 900. Das hatte ich mit einem anderen Generator verwechselt.
1,5 kW sind 5% von 30kW.
Sollen die 30 kW bei 900 U/min und 700 Volt anliegen (Angabe Bausatzgenerator lautet 90 U/min = 70 Volt) dann
fliessen für diese 30 kW ca. 43 Ampere. Für 95% Wirkungsgrad wäre dann ein resultierender Statorwiderstand von
ca. 0,78 Ohm nötig. Laut Beschreibung hat der Bausatzgenerator aber 1,9 Ohm ?
1,9 Ohm würde dann allerdings ca. 3,5 kW Verlustleistung in der Statorscheibe bei 900 U/min und 30 kW Abgabeleistung
bedeuten. Die Verluste bleiben auch bei anderer Nennspannung und entsprechend angepasster Windungszahl bei gleichem
zur Verfügung stehenden Wickelvolumen und Drehzahl gleich.
Müsste der Bausatzgenerator die 30 kW bei 750 U/min erbringen würden die Verluste weiter ansteigen.
Bei 750 U/min und 30 kW Leistungsabgabe wären es knapp 5 kW Verluste, hochgerechnet aus den Angaben zum Bausatz.
Bei 750 U/min und 45 kW Leistungsabgabe wären es knapp 11 kW Verluste , hochgerechnet aus den Angaben zum Bausatz.
Ja der Widerstand dieser polnischen Konstruktion wäre mal interessant zu wissen.
Er dürfte aber so gross sein wie es für Drehstrommotore dieser Grösse üblich ist, denn ich denke die werden
die Wicklung nicht geändert haben wenn die Spannungshöhe den Nennangaben auf dem Typenschild entspricht.
Viel wichtiger erscheint mir aber die Tatsache das es anscheinend DOCH möglich ist aus normalen
Drehstrommotoren leichtgängige Generatoren zu bauen. Das habe ich vor diesem Video anders gesehen.
Das finde ich deswegen so interessant weil es nicht soo schwer ist günstig an grosse ältere Drehstrommotore
zu kommen. Erst kürzlich hätte ich ein 15 kW Modell für unter 50 Euro kaufen können.
Gut finde ich auch das so ein Generator aus einem Drehstrommotor schon ein gekapseltes Gehäuse mitbringt
und mechanisch in aller Regel super robust ist und quasi für die Ewigkeit gebaut ist.
Wenn man tatsächlich auf die genannten ca. 400 Volt bei Nenndrehzahl abzielt dann braucht man nicht einmal
die Wicklung ändern. (Auch das habe ich so noch gar nicht gesehen, macht das ganze ja erschreckend einfach)
Das hohe Gewicht kann noch zu einem Problem werden, zumindest wenn man so einen Generator mit Direktantrieb
bei geringeren Drehzahlen als seiner Nenndrehzahl einsetzt. Für ein 10 kW Windrad einen 450 kg Generator
auf den Masten zu wuchten stelle ich mir doch etwas schwierig vor.
Beim VAWT würde ich die Achse evtl. bis zum Erdboden ziehen und den Generator dort installieren.
Dort kann er soviel wiegen wie er möchte.

Grüsse
Bernd