elektrische Mobilität

Re: elektrische Mobilität

Beitragvon seb » So 31. Okt 2010, 13:45

Hallo Bernd,

Klingt durchaus verlockend. Wo stammen die Zellen her? Man hört ja von
Chinazellen, die stark im Wirkungsgrad abfallen...?

Ich will auf mein Hausdach Warmluftkollektoren bauen um die Heizung zu unterstützen,
die ja meist der größte Energiefresser am Haus ist. 6-8 qm sollen es sein und ein im
Trempel verlegtes Rohrsystem wird die wichtigsten Räume mit warmer Luft versorgen.

In Sachen Windrad bin ich in Sachen Speicherung noch am überlegen.
Solange ein brauchbarer Akku (in welcher Form auch immer) nicht zur Verfügung steht,
denke ich über die Erwärmung von Wasser mittels Windrad nach. Großer Speicher im Keller,
gut isoliert, potente Heizpatrone rein!

Viele Grüße

Sebastian
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon Bernd » So 31. Okt 2010, 14:05

Es werden ständig Zellen unterschiedlichster Herkunft angeboten, nicht selten auch aus
deutscher Produktion. Der Preis liegt meist um die 1 Euro pro Zelle. Das mit der Veralterung
wird nach meinem Gefühl oft übertrieben, Ich kenne Leute die nutzen Photovoltaik seit den
90igern und habe heute noch über 90% der Neuleistung. Viele Hersteller geben ja auch eine
Garantie das nach 25 Jahren noch mindestens 80% der Neuleistung verfügbar ist.

Bei einem Preis von 1 Euro je 3,8 Watt Zelle sehe ich das ganz gelassen. :)

Warumluftheizung aber ohne Speichermedium oder ? Das heisst heizen nur möglich wenn die
Sonne scheint und der evtl. vorhandene Wäremüberschuss kann nicht genutzt werden ?
Oder speicherst du in einem Steinspeicher (Hypocausten), auch davon habe ich mal gehört.
Wir haben erst vor kurzen eine normale Solarthermieheizungsunterstützung gebaut. Da kann man in
Wassertanks die überschüssige Tageswärme für die Nacht oder gar für den nächsten Tag und im
Idelafall sogar für mehrere Tage (!!) sonnenloses Wetter speichern. Klappt bislang sehr gut.

Windenergie würde ich persönlich wenn möglich per Stromrückspeisung nutzen wollen.
Dadurch spart man dann immerhin ca. 20 Cent pro eingesparte KWh.
Wärme lässt sich für ca. 7 Cent die Kilowattstunde erzeugen. Da hätte man also nur 7 Cent
Einsparung, dafür aber auch nicht den Aufwand mit einem Inverter etc und alles wird viel
einfacher und unanfälliger.

Grüsse

Bernd
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon seb » Mo 1. Nov 2010, 07:17

Hallo Bernd,

Stromrückspeisung? Meine letzte Info waren 6 Cent/KWH wenn man einspeist.
Ist das richtig? Das finde ich reichlich wenig, zumal das Energieunternehmen auch
die Einspeisung verweigern kann, wenn genügend Strom im Netz vorhanden ist.
(siehe stehende Windräder in Windparks)

Viele Grüße

Seb.
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon Bernd » Mo 1. Nov 2010, 08:36

Jede Kilowattstunde kostet ganz grob 20 Cent.
Und für jede eingesparte Kilowattstunde (durch einfache Rückspeisung) sparst du also den
Ankauf einer Kilowattstunde Strom "von draussen" ein, du sparst also 20 Cent.
Dein Zähler zählt um den Betrag des Stromes weniger den du einspeist, er läuft langsamer, daher
die Einsparung von 20 Cent/Kwh. Rückwärts laufen können wohl nicht alle, schon gar nicht
die Digitalen.

Den letzten Wert für Stromankauf aus Windenergie von dem ich hörte waren 8,9 Cent.
Wenn du den Strom an den Anbieter offiziell verkaufen willst, dann lohnt sich das nach
meiner Meinung nach nicht. Das würde ich nicht machen. Außerdem glaube ich auch nicht das man
mehr Strom erzeugt als man selber verbraucht, höchstens mal Nachts oder bei Sturm oder
wenn du vor hast ein 30 m² Windrad zu bauen.

Einspeisung temporär verweigern bei offizieller Einspeisung bei Kleinanlagen wäre mir neu.
Das kenne ich nur von den grossen. Das würde ja bedeuten das du eine sehr aufwändige Steuerung
brauchst da dein Windrad ohne Last überdrehen würde, es hat ja keine Pitchregelung wie die grossen,
bzw. benötigt dann eine solche Regelung und auch eine Stillsetzungsmöglichkeit.

Grüsse

Bernd
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon bernhard8 » Mo 1. Nov 2010, 09:08

Zuletzt geändert von bernhard8 am Mi 27. Jul 2011, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
http://www.bernhard-raab.info/windrad
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon seb » Mo 1. Nov 2010, 09:18

Hallo,

Frage an Bernd:

Wie ist im Haus deine Rückspeisung geschaltet? Hast du eine Skizze
parrat?

Schöner Film! Da kommt die Nachricht mit dem "LEKKER"-Mobil gerade recht.

Seb.
Viele Grüße

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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon Bernd » Mo 1. Nov 2010, 09:34

Ich habe noch keine Einspeisung Seb.
Das ist aber gaaaanz einfach, einfach den Stecker des Grid tie Inverters in die Steckdose stecken. :)
Schon speist er auf dieser Phase ein und der Zähler läuft langsamer.

Grüsse

Bernd
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon seb » Mo 1. Nov 2010, 20:35

Hallo Bernd,

"JA PANIMAJU VAKSAL"...Ich verstehe nur Bahnhof....

Ich bin leider elektrisch noch nicht außerordentlich gebildet.
Daher meine Bitte um etwas genauere Erklärung.
Wird diese Art der elektrischen Unterstützung geduldet?

Dann ist es also wie mit den Warmluftkollektoren, nur wenn
die natürliche Energie das System speist und diese auch benötigt wird,
kann es genutzt werden....richtig?

Viele Grüße

Sebastian
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon Bernd » Mo 1. Nov 2010, 22:23

Der Generator erzeugt eine Spannung die gleichgerichtet dem so genannten Grid tie Inverter
zugeführt wird. Ein anderer Begriff für den Grid Tie Inverter ist Einspeisewechselrichter.
Diese Maschine wandelt die Gleichspannung die man ihr zuführt zu 230 Volt Wechselspannung
um so das man diese dem normalen Stromnetz zuführen kann.
Der 230 Volt Ausgang des Inverters speist in das normale Hausnetz ein, man verbraucht also
den selbst erzeugten Strom mit dem hauseigenen Elektrogeräten.

Damit so etwas zugelassen wird müssen diverse Bedinungen erfüllt sein.
Die Elektroversorger haben da teilweise so viele Auflagen das sich das offiziell nicht lohnt.
Wichtig ist vor allen eine Einrichtung die dafür sorgt das die Einspeisung sofort aufhört wenn
das 230 Volt Netz mal ausfällt. Das soll sicherstellen das nicht Strom "von hinten" in das Netz
eingespeist wird wenn es mal zwecks Wartungsarbeiten abgeschaltet wird.

Ob so eine Rückeinspeisung gedultet wird dürfte vom Versorger abhängen.

Grüsse

Bernd
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Re: elektrische Mobilität

Beitragvon seb » Di 2. Nov 2010, 09:36

Hallo Bernd,

Interessant. Damit wäre der Idealfall eine Pufferung durch einen Akku.
Somit könnte in der Nacht, wo wenig Strom benötigt wird aber der Wind bläßt, der Akku geladen werden
um dann tagsüber per Einspeisung das Haus zu versorgen.

Viele Grüße

Sebastian
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