Einfach in die Steckdose????

Einfach in die Steckdose????

Beitragvon Husqvarna353 » So 4. Apr 2010, 06:22

Hallo, bin vollkommen neu auf dem Gebiet der alternativen Stromerzeugung und hätte da mal eine Frage.
Auf dem Markt werden viele Kompaktanlagen, Solar oder Wind, angeboten. Wegen der geringen Leistung ist eine komerzielle Nutzung zwar unrentabel, jedoch sollen diese laut Produktbeschreibung die Stromkosten im eigenen Haushalt senken, da fast immer permanente Verbraucher angeschlossen sind. Man bräuchte nur den Stecker des Wechselrichters in die nächste Steckdose stecken, der erzeugte Strom wird in das Hausnetz eingespeist und der Zähler würde entsprechend langsamer laufen.
Klingt alles recht plausibel, aber ist das technisch überhaupt möglich? Und was sagen die Stromlieferanten EON und Co dazu?
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Re: Einfach in die Steckdose????

Beitragvon Bernd » So 4. Apr 2010, 10:15

Hallo Husqvarna und herzlich willkommen hier im Forum.
Ich staunte nicht schlecht über deinen Nickname, da ich gerade eben an einem Husqvarna Gerät herum bastle. :)
Es ist mein Rasenrobby in dessen Akku Wasser eingedrungen ist.

Rein technisch würde das sicher funktionieren.
Wichtig ist den Verorgern unter anderen das dein Gerät mit einer automatischen Abschaltfunktion ausgestattet
ist die die Stromerzeugung unterbricht wenn der Verosrger keinen Strom mehr ins Haus liefert.
Das soll verhindern das du in Rückwärtsrichtung Strom ins Netz speist an dem vielleicht gerade
Wartungsarbeiten ausgeführt werden.

Was ich mir so erlesen konnte ist das die Versorger, wenn man das offiziell beauftragt, einen riesen Aufwand
haben wollen um das ganze zu genehmigen. Viele wechseln dann den Zähler gegen einen mit Rücklaufsperre aus,
damit der Zähler in windschwachen Zeiten nicht rückswärts laufen kann.
Was genau zu beachen ist scheint im Einzelfall vom Sachbearbeiter abhängig zu sein der sich um dein
Anligen kümmern muss.

Eins steht fest, das teuerste an einer kleinen Windkraftanlage ist der Einspeisewechselrichter und das was
man sonst noch braucht um ins Hausnetz zu speisen. Dagegen ist der Preis für das Windrad selber eher gering.
Beispiel:
Windrad Black 300 = ca. 600 Euro
Wechselrichter dazu und Zubehör = über 1000 Euro.

Grüsse

Bernd
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Re: Einfach in die Steckdose????

Beitragvon Husqvarna353 » Mo 5. Apr 2010, 06:54

Hallo Bernd,

danke für die ausführliche Info.
Nachdem ich bei ebay wahllos etwas stöberte, bin ich auf dieses Angebot gestossen.
http://cgi.ebay.de/Windrad-Black600-kom ... 35a1a9edd0

Auf unserem Hausdach befindet sich noch ein übeflüssiger Antennenmast, Gesamthöhe ca. 12 m, und ich hatte die Idee, dort ein Windrad zu montieren. Aber das Ganze scheint doch aufwändiger zu sein, als ich dachte, da zudem ja noch externe Kosten dazukommen.

Ich werde es wohl lieber bleiben lassen.

Grüße

Reiner
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Re: Einfach in die Steckdose????

Beitragvon Harzer » Fr 9. Apr 2010, 06:25

Hallo Rainer,

es geht auch etwas preiswerter.

http://www.elektrotechnik-hille.de/pi3/pd34.html

allerdings ist das der 600er und nicht der 300er von dem Bernd geschrieben hat.
Den 300er findet man schon für um die 1k€ komplett.

Wenn du den Mast nutzen möchtest solltest du bedenken das direkt darunter keine Schlafräume liegen.
Bei starken Wind hört man dann meist den Gen brummeln.
Gruß Lutz
Harzer
 
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