Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Mark » Di 23. Feb 2010, 07:26

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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon finn » Di 23. Feb 2010, 07:33

und was fürn durchmesser haben die harley-riemenscheiben?
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon haditei » Di 23. Feb 2010, 08:17

Hallo Bernd,
ich komme aus der Berufsgruppe und arbeite schon lang mit diesen Zahnriemen. Dein Foto zeigt einen schmalen ZR den ich dir für 5KW nicht empfehlen kann, Bei Mehrzylindermotore zB Omega V6 ist der Riemen deutlich breiter und könnte die Leistung verkraften. Allerdings solltest du das Kurbelwellenrad dann nicht verwenden, da der Durchmesser zu klein ist und damit das Drehmoment zu groß wird. Nimm das Nockenwellenrad und fertige dir ein doppelt so großes Rad.(den Rohling etwa 10mm größer machen als das Rad werden soll).Das ist verhältnissmäßig einfach. Aus möglichst dicken Alublech soviele Scheiben geschnitten, das die Paketstärke so breit wird wie dein Riemen ist. Die Bleche gut verschraubt und dann den Durchmesser für die Anzahl deiner Zähne ausgerechnet nun auf diesem 4,5 mm Löcher gebohrt (doppelt so viele wie auf dem Nockenwellenrad wenn du 1:2 haben willst). Jetzt mit der Laubsäge von einem zum anderen Loch gesägt und anschliesend die Oberfläche glatt gefeilt. Geht hatürlich in der Drehbank besser. Jetzt die Kanten der Halblöcher schön rund gemacht und dein Zahnriemnrad ist fertig. Übrigens solltest du die Zahnriemen nicht kaufen. In jeder KFZ Wekstatt werden täglich Zahnriemen gewechselt. Die ausgebauten sind für deine Zwecke immernoch gut zu gebrauchen und kosten nichts. Solltest du zum probieren welche brauchen, kann ich dir was schicken. Gruß Hans
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon jb79 » Di 23. Feb 2010, 09:04

Wenn man gleiche Zahnriemen bekommt könnte man auch mehrere Riemen parallel laufen lassen, das minimiert das Risiko daß das Windrad unkontrolliert hochdreht wenn der Riemen reißt. Für welche Leistung sind Zahnriemen beim Auto eigentlich ausgelegt, weißt du das genauer?

Wenn Zahnriemen so gut geeignet sind kann ich mir schon mal ein paar auf die Seite legen, mein Vater hat ne KFZ Werkstätte. :mrgreen:

Zu den Zahnriemen beim Motorrad: Wer mal auf DMAX "American Copper" gesehen hat, der kann sich sicher dran erinnern, was ein Primärantrieb (Primary Drive) ist, die verwenden da nämlich einen breiten (würde sagen es werden um die 8-10cm sein) kurzen Riemen zwischen Motor und Kupplung bzw. Getriebe.
lg Jürgen
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Bernd » Di 23. Feb 2010, 10:45

Also man kann sich die Kräfte die am Riemen ziehen ja unschwer ausrechnen, hab ich ja auch getan.
Man kann natürlich auch das Auslegungstool von Maedler einsetzen und kommt dann zum selben Ergebnis,
nämlich das die angesprochenen Riemen und Riemenscheiben, so wie sie im KFZ verbaut sind, viel zu
schwach für die Übertragung so hoher Leistungen ( 5KW ) bei so geringen Drehzahlen (500 U/min) und so
kleinen Scheibendurchmessern ( 6cm ) sind.

Kostengünstige gängige Riemen, und darum geht es ja, um eine kostengünstige Lösung mit Standard
KFZ-Teilen, halten die bei mir nötigen über 300 Kg Zugkraft anscheinend leider nicht unbeschadet aus.
In meinem Beispiel mit den VW Zahnriemen und Zahnriemenscheiben liege ich um ca. den Faktor 3-4 über
dem was sie max. abkönnen.
Daher glaube ich auch nicht das es mit einem etwas breiteren Riemen von Opel oder wem auch immer
wesentlich besser würde. Das 3-4 fache wird auch der nicht ab können und ich schrieb ja schon das selbst ein
5cm breiter Riemen minimal eine noch etwa 9cm grosse Riemenscheibe bei den vorgegeben Leistungswerten
ohne Sicherheit benötigt um unbeschadet diese Leistung bei dieser Drehzahl übertragen zu können.
Bei doppelten Scheibendurchmesser würde es dann aber mit einem breiteren Opelriemen vielleicht passen können,
allerdings noch ohne Sicherheitspolster.

4 normale Riemen parallel laufen lassen wäre für mich jetzt auch nicht unbedingt eine Alternative.
Dann vielleicht doch lieber eine Kette.

Ausschlaggebend für die max Übertragungsleistung ist (neben der max. Drehzahl) immer der Durchmesser der
verwendeten Riemenscheibe, genauer die Zugkraft die durch die Kombination von zu übertragedner Leistung,
der Drehzahl und dem Scheibendurchmesser auf den Riemen wirkt. Deshalb kann man leider auch nicht
sagen "ein bestimmter Riemen kann die und die Leistung übertragen", es ist schlicht davon abhängig welche Kräfte
an ihm zerren werden und das ist bei gegebener Drehzahl und Übertragungsleistung vom Scheibendurchmesser abhängig.
Ein und derselbe Riemen kann in zwei verschiedenen Einsatzszenarien mal max. 300 Watt und mal 3 Kw übertragen.
Beide male wirken auf ihn die selben Zugkräfte.

Der sehr breite Riemen einer Harley der am Primärantrieb sitzt hat es viel besser, da dort weitaus grössere Drehzahlen
herrschen und daher das nötige Drehmoment pro KW viel kleiner ausfällt. Trotzdem ist es eine grosse Leistung die der
Riemen da vollbringen muss.

Riemen wie sie z.B. das Hinterrad eines Motorrades antreiben wären sicher mechanisch eine Alternative,
preislich sind sie es sicher nicht. Trotzdem ist es erstaunlich das so ein Riemen den Kräften dort stand halten kann.
Vielleicht rechtfertigt das seinen Preis. Bei der Kawa meiner damaligen Freundin kostet der Riemen zum Hinterrad
(ohne Hinterrad) 540 DM. Ich dachte ich fall um als ich den Preis hörte. Er war kauptt gegangen weil sich ein
Stein zwischen Riemenscheibe und Riemen setzte und sich durch den Riemen drückte.

Für einen Generator bis ca. 1 KW bei 500 U/min kann man also durchaus auf das zurück greifen was im normalen Auto
als Steuerriemen samt seinen Riemenscheiben, verbaut ist. Der gleiche Riemen packt auch z.B. 3 KW bei 1500 U/min
mit den original Zahnriemenscheiben. Für 5 KW müssten es dann schon ca. 2500 U/min sein.

Vielleicht kennt ja noch jemand Quellen für günstige Riemen und Riemenscheiben, letztere möglichst gross.
Um ehrlich zu sein kann ich mir nicht vorstellen das ich bei einem Selbstbau die genannten Löcher und den Rest
genau genug hin bekomme damit der Riemen auf Dauer keinen Schaden auf meiner Selbstbauscheibe nimmt.
Hans hast du sowas mal dauerhaft betrieben ?

Grüsse

Bernd
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon windstav » Di 23. Feb 2010, 11:02

Hallo,
und wie sieht es mit Riemen aus der Waschmaschine aus?

Gruß
Stav
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Bernd » Di 23. Feb 2010, 11:07

Ich glaube hier bei einigen ein Verständnisproblem zu spüren.
Einige von euch scheinen der Meinung zu sein das "so ein kräftiger Riemen doch viel mehr Leistung abkönnen muss".

Wer das glaubt vergisst dabei das die Drehzahl, bei der eine Leistung übertragen werden soll, die wichtigste
Komponente ist. Es ist etwas völlig anderes ob ich bei 5000 U/min 5 KW übertragen will, oder ob ich nur
500 U/min zur Übertragung der gleichen Leistung zur Verfügung habe.

Die zweite wichtige Komponente ist der Hebelarm über den die Zugkraft des Riemens auf die Achse wirkt.
Die ca. 3cm Hebelarm, den so eine Kurbelwellenriemenscheibe aufzuweisen hat, sind halt sehr mager.

Aus dem geringen Hebelarm und der niedrigen Drehzahl ergeben sich dann die enormen Zugkräfte die
der Riemen übertragen muss.

Grüsse

Bernd
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Bernd » Di 23. Feb 2010, 11:10

und wie sieht es mit Riemen aus der Waschmaschine aus?

Ich befürchte noch viel schlechter, da die Riemenscheibe auf dem WAMA Motor noch viel kleiner ist.
Die Übertragung der Motorleistung funktioniert auch nur wegen der relativ hohen Drehzahlen die
bei diesem Antrieb auftreten.

Aber die Idee an sich ist nicht schlecht. Rippenriemen gibt es ja auch im Auto. Aber vermutlich landen
wir dann wieder beim gleichen Problem das man nich so einfach an grosse Riemenscheiben kommt.

Grüsse

Bernd
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Bernd » Di 23. Feb 2010, 11:33

@ Mark
Es ist sehr frustrierend für mich das zu lesen. Aus diesem Grund hab ich meine Beiträge gelöscht.

Ich kann dein Handeln nicht so ganz nachvollziehen
So werden Dinge aus dem Zusammenhang gerissen und für andere Mitlesende werden die verbliebenen Beiträge unverständlicher.

Sind denn die Harleyriemen von besonderem Aufbau? Der Kawa Riemen meiner Freundin war eigentlich rein optisch
nur ziemlich breit. An die Grösse der Riemenscheibe vorn kann ich mich nicht mehr entsinnen. Hinten war sie
jedenfalls recht gross.

Grüsse

Bernd
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Re: Zahnriemengetriebe, bezahlbar aus Autoteilen

Beitragvon Bernd » Di 23. Feb 2010, 13:14

Kennt jemand die genaue Typenbezeichnung eines solchen KFZ-Nockenwellen Riemens ?
Ich bin da besonders auf den Typ scharf, also z.B. T10 oder AT 10 oder HTD oder...
Ich sehe nämlich das es durchaus Typen gibt die bei 32mm Breite 300 Kg Zug ab können.
Ob der Riemen des Nockenwellenantriebs dazu gehört ist aber noch fraglich.

Hier mal ein Link zu einem Datasheet : http://www.klump.com/deutsch/templates/ ... riemen.pdf

Und hier ein sehr aufschlussreiches Dokument mit vielen Tabellen aus denen man direkt die max.
übertragbare Leistung jeweils pro 10mm Riemenbreite abslesen kann, immer aufgeschlüsselt nach
Riemenscheibengrösse (Zähneanzahl) und Drehzahl. http://smarthost.maedler.de/datenblaett ... triebe.pdf
Leider sehr ernüchternd...

Grüsse

Bernd
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