Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon CAD&Co » Do 31. Dez 2009, 12:52

Einen Zahnriementrieb baut man am besten aus zwei Metallplatten (Alu oder Stahl),
eine Platte mit Festlagern und eine mit Loslager, dazwischen die Riemenräder auf den Wellen
und Leisten als Abstandshalter.
Die Platten mit den Lagerstellen sollte man tunlichst auf einer Fräsmaschine ohne Führungsspiel
fräsen, noch einfacher geht das mit einer CNC gesteuerten Fräsmaschine.

So sieht dann ein optimales Getriebe aus, wenn man es machen lässt, kostet es viel Geld.
Zahnriementrieb_091231.jpg
So würde ein Zahnriementrieb in etwa aussehen.
Zahnriementrieb_091231.jpg (79.29 KiB) 7033-mal betrachtet
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon Bernd » Do 31. Dez 2009, 13:11

tunlichst auf einer Fräsmaschine ohne Führungsspiel
fräsen, noch einfacher geht das mit einer CNC gesteuerten Fräsmaschine

Und da hatten wir wieder unsere drei Probleme. :)
Genau daran wird der Bau für 95 - 99% der mitlesenden scheitern, mich inclusive.
Vielleicht kann man ja Gehäuselager bzw. Flanschlager einsetzen. Die kann sich jeder auf einer Platte schrauben.
An die Spannrolle hatte ich bislang noch gar nicht gedacht, aber natürlich, die braucht man ja
auch noch.
Wie befestigt man eigentlich die Zahnscheiben auf einer Welle ?
Ich sehe das viele Zahnscheiben keine seitlichen Anlaufscheiben haben. Wie stellt man sicher das
der Zahnriemen nicht runter läuft ? Sind die Zahnscheiben leicht ballig ?

Grüsse

Bernd
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon CAD&Co » Do 31. Dez 2009, 13:27

Bei den Zahnscheiben gibt es verschiedene Varianten:

1. so wie dargestellt (die Nut fehlt) mit Passfeder in der Welle und Nut in der Zahnscheibe
2. mit seitlichem Bund wo eine Madenschraube das Rad klemmt
3. ein zusätzlicher Konus klemmt das Rad auf der Welle (nicht bei kleinen Zahnscheiben)

das mit den Scheiben ohne Anlaufscheibe ist mir immer ein wenig suspekt.
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon Bernd » Do 31. Dez 2009, 13:56

Danke für die Erläuterungen.
Die Dinger mit der Madenschraube, davon hab ich wohl auch noch 2 rumfliegen.
Kann man denn sagen wieviel NM man mit so einer Befestigung auf die Welle bekommt ?
Bei unserem C-Rotor ist ja gerade das Drehmoment so "schrecklich" hoch.

Grüsse

Bernd
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon homatec » Do 31. Dez 2009, 14:22

Hallo,

nehmt eine alte Waschmaschine auseinader und ihr hatbt alle benötigten Bauteile für einen 3 Blatt Rotor.
Die Kunst ist es 2 gleiche zu finden.
Allerdings sind dort meist keine Zahnriemen drinn. Oft werden aufgrund der hohnen Übersetzung V-Rippenriemen eingesetzt, der auf der großen scheibe ohne Nuten läuft.

Grüße
Rainer
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon CAD&Co » Do 31. Dez 2009, 14:52

Die Zahnscheiben nicht einfach nur mit der Madenschraube klemmen.
Die Zahnscheibe auf die Welle schieben bis an die Stelle wo es hingehört,
durch das Madenschraubenloch die Welle markieren, dort ein Loch im Durchmesser
der Madenschraube bohren ca. so tief wie der Durchmesser.
Dann mit flüssiger Schraubensicherung die Madenschraube eindehen.
Was diese Befestigung aushält, lässt sich über die Abscherung der Schraube (Kerndurchmesser)
errechnen.
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon Bernd » Do 31. Dez 2009, 14:53

Stimmt da habe ich auch schonmal gestaunt, der lief einfach auf der Trommel.
Vermutlich hat er auf der grossen Trommelfläche soviel Reibkontakt das das so ausreicht.

Grüsse

Bernd
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Re: Wirkungsgrad von Riementrieben (und Fahrradkette)

Beitragvon dabro81 » Do 7. Jan 2010, 18:04

Das mit dem Zahnriemengetriebe lässt mir keine ruhe, habe in letzter Zeit viel überlegt und gesucht.

@ Bernd: Ich denke man kann auf jeden Fall auch Flanschlager verwenden, so lässt sich das auch für den Hobbybastler realisieren :-), ich plane das auch mal so.

Bei meiner Suche habe ich leider keine Zahnscheiben mit mehr als 60 oder selten mal 72 Zähnen gefunden. Gibt es die nicht? Wenn ich bei dem Mädler-Tool eine Zahnscheibe mit weniger als 18 Zähnen verwende moniert das immer das die Scheibe zu klein ist obwohl die Sicherheit noch hoch genug ist. Gibt es da Limits bei den Größen in Abhängigkeit der wirkenden Kraft?
Wie kann man denn ausrechnen wann eine Übersetzungsstufe sinnvoller ist und wann man eine zweite hinzunehmen sollte? Wieder mal ein ganzer Haufen fragen an denen ich in letzter Zeit hängen geblieben bin.... vielleicht weiß ja jemand Rat.
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