Nabendynamo neu wickeln

Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon windstav » Mo 12. Okt 2009, 21:09

Hallo,
ich habe die Spule eines Nabendynamos geändert.

Jetzige Leistung ist : ohne Belastung 250 mA bei 50 U/Min
an 12V Blei-Batterie :
Lade-Beginn bei etwa 140 U/Min
240 mA Ladestrom bei etwa 220 U/Min
bei 130 U/Min erreicht er etwa 12V

Ich habe vor auch andere Draht-Staerken auszuprobieren, und auch mit der Windungszahl zu "spielen".

Gruß
Stav
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon windstav » Mo 12. Okt 2009, 22:07

Hallo,
ich stelle ein paar Bilder ein, vom geöffneten Nabendynamo.
Die original Spule hatte 360 Windungen, ich nehme an 0,5 mm.

Ich habe für den Anfang 155 Wicklungen gemacht mit 0,8mm Draht.

Motor läuft auf jeden Fall leichter. und Bremst sehr stark bei Kurzschluss.

Gruß
Stav
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon Bernd » Mo 12. Okt 2009, 22:46

Hallo Stav,
das is ja sehr interessant was du da gemacht hast !
Kannst du uns mal den genauen Typ deines Shimano Dynamos sagen ?
Bisher dachte ich das das Ding im Inneren mehr oder minder vergossen ist, was wohl
auch bei anderen Modellen teils der Fall ist.
So wie ich das sehe kann man das Innenleben ja regelrecht in seine Einzelteile zerlegen.
Sehe ich das richtig, das dort wo die original Spule sitzt, noch Platz für mehr Draht ist ?
Also das da quasi ungenutzter Raum ist ?

Grüsse

Bernd
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon windstav » Mo 12. Okt 2009, 23:00

Hallo Bernd,

Sehe ich das richtig, das dort wo die original Spule sitzt, noch Platz für mehr Draht ist ?
Also das da quasi ungenutzter Raum ist ?


ja, da passt noch Draht rein.

Kannst du uns mal den genauen Typ deines Shimano Dynamos sagen ?

Es handelt sich um den SHIMANO DH-2N30 -E 6V - 2,4 W.

Gruß
Stav
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon jb79 » Mo 12. Okt 2009, 23:50

Sehr schön, es kommt Bewegung in die Sache! :mrgreen:
Könntest du in Zukunft vielleicht die Bilder ne Spur größer (so 800*600 wäre ne gute Auflösung) einstellen? Da kann man viel mehr erkennen.

Wieviel Platz vom Wicklungsraum hast du verbraucht bzw. wieviel ist noch da? Mehr Windungen ist in jedem Fall gut, das bedeutet zwar mehr Widerstand aber auch mehr Spannung und damit einen früheren Ladebeginn. Also so viele Windungen draufmachen wie nur geht und dabei schön kompakt wickeln.
lg Jürgen
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon Bernd » Di 13. Okt 2009, 08:14

Ja das es bei diesem Nabendynamo Modell so einfach geht hätte ich nicht gedacht.
Beim Umwicklen muss man aber bedenken das der Dynamo immer nur einen Strom
von etwa 500mA abgeben kann, egal wie man die Spule gestaltet. Zumindest wäre
das die logische Schlussfolgerung aus dem was wir bisher über diesen Dynamotyp wissen.

Das heisst man kann die abgegebene Leistung nur über eine höhere Spannung, sprich
mehr Windungen, steigern.
Höhere Spannung beudetet aber frührerer Ladebeginn und das kann zu einem zu frühen
Abbremsen des Windrades führen.
Würde man aber doppelt soviele Windungen aufbringen könnte man gleich zwei 12V Akkus
in Reihe damit laden und hätte die doppelte maximale Ladeleistung zur Verfügung.

Ein dickerer Draht senkt ausserdem den Innenwiderstand und damit die internen Verluste.

Grüsse

Bernd
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon windstav » Di 13. Okt 2009, 11:16

Hallo Bernd,
also ich habe jetzt mal probiert wie viele Windungen da drauf passen.
Mit Drahtdicke 0,8 passen da 230 Windungen drauf, also 140 weniger als original.
Ich werde noch mal mit 0,6 Drachtdicke probieren.

Messungen habe ich noch nicht gemacht. Keine Zeit, kommt aber noch.
Ich überlege auch , ob es was bringt , wenn man den einen konntakt nicht an Masse herausführen könnte. Kann das mit den Wirbelströmen zusammenhängen?

Gruß
Stav
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon Bernd » Di 13. Okt 2009, 11:24

Eigentlich sollte es egal sein ob der Strom ein paar cm durch die Achse fliesst ober die selbe
Strecke durch ein Kabel. Ist denn das Ende der Spule direkt mit der Achse verbunden ?

Die magnetische Sättigung sollte eigentlich durch die Menge und das Material der Klauen vorgegeben sein.
Darauf hätte man dann keinen Einfluss.

Aber alleine schon wenn du die gleiche Anzahl an Windungen aus dickeren Draht drauf bekommst,
dann wäre schon was gewonnen, nämlich ein geringerer Innenwiderstand der Spule.
Mehr Leistung ginge aber nur über mehr Windungen weil diese eine höhere Spannung bedeuten.
Allerdings muss das Windrad dann aber auch angeglichen werden, weil es dann ja früher den
Ladebeginn zur Verfügung stellt. Man müsste dann den Duchmesser entsprechend dem Zuwachs
der Windungsanzahl vergrössern.

Grüsse

Bernd
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon windstav » Di 13. Okt 2009, 22:15

Hallo,
Jürgen: Ich mache die Bilder in Zukunft größer.

Bernd: das eine Ende ist mit der Achse, den Eisenblechen und durch die Achse auch mit dem sich drehenden Gehäuse verbunden.
Jede Klaue besteht aus einigen Blechen, die man auch verringern könnte, aber dann würde ich sie wohl kaputt machen und hätte keine Möglichkeit neue zu beschaffen.

Auf jeden Fall habe ich wieder neu gewickelt, mit 0,6mm Draht.Da passten 342 Windungen drauf. Also immer noch weniger als original.

Ergebnisse; Ladebeginn bei 75 U/Min
etwa 400 mA Ladestrom bei 190 U/Min

Weil ich neugierig bin, wickle ich auch noch mit 0,35mm Draht. Da müssten eigentlich ca. 580 Windungen drauf passen.

Gruß
Stav
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Re: Nabendynamo neu wickeln

Beitragvon jb79 » Di 13. Okt 2009, 23:56

Würde das absichtliche Verbinden von Achse und Spule lassen und lieber die paar cm mehr mit Draht machen. Im ungünstigsten Fall hast du dann nämlich einen Kurzschluß der ganzen Spule wenn der Kupferlackdraht dann noch an einer anderen Stelle durch eine scharfe Kante Kontakt mit dem Eisenkern kommt.
lg Jürgen
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