Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Do 5. Feb 2015, 11:25

N das wollen wir ja nicht hoffen ;-)

Was hast du denn nun noch ausgewertet?

Und was denkst du über die Daten?
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Mo 9. Feb 2015, 13:54

So,

ich habe jetzt mal den Schritti mit beiden Gleichrichtern durchgemessen.

Generator Schaltung.JPG
Generator Schaltung.JPG (18.33 KiB) 8597-mal betrachtet


Diesmal mit doppelter Kontrolle der Drehzahl.

messung 2GR.JPG
messung 2GR.JPG (49.01 KiB) 8597-mal betrachtet


280/min wird schwer denke ich. Hieße ja ca 3:1.

Meinungen?

vG

M.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Totte » Mo 9. Feb 2015, 14:11

Hallo,

beide Wicklungen sind nun nach dem Gleichrichter in Reihe geschaltet?
Wie hast Du denn den Belastungstest durchgeführt (mit welcher Belastung)?

Ansonsten, für reine Akkuladung ist ja somit jetzt die Drehzahl ab 160 rpm interessant ...

Jetzt müsstest Du als nächsten Schritt das Ganze mal mechanisch aufbauen und prüfen, ob an Deinem Standort der Wind für 160 rpm ausreicht.
Danach kann die Frage des Getriebes oder DC/DC Wandler geklärt werden.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Mo 9. Feb 2015, 14:47

Moin,

ja genauso, wie auf dem Bild zu sehen.

Gemessen habe ich Spannung und Kurzschlusstrom. Ohne Last.

Ich habe nur ein Handanemometer zur Verfügung.
Stichproben sind an der Stelle zwar so gut wie Sinnlos, aber so habe ich immerhin einen Groben Anhaltspunkt.
Etwas anderes bleibt im Moment nicht... :-/

Ich würde dann erst einmal die Motor-Getriebe-Geschichte weiter Bauen (Wellenlagerung, übersetzung, Motoranflanschung, Gehäuse, ...).
Würde alles auf gut Glück auf 2:1 auslegen um etwas zum testen zu haben...
Sollte das nicht passen ist ja eine adapterplatte für andere Riemenscheiben "schnell" gemacht und der Grundaufbau passt ja in jedem Fall und ist adaptierbar.


Frage zu den Rotorblättern:
Da hatte ich mich ja auf Grund der Platzverhältnisse auf 80cm max. eingeschossen (die ich auch dicke brauchen werde).
Hat jemand eine idee, was die Form angeht? Ich wollte sie ähnlich derer gestalten, die ich schon habe. Gebogenes Blech also (siehe vorherige Bilder).

Bin da gern offen. Sind sicher noch stark optimierbar.

vG

M.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Bernd » Mo 9. Feb 2015, 18:57

Wenn du aus der gemessenen Leerlaufspannung und dem Kurzschlussstrom die Leistung errechent hast,
dann ist die die so genannte "Kurzschlussleistung" und nicht die Nutzleistung die du dem Generator maximal entnehmen könntest.
Wenn du die Kurzschlußleistung durch 4 teilst ist es in etwa das was der Generator maximal an eine externe Last abgeben kann.
In der Realität wird es aber noch weniger sein als 1/4 der Kurzschlussleistung.

Wenn du bei der Spannungsmessung hinter dem Gleichrichter einen Kondensator angeschlossen hattest,
dann ist der ermittelte Spannungswert der Peakwert der Spannung und nicht der Durchschnittswert der für die Leistung relevant ist.
Dann musst du den Peak-Spannungswert für die Berechnung noch durch 1,41 teilen oder aber die maximale Nutzleistung
so rechnen:
Kurzschlussleistung durch 4 durch 1,41 = maximale Nutzleistung.

Die Spannung verläuft in aller Regel proportional zur Drehzahl, deshalb nehme ich mal an das der Messwert für 160 U/min nicht stimmt
da er aus der Reihe tanzt. Passend wäre da etwa 8 Volt. Vielleicht auch wieder ein Problem deines Messgerätes ?


Grüße

Bernd
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Mo 9. Feb 2015, 19:17

Hallo Bernd,

oha, na das sind ja rosige Aussichten -.-

Ich habe die Messreihe zweimal gemacht, da ich selbst stutzig wurde.
Das Ergebnis war das selbe.

Ich traue (gefühlt) dem ganzen nicht zu mehr als 2:1 hinzubekommen...+
Also wird es wohl doch der DC/DC-Wandler werden.

Aber wie gesagt, ich baue alles erst einmal für 2:1 auf um einen Stand zu haben.
"Gehäuseintern" ist mittlerweile alles klar.
Die Frage nach den Motorblättern bliebt.
Ist in dieser Hinsicht (80cm Blattlänge, 5 Blätter) hier ein Spezi am Start, der evtl einen Tip hat?

Wie gesagt, Bilder der bisherigen Motorblätter des Protos finden sich weiter vorn.

VG

M.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Bernd » Mo 9. Feb 2015, 19:37

Wenn du die Rotorblätter aus geformten Blech anfertigen willst dann kannst du sie auch wie ein Rohr formen bzw.
wie ein halbes Rohr oder weniger.
Es gibt Schnittschablonen für Kunstoffrohre und auch ein Schnitttool, das "ROWI Tool" mit dessen Hilfe man die Maße austüfteln kann.
Ich habe neulich erst damit herum gespielt weil sich mein Nachbar einen Horizontalläufer aus Blech anfertigen wollte.
Sein Windrad z.B. hat 1,2m Durchmesser und die geformten "Rohrabschnitte" waren so bemessen als wären sie aus einem 150 - 200mm Rohr ausgeschnitten
worden und unten glaube ich ca. 13cm breit und an der Spitze ca. 4 oder 5cm.

Aber besorg Dir mal dieses Tool über Google und spiel mal ein bisschen damit herum.


Grüße

Bernd
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Mo 9. Feb 2015, 20:01

Hey,

an so etwas habe ich auch schon gedacht...

Dachte immer, das ist die "Hobby-Bastel- ich-habe-nichts-anderes-Notlösung".

Also ist das echt ernst zu nehmen?

vg

M.
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon Bernd » Mo 9. Feb 2015, 22:32

Natürlich ist es das.
Es gibt seitenlange Diskussionen und viele die aus Rohrflügeln ihr Windrad bauten.
Die Diskussionen waren dann aber im Kleinwindforum das Horizontalläufer bevorzugt.
Beim Nachbarn lief der Rotor so gut das er es erstmal abgebaut hat.
Bei guten Wind, kein Sturm, hatten wir schnell 600 U/min bei 1,2m Rotordurchmesser.


Grüsse

Bernd
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Re: Schrittmotor bestmöglich ausnutzen

Beitragvon M.Eng » Di 10. Feb 2015, 06:52

Moin,

gelesen hatte ich (auch dort) darüber.
Auf Grund der vorgegebenen Form ist das sicher die einfachste/gleichmäßigste Lösung Fünf Blätter zu fertigen.
Ich hatte gleub mal irgend etwas vom Verhältnis von Rohrdurchmesser zu Blättlänge von 5:1 gelesen. Mal sehen wo ich sowas her bekomme...
Oder eben selbst biegen.


Nochmal zun der Spannungsfrage (U/4)/1,4...
Ob das nutzbare Leistung ist oder nicht. Sind für einen Laderegler nicht die -meinetwegen 14V- in jedem Falöl 14V und eignen sich zum laden?
Auch wenn es eine geglättete Rippelspannung ist?
Solange der Akku voll(er) wird ist alles schön. Den Verbraucher dimensionier ich dann schon dazu passend.

Oder bezieht sich dieses U/4/1,4 auch auf die ca. 13,8 die ich zum Laden brauche?


vG

M.
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