Brushlessmotor als Generator

Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » Sa 13. Okt 2012, 21:53

Hallo Volker,
bei einem Generator mit Spulen mit Eisenkern wird der Leiter nicht direkt vom magnetischen Fluss getroffen,
sondern der Fluss geht durch den Eisenkern hindurch. Deswegen entstehen im Leiter selbst auch kaum Wirbelströme.
Dafür entstehen diese im Eisen selbst. Das ist auch der Grund der Laminierung des Eisenpakets.
Dünnerer Draht würde also keine nennenswerten Vorteile bringen.

Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon vm » Sa 13. Okt 2012, 22:33

Hallo Bernd

mich wundert nur,dass ich einen Flugzeugmotor habe der sehr fein gewickelt ist(5-7Paralel)und normalen Magnetring
Das teil braucht aber nur weinig saft und hat gut Drehmoment an einer recht großen Latte???
Könnte aber auch daran liegen ,dass es sich besser wickeln lässt???
Ich brauch aber erstmal Draht,die frage ist nur welchen ??????

mfg.Volker
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so in etwa
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon andreas » Sa 13. Okt 2012, 23:01

Hallo Volker,

eine recht merkwürdige Glocke hat dieser Motor. Warum so viele Schichten und dann noch dieser Aufbau mit segmentierten Klötzchen dazwischen? Wie sahen die originalen Magnete aus? Aus welchem Gerät stammt diese Konstruktion?

MfG. Andreas
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon vm » Sa 13. Okt 2012, 23:22

Hallo Andreas

Der Motor ist ein normaler Lüfter aus einem Industrieheizgebläse.
Die Lüfter-schaufeln hab ich abgesägt und danach überdreht.
Innen hab ich das Kurzschlusssegment bis auf den reinen Rückschlussring ausgedreht und mit Magneten bestückt
Alles andere ist Original und schichten bzw.Klötzer gibt es nicht
Das ist ein mit Aluminium vergossener Blechscheibenklumpen

mfg.Volker
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon andreas » Sa 13. Okt 2012, 23:40

Hallo Volker,

dann ist das außenrum also Alu, das stört natürlich nicht. Der sichtbare Rückschlussring ist jedenfalls sehr massiv, der würde auch für dickere Magnete reichen.

Lüftermotoren haben die Eigenart, dass es keinen regulären Abtrieb gibt außer der Glocke selbst. Die viel zu kurze Welle dürfte sich kaum anzapfen lassen, also muß der Glockenboden herhalten. Mit einigen Löchern darin lässt sich evtl. eine formschlüssige Verbindung zu einem Antrieb herstellen, um das Teil als Generator zu benutzen. Dummerweise sind die Glockenböden oft nur sehr knapp auf die Welle gepresst und bei unsymmetrischen Belastungen geben die Glockenböden gern nach. Wenn Du kannst, verstärke den Glockenboden und dessen Verbindung zur Welle, z.B. durch eine innen eingelötete dicke Kupfer- oder Eisenscheibe, welche dicht an die Welle anschließt. Natürlich sollten dazu noch keine Magnete bestückt sein, denn die überleben die Löttemperaturen nicht.

Ich habe schon mehrere Glocken mechanisch ruiniert, daher dieser Hinweis. Ein Blick auf Dein Bild zeigt allerdings schon eine um die Welle verstärkte Glocke, von daher ist hier wohl keine Nacharbeit erforderlich.

MfG. Andreas
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » So 14. Okt 2012, 06:38

Welcher Draht und wieviel Windungen ist davon abhängig was du mit dem Ding anstellen willst.
Das heisst bei welchen U/min du welche Spannung erzielen möchtest.
Dann berechnet oder testet man sich aus wieviele Windungen man dafür benötigt.
Dann guckt man wie dick der Draht sein kann damit man noch die benötigte Windungsanzahl hin bekommt.
Auch der entstehende Innenwiderstand spielt eine große Rolle.

Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon vm » So 14. Okt 2012, 10:28

Hallo Andreas u.Bernd

Das mit der Welle sieht schlimmer aus als es ist,sie ist 15mm stark und 20mm tief in einen eingegossenen Eisenring gepresst
Die Spannung soll 24V sein,der Abwärtsregler kann bis 110V 20A ausregeln und hat eine verstellbare Eingangs- und Ausgangsstrombegrenzung sowie eine einstellbare Ausgangsspannung .
Gewickelt wird wider jeder 2.Zahn,also 4 Spulen/Phase 3 Phasen
Ich werde nachher mal einen Zahn mit 4x0,5mm wickeln und dann messen

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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon vm » So 14. Okt 2012, 17:42

So Jetzt mit Wicklung


Ein Zahn voll bewickelt (beide Nachbarn nicht) 4x0,5mm 60 Windungen ca.6meter
Zwei Zähne bewickelt (nebeneinander und in reihe geschalten)1x1mm je 30 Windungen ca.2,8meter (5,6m)
Die vierte Wicklung ist leider versaut und schon abgewickelt 1x1mm 80 Windungen (das passt gerade so drauf)
1.Wicklung 5,3V bei etwa 380U/min
2.u.3.Wicklung 5,2V bei etwa 380U/min (in reihe) allerdings passen noch 4-5 Windungen auf jede Spule drauf
Der Widerstand müsste geschätzt bei etwa 0,13 Ohm liegen

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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Ekofun » So 14. Okt 2012, 19:13

Hallo VM,

etwas ist mir nicht klar bei Deine letzte Bild.Du hast 24 Zähne und 28 Magneten,normale weise 24 Zähne und 24 Magneten für 24 Spulen,sprich Einfasen Geni.
Für 3 Phasen ist 24 /3 = 8 = 4 Spulen pro Fase und 8 Magneten( 24 Zähne = 24 Nuten)

VMgeni.JPG
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Am Bild habe mit Pfeilen gezeichnet Pläze wo auf 1 Zahn 2 Magneten wirken.Meiner Meinung nach entwieder kommt zu keine Indukzion oder ist sie sehr schwach.Richtig wäre das sich ein Magnet genau über einen Zahn befindet,dann ist Wirkung am besten.

Und alle Spulen sollen gleiche Wiklungszahl haben.
Waren Magneten schon drin oder haben Sie sie geklebt?

Grüße

Ekofun
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon vm » So 14. Okt 2012, 20:37

Hallo Ekofun

Schau mal in das Simulationsprogramm ,da? macht es deutlicher als ein Bild

http://i.caendle.de/dev/test2/

Einfach 24 Nuten und 28 Pole eingeben Einschichtig wenn jeder 2. Zahn--- Zweischichtig wenn jeder Zahn gewickelt wird
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