Hallo Ekofun, hallo Stefan, vielen Dank für eure Unterstützung.
Ich habe vorhin mit meinem Kumpel Sebastian über das Problem gerätselt und das einfachste erschien uns,
wie von Stefan vorgeschlagen, die parallel verbundenen Drähte zu trennen und dann nochmal zu gucken.
Ich drösselte also die Drähte wieder auseinander so das jeder der insgesamt 6 Drähte der beiden Phasen des
Stators ohne Kontakt zu den anderen elektrisch isoliert in der Luft hing.
Dann habe ich erstmal ganz kurz auf 920 U/min beschleunigt und die Scheibe auslaufen lassen.
Was mir dabei auffiel war das etwas fehlte, nämlich das ganz leichte sirenartige Singen das der Generator
noch vor dem auseinander Fummeln der Drähte beim Auslaufen zeigte. Jetzt war es still und man hörte nur
Lagergeräusche. Da war mir schon klar das sich etwas verändert hatte denn dieses sirenartige Geräusch
bedeutet immer das der Generator Leistung erzeugt und sei es um die eigenen Spulen zu erhitzen, aber genau
dieses Geräusch blieb jetzt aus.
Dann habe ich den Test mit 2min bei 920 U/min ohne jegliche Last wiederholt.
Tatsächlich fühlten sich die Spulen deutlich kälter an, irgendwo zwischen Raumtemperatur und der vor dem Öffnen
der Drähte gespürten Temperatur aber auch nicht völlig kalt.
Wir haben dann 3 Amperemeter im Stern zwischen die drei Drähte geschaltet und konnten bei 1000/min Stromstärken
von 2 x 0,6A und 1x 0,27 Ampere messen. Das schockte erstmal. Immerhin hat ein Draht nur eine Dauerbelastbarkeit
von ca. 2A und 0,6A fliessen schon nutzlos darin umher.
Dann kam mein Kumpel auf die Idee die Leistungsaufnahme der Bohrmaschine, die ich zum Drehen benutzte, zu messen.
Wir haben dann ein Energiemessgerät vor die Bohrmaschine geschaltet und mit geöffneten Drähten sowie danach mit
wieder verbundenen Drähten gemessen. Die Werte zappelten leicht und wir konnten kaum einen Unterschied ausmachen.
Wenn ich aus den gemessenen Stromstärken die Verluste berechne komme ich auf erstaunlich geringe Werte die sich
pro Phase bei 1000 U/min um die 4 Watt belaufen. Sicher nicht toll, aber diese Phase würde ja bei der Drehzahl
ca. 300 Watt abgeben können und dann sind es "nur" ca. 1,5%. So könnte man sich trösten und das akzeptieren.
Eine Lösung habe ich aber auch noch in der Hinterhand.
Ich könnte die drei Drähte einer Phase statt parallel in Reihe verbinden und schon gäbe es keine Ausgleichsströme mehr.
Die Spannung einer einzelnen Phase würde dann von ca. 56 Volt auf das dreifache, ca. 170 Volt steigen.
Leider sinkt dann die Strombelastbarkeit auch auf ein Drittel ab, nämlich nur mehr ca. 2 A und Peak ca. 4 A.
Durch die parallele Zusammenschaltung zweier Phasen über den Gleichrichter würde die Spannung um den Faktor 1,41
auf ca. 240 Volt ansteigen. Die maximale Abgabeleistung bliebe gleich, egal ob die Drähte parallel oder in Reihe verbunden
werden !!! Allerdings ist der Generator dann nicht mehr so gut für den Einsatz bei geringen Spannungen geeignet und
mit dem Windmaster bei "nur" 120 Volt betrieben würden die Verluste ansteigen. Sie sind aber beim Einsatz des
Windmasters mit seinen max. 550 Watt eh sehr gering.
Morgen überlege ich mir ob ich diese Lösung durchführe.
Grüsse
Bernd