Hallo,
Möglich daß dieser Beitrag nicht genau zum Thema passt. Aber im Hinblick auf die Statoren die jetzt besprochen werden, kann er vielleicht hilfreich sein.
Der große Durchmesser der Generatoren und die hohe Zahl von Einzelspulen die in Serie geschaltet sind versprechen hohe Spannung. An dem eingespielten Video sieht man, Spannungen mit dem Daumen prüfen oder auch Feinmessungen mit dem nassen Daumen, sind nicht ratsam.
Wenn die Spannung zu hoch ist für den Wechselrichter muß man sie natürlich reduzieren:
1) Trafo vorschalten mit umschalten (schlechte Übertragung weil niedrige Frequenz) 2) Oder Generator abschalten, oder Windrad bremsen. (weggeworfene E-Energie).
3) Nach der Gleichrichtung und Siebung eine Gleichspannungsregelung z.B fest auf 40V regeln (das ist auch eine gute Lösung).
4) Anzapfung der Statorwicklung 3 phasig oder 1 phasig und diese Anzapfungen dann Umschalten ist eine gute Lösung. Das wurde schon mal besprochen hier. Ich weiß leider nicht wo das war.
Denn dieser Weg ermöglicht es die Wicklung von Anfang an so zu gestalten, daß schon bei schwachem Wind höhere Spannung damit schon Leistung herauskommt. Also mehr Windungen dünner Draht.
Bei einem 3 phasigen Stator ist das doch ein großer Aufwand. Hier ein Beispiel für die Version 1 phasig:
Bei Erreichen von 120V wird auf 60V umgeschaltet. Also bei starkem Wind.
Die 1 phasige Statorwicklung wird auf 50% umgeschaltet. Dadurch ergeben sich neue Werte. Das sind 1/2 Spannung 1/2 Drahtwiderstand gleicher Strom und 1/2 Leistung.
1/2 Leistung bedeutet dann wieder, daß das Windrad gleich noch etwas schneller dreht. So könnte die Leistung dann doch wieder etwas ansteigen.
Umgeschaltet wird hier von 100% auf 50% durch zwei Triacs. Die werden gesteuert durch Öffner und Schließer eines kleinen Relays. Der Schließer verbindet jeweils Gate und Anode A1 des ersten Triac.
Gleichzeitig trennt der Öffner Gate und Anode A1 des zweiten Triac. Der erste leitet dann beim nächsten Anstieg der Spannung und bleibt leitend. Der zweite sperrt beim nächsten Nulldurchgang der Spannung und bleibt gesperrt. Bis die Kontaktstellung sich ändert.
Der Widerstand 220 Ohm hat keine Funktion. Ohne den geht es auch. Er soll die Sicherung sein, falls doch mal eine pn-Sperrschicht durchknallt. Der 220 Ohm platzt dann und das ist kaum ein Schaden.
Ein Op Tl 082 als Schmitt Trigger schaltet bei erreichen der 120V EIN und bei absinken unter 100V AUS. R 680k und R 220k geben ihm zusammen mit der Ref 5,1V eine Hysterese von ca 20V.
R 100k R 10k und C 220uF beruhigen durch ihre Zeitkonstante von ca 2sec das Geschehen am inv. Eingang 2 von Op Tl 082. Daher flattern die Kontakte nicht. Und es wird sowieso nur
geschaltet wenn Gleichspannung >120V ansteht.
Die Kontakte des Kleinrelay werden somit nur minimal belastet. Auch der Steuerstrom des Gate ist klein.
mfG Peter Sombrero
Stator Ug 100% auf 50%.jpg