Ringkerngenerator

Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » So 13. Dez 2009, 23:36

und ich dachte ich könnte den für 50 Euro ersteigern, da ja bis zum letzten Tag der Preis
noch bei wenigen Euros lag.... :(

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon hammer2000 » Fr 13. Aug 2010, 23:34

Hallo,

ich weiß das dieses Thema für Euch abgehakt ist und es ist ja auch schon etwas älter. Ich glaube aber zu wissen was Walter Thurner da gebaut hat.
Dieser so genannte Ringkern scheint ein einfacher Stator aus einem Elektromotor zu sein, den er neu gewickelt hat und zwar mit 12 Wicklungen die er so aufgebracht hat als würden sie auf einen Rinkern gewickelt. Auf dem Foto hab ich mal 6 von diesen Wicklungen auf einer hälfte des Stators markiert. Der Rotor ist mit 12 Magneten bestückt.

Ups wie bekomme ich die Bilder hier rein? :oops:

Gruß Manuel

Edit*

Danke Bernd, hier dann die Bilder

Rotor.jpg
Rotor.jpg (1.88 MiB) 10044-mal betrachtet
Stator.jpg
Stator.jpg (2.08 MiB) 10041-mal betrachtet
Zuletzt geändert von hammer2000 am Sa 14. Aug 2010, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » Sa 14. Aug 2010, 00:42

Ja das würde die aus dem Kern herausragenden Elemente auf dem Foto erklären.

Herr Thurner scheint bei seinen Generatoren, auch dem Ringgenerator, immer sehr sehr hohe
Drehzahlen verwendet zu haben. Dann ist natürlich auch ein sehr inneffektiver Generator gut. :)

So bekommt man Fotos ins Forum :

viewtopic.php?f=10&t=27

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » So 15. Aug 2010, 14:56

Oh durch dein Edit Manuel habe ich gar nicht mitbekommen das du Bilder nachgepflegt hattest.
Die gelben Drähte die von der Wicklung wegführen unterstreichen deine These das er einfach 12 Wicklungen
um den Statorkörper herum aufgebracht hat.
Wo lag jetzt eigentlich noch mal der vermeindliche Vorteil dieser Konstruktion ?

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon andreas » So 15. Aug 2010, 16:49

Hallo Bernd,

das Rastmoment ist beim Ringkerngenerator quasi nicht vorhanden. Da der Kern keine magnetisch wirksamen Vorsprünge hat, wirkt dort immer ein gleichmäßiges Magnetfeld.

MfG. Andreas
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon hammer2000 » So 15. Aug 2010, 18:16

Hallo zusammen,

und laut Thurner soll es auch bei höherer Belastung nicht so schwergängig werden wie bei anderen Generatoren, was nur noch zu beweisen wäre.
Ich hab hier noch nen Motor von einer alten Grundwasserpumpe. Ob ich den mal zerlege? Hmmm mal schaun, bin ja noch ein wenig skeptisch, wenn alles so einfach ist, frag ich mich warum andere noch nicht auf die Idee gekommen sind.


Gruß Manuel
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » So 15. Aug 2010, 21:32

Ein Rastmoment wäre bei einem idealen Ringgenerator nicht vorhanden, wohl aber das Moment das
durch die magnetischen Verluste im Eisen entsteht, also eine Art "Schwergängigkeit" auch ohne
Leistungsentnahme, hervorgerufen durch die Wirbelstromverluste im Eisen.

Bei dem abgebildeten Generator dürften aber ganz normale, wenn auch leichte, Rastmomente entstehen
denn es handelt sich ja um einen ganz normalen, herkömmlichen Eisenstator mit Nuten der vermutlich
nur umgewickelt wurde.

Die "Schwergängigkeit" bei höheren Belastungen ist ja ein Produkt der Umwandlung von mechanischer
in elektrische Energie. Mit anderen Worten es geht nicht ohne, das ist also naturgemäß immer vorhanden.

Nach allen was ich bisher über die Ideen von Herrn Thurner lesen konnte scheint es mir als ob da nicht immer
der nötige technische Sachverstand dahinter stand. Beispiel: Bei seinem Ringgenerator sind die Magnete weit
von den Drähten entfernt. Das sorgt an sich für sehr mässige Werte.
Wenn ich so ein Gebilde dann mit unheimlich hoher Drehzahl drehen lasse kann es dennoch recht effektiv arbeiten.
Das ist allerdings keine Kunst denn bei hohen Drehzahlen ist es immer einfach einen Generator relativ effektiv
arbeiten zu lassen. Interessant wird es erst bei geringen Drehzahlen. Da scheidet sich die Spreu vom Weizen.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » So 15. Aug 2010, 21:47

Noch ein Beispiel:

Ein "Nabendynamo" heutiger Fahrräder leistet ca. 3 W bei ca. 150 U/min.
Lassen wir den gleichen Dynamo mit 1500 U/min rotieren und nutzen dabei das 10x so hohe
entstehende Spannungsniveau, dann ist der Nabendynamo in der Lage (trotz seiner konstruktiven
Strombegrenzung auf nur 0,5 A) nun 30 Watt abzugeben. Hätte der Dynamo diese Strombegrenzung
nicht, dann wären noch weitaus höhere Leistungen möglich.

Würde ich von diesen beispielhaften 30 Watt wiederum nur 3 Watt nutzen, dann hätte der Generator
(Wirbelstromverluste innerhalbs des Generators ausser acht gelassen) einen enorm hohen
Wirkungsgrad.
Ich glaube auf diese Weise des Einsatzes hoher Drehzahlen wird versucht die Thurner Konstruktionen
in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Manfred » Mo 19. Sep 2011, 21:08

Ein Hallo ,

ich studiere gerade die Bauanleitung eines Ringkerngenerators (Gleichstrom) aus dem Jahr 1940. Der Spulenkern ist 85 X 128 und 40mm dick. Der Spulenkern ist aus 1mm Eisendraht gewickelt, oder alternativ aus 0,5mm dicken Eisenblechringen. Dieser Generator läuft an einer Dampfturbine mit hohen Drehzahlen.
Mit Blick auf den Klauenpolgenerator finde ich den Spulenkern aus Eisendraht in Kombination mit selbst hergestellten Ferritmaterial eine mögliche Lösung.
Phi Generator.jpg
Phi Generator.jpg (80.38 KiB) 9688-mal betrachtet

Diese alten Baubeschreibungen sind auch für einen Laien gut verständlich.

Grüsse
Manfred
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 19. Sep 2011, 21:21

Hallo Manfred,

Rotor hat 12 Spulen oder 12 Magneten,denke aber das sind Spulen,so vermisse ich Kolektor mit Bürsten um Strom abnehmen zu können.
Ja die Alte Maschienen sind verständlicher,aber heutige sind efizienter und dementsrächend komplizierte.Gefelt mir diese Ding.Ist auch simpel zu bauen.

Grüße

Ekofun
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