von Bernd » Mo 5. Sep 2011, 08:16
Zur Erdung gibt es die Möglichkeit Bandstahl an der Fundamentunterseite vor dem Giessen auszulegen.
Bei Häusern ist das wohl eine gängige Bauweise, allerdings dürfte dein Fundament nicht sehr weit in den
Boden reichen, ich weiss nicht ob der Erder dann noch ausreichend niederohmig ausfallen würde denn die
oberen Erdschichten sind im Sommer evtl. zu trocken für eine gute Leitfähigkeit.
Eine sichere Bauweise ist, sofern es der Untergrund zulässt, ist die Einbringung eines langen Tiefenerders.
Hierbei werden Schlagerderstäbe in den Boden eingetrieben, meist bis auf Tiefen von ca. 10 bis 30m.
Genau das habe ich als Ersatz für den weggegammelten Erder an meinem Haus vor.
Auch das Windrad auf dem Werkstattdach soll über so einen Schlagerder geerdet werden.
Die Stäbe die man eintreibt gibt es meist in Längen von 1,5m und 2cm oder 2,5cm Dicke. Die Stäbe können inneinander
gesteckt werden und verbinden sich formschlüssig und vor allen elektrisch sicher beim Eintreiben.
Leider sind diese Stäbe nicht ganz billig.
Kreuzerderstäbe sind, nach dem was ich mir erlesen konnte, eher die "Pfuschmethode" weil sie nicht tief genug
in den Boden reichen und somit mehr für das Gewissen als für den Zweck dienlich sind. Je nach Bodenbeschaffenheit
und Bodenfeuchte sind Kreuzerder wohl meistens nur für einen einfachen Potentialausgleich, nicht aber für einen
Blitzschutz zu gebrauchen.
Grüsse
Bernd