von sombrero » Sa 3. Sep 2011, 14:03
Hallo allerseits,
Ich finde dieser Gen.Typ ist ein prima Ansatz für einen Langsamläufer.
Der Läufer hat das Gleichfeld, muß deshalb nicht einmal geblecht sein.
Jede moderne Kfz Lichtmaschine ist doch ein schnell laufender Klauenpolgenerator.
Bei der Gelegenheit etwas zur magn. Rastung bei ebengenannter Lichtmaschine. (spielt bei Kfz keine Rolle)
Die Li. vom Kfz dürfte doch eigentlich keine magn. Rastung haben? Oder sehe ich das falsch? Bei einem Stator mit Nuten
gibt es doch keine Unterbrechung des magn. Flusses. Der Fluss ist doch immer gleichmäßig umlaufend. Der hier diskutierte Gen. hat wohl einen Stator mit einzelnen Spulen, oder mit einer
Spule und den Nord Süd Metallzungen.
Zur Leistungsbegrenzung die Andreas durch induktiven Widerstand Xl bei steigender Frequenz befürchtet.
Andreas hat dazu sinngemäß geschrieben: Die Statorwicklung hat Induktivität.(hat sie). Und mit steigender Drehzahl also Frequenz steigt deren induktiver Widerstand Xl. Und dieser begrenzt den Strom also die Leistung. Daran glaube ich nicht. Der Xl des Stators bedingt keinen Verlust an Leistung.
Denn an einem induktiven Widerstand ensteht bei angelegter Wechselspannung keine Wirkleistung. Nur Blindleistung, denn Spannung u. Strom sind zu jedem Zeitpunkt 90 Grad verschoben gegeneinander. Eine Induktivität hat das so an sich. Sie kann nicht anders als sich so verhalten. Ihr Strom folgt der Spannung immer genau 90 Grad. Und mit kapazitivem Widerstand die Spannung nacheilend 90 Grad.
Wenn es nicht genau 90 Grad sind, ist noch ein ohmscher Widerstand im Spiel. Das könnte z.B.der Widerstand des Drahtes sein.
Wenn Du die Augenblickswerte unter Beachtung von + - multiplizierst kommst Du zu einer Leistungskurve. Einmal pos. Leistung, einmal neg. Leistung. Negativ Leistung ist schwer zu
kapieren. Vielleicht ist es wie negatives Wachstum also Schrumpfung aufzufassen.
So wird jede 1/4 Welle Leistung abgegeben und nächste 1/4 Welle aufgenommen. Hinein in die Last und wieder hinein in die Wicklung. Effektiv ist das nichts, eben nur "Blindleistung"
Blindleistung ist keine reale Leistung. Belastet aber trotzdem den Cu Draht mit seinem Blindstrom ohne dabei Wärme zu erzeugen. Das ist schwierig. Aber es ist bei Überlandleitungen ein Thema.
Der Cosinus Fi = Wirkleistung / Scheinleistung soll immer nahe 1 sein, also möglichst nur ohmsche Belastung.(oder zugeschaltete Kondensatoren).
Es entsteht auch keine Wärme im Spulendraht durch Blindleistung. Wärmeentwicklung eben nur durch Wirkleistung U * I. Das ist der Anteil von U bzw. I der in Phase miteinander liegt. Dieser Anteil ist bei 90 Grad = Null. Also gar keine reale Leistung (Wirkleistung) im induktiven Widerstand. Nur am Drahtwiderstand der Spule.
Begrenzt wird die Leistung nur durch alle ohmsche Widerstände. Auch Wirbelströme sind ohmscher Natur. Aber Leistungsbegrenzung war ja eigentlich bei diesem Thema nur eine Nebensache.
Aber ob die erzeugende Wicklung, hier die Statorwicklung überhaupt beeinflußt wird durch ihre eigene Induktivität und erzeugte Frequenz? Ich weiß es nicht genau. Ich glaube nicht.
Wenn die Spule offen ist gibt es keine Phasenverschiebung, wenn sie ohmsch belastet ist ebenfalls nicht, wenn sie im Kurzschluß ist auch nicht. Das weiß jeder.
Nur wenn eine andere Induktivität oder Kapazität angeschlossen ist, gibt es
Phasenverschiebung pos. bzw. neg. oder Null. Die eigene Induktivität der erzeugenden Wicklung spielt nach meiner Meinung bei keiner Frequenz eine Rolle.
Wenn ich durch Zuschaltung von Kondensatoren einen Serienkreis erhalte der bei einer bestimmten Frequenz in Resonanz ist mit der Induktivität des Stators, hab ich eigentllich nichts weiter
erreicht als das die Blindwiderstände Xl minus Xc sich aufheben, übrig bleibt der reine Drahtwiderstand der Spule. Das ist Kurzschluß des Generators. Damit begrenzt man die Drehzahl des Flügels
und regelt die Spannung ab. Und das ist bestimmt auch erwünscht bei Starkwind.
Nun noch etwas Anderes.
Was haltet Ihr allgemein davon das Gleichfeld des Klauenpolgenerators nicht mit Festmagneten zu erzeugen, sondern mit einer Magnetspule und Gleichstrom? So wie es bei der Kfz Li. immer
schon der Fall ist?
Denn die Preise für diese starken Festmagneten werden nach und nach ansteigen.
Einige werden sich das Recht nehmen die Preise bestimmen.
Vorteile:
1. keine magn. Rastung
2. Regelbarkeit der Ausgangspannung. (abregeln will man vielleicht nicht bei kleinen Anlagen) da wird alles genommen was man bekommen kann.
Und Nachteile:
1. ca 10% der Gesamtleistung werden an Erregerleistung benötigt.
2. zwei Schleifringe müssen dazukommen, zur Stromzuführung für den Rotor.
mfG. Peter Sombrero