von andreas » So 28. Aug 2011, 10:11
Hallo Manfred,
die Menge an Magnetmaterial bestimmt das Gesamtmagnetfeld, was sich in der Spule aufbaut. Die Anzahl der Magnete beeinflusst hauptsächlich die erzeugte Frequenz der Wechselspannung und auch den Gleichlauf des Rotors. Mit mehr Magneten geht die Frequenz hoch, der Rotor dreht sich unter Last weniger ruckartig. Man darf das allerdings nicht übertreiben. Mit der Frequenz gehen auch die Verluste im Eisenblech hoch. Für hohe Frequenzen muss daher das Blech dünner ausgeführt werden, dafür sind dann mehr Bleche einzubringen. Sehr schön kann man das bei den recht trafolastigen Röhrenradios beobachten. Die Netztrafo sind wie üblich mit Blechen von etwa einem halben Millimeter Dicke bestückt, während die Übertrager im Musikweg für die Tonfrequenz ganz dünne Bleche haben, vielleicht nur noch 0,1 mm dick. - An dieser Stelle ergibt sich ein klarer Vorteil der eisenlosen Generatoren: Sie dürfen praktisch über eine beliebig großen Drehzahl- und Frequenzbereich betrieben werden, ohne dass die Verluste zunehmen.
Der magnetische Rückschluss hinter den Magneten ist in jedem Fall sinnvoll. Dort steht das Magnetfeld, es darf massives und beliebig dickes Eisen verwendet werden.
Die Schrägstellung der Klauen verringert das Rastmoment, spitz würde ich sie allerdings nicht machen, weil bei geblechten Klauen zu aufwendig. Vielleicht ist es noch effizienter und vor allem einfacher, die Magnete paarweise versetzt anzuordnen. Also Nordpol, ein Streichholz, Südpol, zwei Streichhölzer, Nordpol, ein Streichholz usw.
Die Leistungsbegrenzung beim Nabendynamo wird nach einer Erklärung dazu offenbar allein durch die Spule erzeugt. Die eisenhaltige Spule hat eine hohe Induktivität. Sie stellt einen Widerstand für Wechselstrom dar, der mit zunehmender Frequenz und Drehzahl ansteigt und damit den Strom begrenzt. - Auch hier hat die eisenlose Spule den Vorteil der ganz geringen Induktivität. Selbst bei hohen Frequenzen bremst die kernlose (Luft-) Spule den Strom nicht ab.
MfG. Andreas