Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 12:06

Einige Hersteller verwenden aus diesem Grunde sehr temperaturfeste Neodym Magnete, wie z.B. die
Firma Braun in ihren Generatoren. Allerdings sind derart tempertaurfeste Neodyms auch noch mal
teurer als es diese Magnetart ja ohnehin schon ist.
In der Hinsicht sind Ferritmagnete weitaus besser aufgestellt. Die halten meist 250 Grad aus.
Auch die Samarium-Kobalt Magnete liegen um die 250 Grad, haben aber eine höhere Remanenz als
Ferritmagnete und liegen um die 1 Tesla und sind somit fast so stark wie die Neodyms.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 12:10

Ach du Schande, das Harz wird im Backofen bei nur 60 Grad völlig weich, fast wie Kaugummi.
Ist das normal ? Ich hoffe nicht das mein Harz irgendwie überaltert war.
Ich habe gelesen das man es bei 50 - 60 Grad 4 Stunden aushärten lassen soll.
Da bin ich mal auf meinen "Kuchen" gespannt den ich in 3 Stunden aus dem Ofen holen werde. :)

Sicherheitshalber werde ich den Rest dieses Harzes jetzt nicht mehr verwenden, ist eh nicht mehr viel.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Hochfranke » So 31. Jul 2011, 12:42

Hallo Bernd
Viel weiß ich nicht aber kann man das Harz nicht auch mit UV-Licht aushärten?
Wäre keine thermische Belastung für die Magnete.

Grüße

Eberhard
Meine Homepage http://www.ebi-mueller.de
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 12:46

Die Magnetkraft meiner 60 Grad warmen Scheibe hat bei dieser Temperatur nachgelassen, das kann ich deutlich
spüren wenn ich den eisernen Meßstab meines Thermometers in die Nähe der Magnete bringe.
Ich finde das sehr erstaunlich das schon bei dieser Temperatur die Magneten merklich schwächer werden und
lässt den Schluss zu das ein Generator mit Neodym Magneten bestückt nur bei geringer Gehäusetemperatur
seine volle Leistung erbringen kann.
Im Umkehrschluss könnte es sein das der gleiche Generator im Winter leistungsfähiger ist als im Sommer.

Glücklicherweise soll die Magnetkraft nach Abkühlung zu 100% zurück kehren wenn zuvor die maximale Einsatztemperatur
nicht überschritten wurde. Das folgende Zitat fand ich auf der Seite eines Magnethandels :

" Mit steigender Temperatur verringert sich die Remanenz und damit das tatsächliche Energieprodukt eines Magneten.
Wird der Magnet bis zu einem bestimmten Punkt erwärmt (max. Arbeitstemperatur), so verliert der Magnet an Magnetkraft,
erlangt diese allerdings zu 100% wieder zurück sofern die Temperatur wieder fällt.
Wird der Grenzwert der max. Arbeitstemperatur überschritten, wird der Magnet irreversibel beschädigt, die Magnetkraft kann
dann nicht vollständig wiederhergestellt werden. "


Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 12:47

Viel weiß ich nicht aber kann man das Harz nicht auch mit UV-Licht aushärten?

Im Zusammenhang mit normalen Epoxidharz wie meinem habe ich davon noch nie etwas gelesen. :?
Das wäre natürlich eine schöne Lösung wenn das möglich wäre.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Ekofun » So 31. Jul 2011, 16:42

Hallo Bernd,

weiss nicht welche Harz Du nimmst,habe immer Poliester genommen(Für Auto) und er war nach spötesten 10 minuten hart und nach eine Stunde wie knochen,belastung 1200N/cm^2.Denke für unsere Zwek stabil genug.

Grüße

Ekofun
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 17:20

Ich verwende ganz normales Standard Epoxidharz. Das hat den Vorteil das es keine Lösungsmittel enthält
und daher beim Aushärten auch nicht schrumpft. Polyester verwende ich eigentlich gar nicht mehr
oder nur wenn ich eine sehr geringe Aushärtezeit benötige.

Grüsse

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 18:45

Die Scheibe ist aus dem Backofen heraus.
Dort lag sie auf einer mit Trennmittel behandelten Fliese.
Trotz des Trennmittels ist das im Backofen weich gewordene Harz an der Fliese festgeklebt.
Beim Lösen blieb das Harz teilweise an der Fliese kleben.
Daher sieht die schwarze Seite des Rotors jetzt grauselig aus. :(

Für mich scheint einigermassen sicher das das verwendete Harz nicht mehr gut war.
Ich habe hier noch ein Stück Harz das ich vor längeren aus einer anderen Sorte Epoxidharz gegossen
hatte und das ist super hart im Gegensatz zu dem Harz das ich auf der Magnetscheibe verwendet habe.
Vielleicht härtet es ja noch nach....vielleicht löse ich es auch mit Aceton an und rupfe es wieder herunter.

Wichtig war mir dann der Test mit der Spule, also Messung der Induktion bei 270 U/min wie auch schon vor dem
Backofen. Es ergab sich absolut genau die gleiche Spannung wie zuvor. Zumindest die Magnete funktionieren
also wie gewünscht.

Ich werde neues Harz ordern und überlege ob ich Vinylester kaufe. Das ist von Haus aus ohne tempern schon deutlich
temperaturbeständiger als Epoxidharz.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Tank » So 31. Jul 2011, 19:08

Hallo Bernd,
dann muss das Harz aber uralt gewesen sein.
Ich mache ja noch RC-Flugmodellbau (wenn ich mal Zeit habe) und habe 5-min-Epoxy, sowie 24h-Epoxidharz (Gießharz). Natürlich beides 2-Komp., verschiedene Mischungsverhältnisse, beides von R&G.
Ich habe auch ein Harz mit Härter benutzt, welches über das "Ablaufdatum" draussen war. Es verfärbt sich etwas mehr in Richtung gelb, aber ansonsten ist es ok.

Gruß
Frank
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 31. Jul 2011, 20:06

Bei meinem ist der Härter grün. :)
Aber vielleicht war das Zeug auch von Anfang an nicht in Ordnung, wer weiss.

Grüsse

Bernd
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