Hallo Allerseits,
wie ich lesen konnte, war die Problematik verschachtelter Wicklungen schon Thema dieses Forums. Ich habe mir darüber vor längerer Zeit Gedanken gemacht und verschiedene Testwicklungen erstellt. Die letzte Version möchte ich hier mal vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Dreiphasenwicklung für einen kleinen Scheibengenerator, der mit 10 Magneten pro Scheibe bestückt ist:
Die Spulen habe ich alle einzeln auf der selben Form gewickelt, sie haben also jeweils gleiche Drahtlängen. Vor dem Abnehmen von der Form wurden nur die langen Spulenschenkel mit Kleber versehen und danach die Wicklungsecken zusätzlich mit Drahtbindern gehalten (die kurzen Enden kann man oben noch sehen). Dann habe ich zwei Drittel der Spulen an den inneren und äußeren Umkehrschlaufen verbogen, also die langen Spulenschenkel in den Schraubstock mit Gummibacken gesteckt und die Enden mit Hammer und Holzstück um etwa eine Wicklungsdicke abgewinkelt. Erst danach wurden die restlichen Wicklungsteile mit Kleber getränkt.
Montiert wird dann, wie vielleicht oben zu erkennen, erst eine Spule mit den Abwinklungen nach unten, dann eine gerade Spule und zuletzt eine Spule mit den Abwinklungen nach oben. Als Unterlage dazu wird ein rundes, erhöhtes "Nagelbrett" gebaut, was erstens eine Höhenführung der Spulen im Magnetbereich erlaubt und zweitens die exakte Lage der Spulen im Kreis herstellt. Mit einem zweiten runden Brett, was aber etwas aufgebohrte Nagellöcher hat, werden die Spulenschenkel auf eine gleiche Höhe gedrückt (einige Schraubzwingen setzen und nachmessen). In dieser Lage kann das Spulenpaket dann innen und außen untereinander mit dickem Kleber verbunden werden.
Dieses Verfahren ist so nur für Doppel-Magnetscheiben geeignet, welche nicht vollständig vergossen sind, sondern Platz innerhalb und außerhalb des Magnetkreises bieten. Die Wicklungsdicke darf nicht höher als die Magnetdicke sein oder es muß ein größerer Luftspalt in Kauf genommen werden.
MfG. Andreas
