Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mi 25. Jan 2012, 18:59

Mit folgenden, "leicht" chaotisch wirkenden, Messaufbau habe ich den Vorschlag von Andreas nachvollzogen.
Jeder einzelne Draht des Phasenstrangs landete auf einem separaten Eingang meines 7 Phasen Gleichrichters.
Die Amperemeter waren wieder in die Drähte eingeschliffen.
Es floss absolut kein Ausgleichsstrom !!
Die Spannung hatte die gleiche Höhe wie zuvor, das löst das Problem ohne einen Nachteil zu erzeugen, prima !!

Das war mal wieder ein klassisches Beispiel dafür das das gebündelte Wissen und die Ideen in einem Forum ein Projekt
weiter bringen können als es ein einzelner alleine könnte. Danke !

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mi 25. Jan 2012, 19:20

Kleiner Nachtrag.
Es klappt auch wenn man die drei parallel geführten Drähte nur auf einer Seite separat auf Gleichrichtereingänge legt.
Die andere Seite kann dabei parallel verbunden und auf einem einzelnen Gleichrichtereingang verbleiben.
Der Symetrie halber und auch der Übersichtligkeit halber würde ich aber wohl jeden Draht auf einen separten
Eingang legen.

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon andreas » Mi 25. Jan 2012, 20:17

Hallo Bernd,

natürlich reicht das Entkoppeln der Drähte auf einer Seite. Ich war stillschweigend von einer Stern-Verschaltung ausgegangen, wo ja auch alle Drähte zentral im Sternpunkt enden. Da reicht auch je ein Gleichrichter-Eingang an den heißen Enden. Noch dazu können die Dioden deutlich kleiner ausfallen, weil jede nur noch einen Teilstrom führt. Ich denke, Du kämst mit einem Bündel 1N4007 locker zurecht.

MfG. Andreas
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mi 25. Jan 2012, 20:40

Die hat laut Datasheet aber nur 1 A. Aus den Drähten kommen pro Draht in einer Böe bis zu 5 A und normalerweise
können es im Dauerbetrieb bis zu ca. 2 oder 2,5 A pro Draht werden.
Auf der Seite wo die drei Drähte zusammen bleiben können fliessen dann sogar 3x soviel Ampere in den Gleichrichtereingang.

Was mir vorhin noch aufgefallen ist das der Generator selbst mit allen Statordrähten abgeklemmt aus hohen
Touren noch ein ganz leichtes Summen erzeugt das bei tieferen Drehzahlen verschwindet.
Ich konnte es erst hören als ich zum Andrehen den Akkuschrauber nahm, denn der bleibt nach dem Abschalten
sofort stehen im Gegensatz zur grossen Bohrmaschine.
Dieses noch verbliebene leichte Summen muss von den Wirbelströmen in den Drähten her kommen.
Dagegen hilft dann aber wohl wirklich nur dünnerer Draht.

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Mi 25. Jan 2012, 20:44

Hallo bernd

sehr interessantes thema ,ich bin jetzt auch auf der letzten seite angekommen (nur weil du meintest das sich recht wenige für dein projekt interessieren würden) die lösung mit der einzelgleichrichtung von andreas find ich sehr gut, auf grund der noch überschaubaren menge an dioden und der geringen ströme würde ich würde ich aber BY 255 dioden nehmen .

mfg.vm
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mi 25. Jan 2012, 20:55

Nee ich meinte den Tag nicht das sich wenige dafür interessieren, nur das plötzlich wenig Kommentare mehr kamen. ;)
Das hat sich ja nun geändert.
Danke das du bis zum Ende durch gehalten hast beim lesen. :)
Dieser Thread hat bald 9000 Zugriffe und ist damit glaube ich der meistbesuchte des Forums.

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Mi 25. Jan 2012, 21:36

Hallo Bernd

denk trotzdem mal über die BY 255 nach,die gibt es in der bucht als schüttgut (4,5 EU ink vers. für 40 st. und es sind schottky,s)??????????
ps.2st parallel geht auch sind dann 6A

mfg.volker
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Ekofun » Mi 25. Jan 2012, 21:41

Hallo Bernd,

ja,da hast Du volkomen Recht,zuerst kuke ich was bei dir neues gibt,lese mir das und wenn was zu sagen ist,sage ich wenn nicht oder ich weiss es nicht dann bin still.Es ist wirklich interesante Titel,und sehr lehrreich,kamen Erscheinungen vor die bis jetzt nicht dgekannt wurden.Sehr gute Lehrstof,und in Bücher findest Du so was nicht.!

Abgesehen davon,spreche für mich,liebe aktive E-Technik,Motoren,Genis,Trafos ect.Für Windräder habe nicht so viele könntnise ,kann zwar Savonius und Horisontale bauen nach Plan,aber das ist auch schon alles.Meine schwerpunkt sind Genis und Dinger wie oben aufgeführt.

Jede hat irgendwo sein Steckpferd stehen,oder?

Grüße

Ekofun
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon vm » Mi 25. Jan 2012, 22:16

Hallo Ecofun

genau so ist es, erst mal ein bischen in das thema einlesen ,da kann man sich schon 90% der fragen sparen und nervt nicht nicht zu doll.

ich bin erst mal bei generatoren da ich zu ddr-zeiten mal BMSR gelernt habe (das war so ne art eielegendewollmlichsau die von allem was konnte aber nichts richtig)halt metal-elektrik-elektronik usw. (tippen war nicht dabei deshalb dauert,s halt länger)
wenn ich mit den genis einen plan habe beschäftige ich mich mit einem sinnvollen antrieb dessen.
das heist das dauert noch aber ich glaube wenn man nicht von beiden dingen wenigstens das mindeste versteht muss man auch nicht zwingend anfangen ein windrad zu entwerfen

mfg.volker
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mi 25. Jan 2012, 22:39

Noch ein (zumindest für mich ) interessanter Versuch.
Ich wollte heraus finden wie stark der verbliebene Einfluss durch Wirbelströme oder was auch immer die Scheibe
noch bremst, tatsächlich noch ist.
Dazu kam mir die Idee die Zeit zu messen die die Magnetrotortscheibe nach einem Beschleunigen beim freien Auslaufen
bis zum Stand benötigt. Ich wollte das einmal mit und einmal ohne montierten Stator durchführen.
Das ganze natürlich ohne Last.

Als erstes beschleunigte ich den Rotor mit meinem Akkuschrauber mit montierten Stator auf Höchstdrehzahl
des Akkuschraubers.

Mit Stator:
Leerlaufdrehzahl 989 U/min
11,5 Sekunden bis zum Stillstand der Scheibe.

Dann habe ich den Stator nach hinten verschoben und zwar soweit das die Magnete keinen nennenswerten Einfluss
mehr auf den Stator ausüben können. Hier ein Foto davon :

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Dann drehte ich die Scheibe wieder an und sofort bemerkte ich das die Kräfte die der Akkuschrauber dafür aufwenden
musste geringer waren. Das fühlbare Drehmoment am Griff des Akkuschraubers, das ich durch die vielen Versuche
mittlerweile gut einschätzen kann, viel merklich kleiner aus.
Fast schon erschrocken war ich über die sich einstellende Leerlaufdrehzahl.
Waren es zuvor mit montierten Stator nur 989 U/min so waren es jetzt 1120 U/min !!

Die Werte ohne Stator:
Leerlaufdrehzahl 1120 U/min
27 (!) Sekunden bis zum Stillstand der Scheibe.

Die Scheibe braucht mehr als 3 x so lange bis zum Stillstand wenn der Stator entfernt wird !!
Da wird also immer noch mehr Leistung vernichtet als es die Erwärmung der Spulen glauben macht.
Ich befürchte das das aber mehr oder minder "normal" ist und bei jedem vergleichbaren Generator ebenso auftreten würde.
Bestimmt ist auch die hohe erzeugte Frequenz ein Faktor der die Bildung von Wirbelverlusten begünstigt.
Auf jeden Fall wird der nächste aus dünneren Draht gewickelt. :)

Grüsse

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