Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon Bernd » Do 26. Mär 2009, 17:13

Stav du hast Recht, ein Horizontalläufer, oder sagen wir besser ein Auftriebsläufer, braucht recht
grosse Flügellängen um ein so hohes Drehmoment zu erzeugen das für einen Nabendynamo notwendig wäre.
Es ist schlicht so, das ein Nabendynamo nicht zu einem schnell drehenden Windrad passt, diese benötigen
Generatoren die ebenfalls auf schnelle Drehzahl, bei wenig Drehmoment, ausgelegt sind.
Für jedes Wirkprinzip eines Windrades gibt es den perfekten Generator, für einen kleinen C- Rotor
ist der Nabendynamo sehr nahe am Ideal, nicht jedoch für den Rohrflügler.
Nachher male ich meine Ideen zu den Verdopplerschaltungen nochmal sauber ab und poste ihn dann hier,
wenn heute nicht auch wieder was dazwischen kommt . :)

Grüsse

Bernd
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon Menelaos » Do 26. Mär 2009, 19:44

NUn, so würde ich das nicht unbedingt sehen. Auch einen Rohrflügler kann man mit einer SLZ von 1,5 oder 2 auslegen. Dann hat er auch ordentlich Drehmoment. Allerdings muss man dafür bei dem relativ kleinen Durchmesser entweder einen sehr großen Rohrdurchmesser verwenden (z.B. 2 oder 3-Flügler) oder eben bei kleinerem Rohrdurchmesser sehr viele Flügel herstellen. Vor allem letzteres ist unpraktisch und so ist dneke ich der Aufwand eines Cansteins kleiner. Allerdings kann man mit ein oder 2 von diesen Kemo- Wandlern eigentlich jeden beliebigen nicht zu schnell drehenden DC Motor in einen Generator verwandeln und so seine 5 bis 10 Watt ernten und das mit sehr kleinem finanziellen Aufwand und wenig arbeit.

Dazu fällt mir auch imer wieder das "Aluwindrad" ein. Kennt ihr das?
Ich finds klasse

Gruß
Max
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon jb79 » Do 26. Mär 2009, 22:05

Menelaos hat geschrieben:Dazu fällt mir auch imer wieder das "Aluwindrad" ein. Kennt ihr das?
Ich finds klasse
Gruß
Max


Hallo Max, das sagt mir jetzt nicht wirklich was, hast du vielleicht einen Link dazu?

Hab mir gerade die beiden Videos vom Windstaf's Windrädern angeschaut, sehr eindrucksvoll wenn man siehr, was das Horizontalwindrad bei Böhen macht und was der C- Rotor. Ich glaube aber, daß sich die Windräder durch die Aufstellung knapp nebeneinander auch ein bißchen gegenseitig beeinflussen was dem Cansteon wohl nicht schadet, dem Horizontalläufer aber sichtlich Schwierigkeiten zu machen scheint.
Für den Durchmesser war das schon eine ordentlich hohe Drehzahl, aber der Wind scheint bei euch in Griechenland wohl auch ne Spur stärker zu blasen.
lg Jürgen
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon Bernd » Do 26. Mär 2009, 22:11

Ja das Alurad kenne ich Max, ich finde die Lösung mit zwei Reibraddynamos beim Alurad aber wesentlich uneleganter
und viel empfindlicher als die Lösung mit Nabendynamos wie bei Stav.
Ansonsten gefällt mir der günstige Preis des Alurades.
Du schreibst das man auch einen Rohrflügler auf ein geringes TSR konzipieren könnte, soweit
ich weiss sinkt bei einem Auftriebsläufer aber der Wirkungsgrad wenn man das TSR reduziert.
Allerdings wird das jetzt off Topic, deswegen werde ich jetzt gleich zwei Schaltungen für Stav posten.

Grüsse

Bernd
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon Bernd » Do 26. Mär 2009, 23:09

Hallo Stav, hier jetzt zwei Skizzen in denen jeweils die einfache Verdopplerschaltung
zum Einsatz kommt.

Beim linken Schaltbild erreicht man den positivsten Effekt dieser Schaltungsart. Nachteil ist
dabei, das man den Akku aus 4 einzelnen Blöcken erstellen muss.
Dadurch sind eher andere Spannungen als 12V möglich, denn eine Bleiakkuszelle hat 2V und
die eines NIMH Akkus hat ca. 1,2V. Einzelne Bleiakkuzellen sind sehr selten, daher liegt es
nahe hierfür NIMH (Nickelmetallhydrid) Akkus zu verwenden. So lassen sich einfach
Gesamtspannungen von z.B. 9,6V oder auch 14,4V erreichen.
Riesiger Vorteil der linken Schaltung ist, das die Akkus sehr früh, also bei sehr wenig
Drehzahl geladen werden. (ca. 50% eher als mit einfachen Brückengleichrichtern) Zusätzlich
sind 4 Dioden weniger im Stromlauf, und damit weniger Verluste, als bei Verwendung von
zwei Brückengleichrichtern.
Mit der linken Schaltung lässt sich bei gleicher Drehzahl gegenüber der Nutzung von Brückengleichrichtern
statt eines z.B. 12V Akkus sogar ein 24V Akku laden.

Das rechte Schaltbild bitte ich nochmal durch andere User zu überprüfen, es ist eine Idee von mir
und ich bin mir nicht ganz sicher ob das so ok ist.
Sie zeigt eine Beschaltung die ähnliche Ergebnisse liefert wie deine bisherige Schaltung mit zwei
Brückengleichrichtern, allerdings ebenfalls mir dem Vorteil das nur die Hälfte der Diodenverluste
auftreten. Da hier gegenüber der linken Schaltung der Akku aus nur zwei Blöcken erstellt wird,
kann man auch einfach auf 12V kommen wenn man 2 x 6V Akkus verwendet.

Grüsse

Bernd

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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon windstav » Do 26. Mär 2009, 23:46

Hallo Bernd ,

danke für die Schaltungen.
Die Schaltung rechts irritiert mich ein wenig, aber ich werde sie morgen testen.

Gruß
Stav
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon jb79 » Fr 27. Mär 2009, 13:48

Würde bei unterschiedlichen Generatoren die linke Schaltung meiden, da der stärkere Generator die dort angeschlossenen Batterien mehr lädt und das bei einer Reihenschaltung problematisch ist.
Besser ist die rechte Schaltung, das ist genau das, was ich in meinem Post am Donnerstag gemeint habe, also eine Parallelschaltung der beiden Verdopplerschaltungen am Akku. Bei der Schaltung ist es egal, ob einer der Generatoren stärker ist und minimal mehr Spannung liefert, er wird einfach dadurch dann stärker belastet und das Ganze gleicht sich so aus.
Zuletzt geändert von jb79 am Fr 27. Mär 2009, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
lg Jürgen
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon windstav » Fr 27. Mär 2009, 14:36

Hallo Jürgen,
bitte schreibe noch einmal , welche besser geeignet ist. Du schreibst zweimal
die linke Schaltung
und ich komme nicht klar damit.

Bernd: ich habe die rechte Schaltung angefertigt und getestet. Allerdings nicht mit Batterien , sondern mit zwei 12V Auto Lampen als Widerstand. Mir ist , als würde der eine Kreislauf den anderen aufheben. ?
Ich habe bei 50 U/m 2V je Kreislauf gemessen. Ohne Widerstand sind es je 4V.
Bei 85 U/m mit Widerstand je 4V.

Natürlich werde ich das auch mit Batterien probieren, nur hab ich im Moment keine 6V Bleibatterien.

Gruß
Stav
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon jb79 » Fr 27. Mär 2009, 15:04

Klar, war nur ein Tippfehler bzw. kurzer Denkfehler. Meinte natürlich, daß die rechte Schaltung besser geeignet ist, hab das jetzt korregiert, nachdem mich Andre per PM darauf aufmerksam gemacht hat.

Damit die Spannungsverdoppelung ohne Batterien funktioniert mußt du Kondensatoren nehmen, jeweils ein Kondensator (oder eben 6V Akku) und eine Diode gehören zusammen und sind während der Hälfte der Zeit (positive oder negative Halbwelle der Spannung) im Einsatz.
Wie das funktioniert ist hier sogar animiert dargestellt. Wenn du nur einen Widerstand (bzw. eine Glühlampe) dahinterschaltest dann ist die Spannung an dem Punkt bereits wieder auf 0 zusammengebrochen wenn die andere Diode leitend wird, dadurch mißt man dann nicht eine verdoppelte Spannung sondern nur die einfache Spannung hinter der Schaltung..

Wenn du 2 gleiche Kondensatoren hast, kannst du das aber gleich mal testen indem du die wie im Bild einbaust (+/- nicht vertauschen!). Je größer die Kapazität der Kondensatoren, desto besser.
lg Jürgen
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Re: Dreiflügler mit zwei Nabendynamos

Beitragvon windstav » Fr 27. Mär 2009, 15:40

Hallo Jürgen,

danke für die Erläuterungen.
Ich habe das getestet, und zwar habe ich in die rechte Schaltung von Bernd zwei Elkos, je 470 μF, an die Stelle der Batterien angeschlossen.
Das Ergebnis ist sehr gut.
Bei 60 U/m 20 V
Bei 65 U/m 15V diesmal mit angeschlossener 12V Lampe.

Strom kann ich nicht richtig messen. Mein Multimeter zeigt zwar , dass es deutlich über 250 mA sind und etwa 400 mA aber genau geht das nicht. Vielleicht messe ich auch falsch.

Gruß
Stav
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