von Constant » Mo 10. Mai 2010, 15:13
Hallo
Die Frage ist nicht, (denke ich) wie messe ich ich meine Schnellaufzahl sondern: Ist meine ereichte Schnellaufzahl an die Flügel und an den Generator angepasst. Nur dann bekomme ich optimale Leistung. Die Anpassung an die Flügel ist dabei noch am einfachsten. Dazu muss die Verdrehung im Flügel an jedem Ort genau mit dem Schnelllauf übereinstimmen. Die Flügeltiefe aber auch. Ich versuche es mal ganz einfach. Du hast irgend einen Flügel. Nehmen wir an (der Einfachheit halber) der Schnellauf wäre 8. Dann würde der Flügel aussen natürlich mit einem Schnelllauf von 8 laufen in der Mitte der Länge nur noch mit 4, auf 1/4 bzw. 0.25X der Länge mit 2 und ziemlich nahe an der Nabe bei Länge 0,125X mit einem Schnellauf von 1. Rein theoretisch wäre dies somit ein Schnelllauf von 45 Grad. FALSCH. Weil der Wind aber während dem Durchgang durch den Repeller um 1/3 abgebremst werden muss, ist dort der Anblaswinkel des Windes auch 1/3 geringer dh noch 30 Grad. Bei der Flügellänge 1/4 nur die Hälfte hiervon, sprich 15 Grad. In der Hälfte des Flügels nur noch 7,5 Grad und aussen am Flügel genau 3.75 Grad. Das ist jetzt der Anblaswinkel. Der Flügel hat aber einen geringen Anstellwinkel den wir von aussen nach innen variabel machen (Wegen der Flügeltiefe) mit 2 Grad aussen, dann 4 Grad, 6 Grad und 8 Grad bei der Nabe. Wodurch unser definitive Verdrehung jetzt lautet 30-8= 22 Grad , dann 15-6= 9 Grad; 7,5 -4 = 3,5 Grad und aussen 3,75-2 = 1,75 Grad. Jetzt ergibt deine Flügeltiefe und der jeweilige Schnelllauf bei diesen Anstellstellwinkel von 2 bis 8 Grad ein gewisser Auftieb, welcher über den gesamten Flügel gleich gross sein muss. Er ist abhängig vom verwendeten Profil . Hierzu muss du die entsprechenden Tabellen zu Rate ziehen. Erst dann kannst du überall die Flügeltiefe bestimmen. So Phantastisch!!!!!!!!! Dein Flügel ist jetzt optimal ausgelegt und du weisst ausserdem, ob du ihn auch richtig (im richtigen Winkel) befestigt hast. Jetzt kennst du den Schnelllauf und musst deinen Generator anpassen, was allerdings etwas schwieriger ist. Du musst wissen wieviel Leistung dein Generator bei welcher Umdrehungszahl abgibt. Da hilft nur messen auf einem Teststand. Du wirst allerdings keinen Generator finden, welcher die Leistung genau so abgibt wie deine WkA. Bei kleinen Umdrehungszahlen ist der Generator immer zu kraftvoll und bei grossen Windgeschwindigkeiten zu schwach. Hier hilft nur ein brauchbarer Mittelweg oder eine elektronische Regelung was natürlich bei allen grossen Windkraftanlagen selbstverständlich ist.
So jetzt kannst du dich an die Arbeit machen und deine WkA auf die optimale Leistung auslegen.Wenn du einen unpassenden Flügel oder Generator hast, wirst du allerdings nie eine hohe Leistung erreichen.
Gruss
Constant