Dreiphasenwicklung

Re: Dreiphasenwicklung

Beitragvon andreas » Fr 11. Dez 2009, 23:17

Hallo Bernd,

beliebige Temperatur ist zutreffend - man sollte sie auch messen und halten können. So eine Gasflamme ist recht heiß und vielleicht auf Dauer etwas zu viel für so ein kleines Zinnbad. Ein Lötkolben mit Dimmer davor läßt sich besser regulieren und neigt weniger dazu, das Bad aufzukochen. Flüssiges Zinn auf der Haut ist schon bei Löttemperaturen nicht mehr angenehm, bei deutlich mehr Hitze dürfte es zu Verbrennungen kommen. Außerdem besteht dann die Gefahr, daß sich das Zinn in seine Bestandteile zersetzt und dann ist es unbrauchbar.

MfG. Andreas
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Re: Dreiphasenwicklung

Beitragvon Bernd » Fr 11. Dez 2009, 23:31

beliebige Temperatur ist zutreffend - man sollte sie auch messen und halten können

Wer gar keine Ahnung hat sollte es lieber lassen, aber man muss nicht immer alles messen.
Gasflammen lassen sich übrigens auch regeln und im Abstand zum Tiegel positionieren, man muss nicht
stumpf Vollgas drauf halten bis es glüht. Also so ein bisschen muss man das natürlich schon beuteilen können
was man da vor hat, das ist klar.. :) Aber man muss auch nicht mehr dramatisieren und komplizieren als nötig.
Es geht durchaus auch oft ohne Messgeräte sehr gut mit etwas Gefühl für eine Sache, was aber viele bereits
verloren haben durch die ganzen "Helferlein" die abhängig machen und deren Notzwendigkeit gerne mit der
"höheren Genaugigkeit" begründet werden. :) ;)

Übrigens hat sich das Thema gerade erledigt, mein Draht ist resistent gegenüber hohen Zinntemperaturen.
Ich habe eben den Härtetest gemacht und extra den Lötkolben raus gekramt bei dem die Regelung kaputt ist.
Dieser lässt das Zinn fast verdampfen und ist im Grunde daher nicht mehr zu gebrauchen, ausser man besitzt
Gefühl für die Sache und lötet nur ganz kurz ;)
Ich habe also meinen Draht gute 30 Sekunden im flüssigen Zinn dieses Lötkolbens "gebadet". Ich schätze die
Temperatur auf weit über 450 Grad. Der Draht zeigt keine, absolut keine, Schäden am Lack.
Dann der nächste Härtetest. Wieder ein Stück Draht, diesmal in die Flamme eines Gas Feuerzeugs. Erst
nach ca. 15 Sekunden fängt der Lack langsam an sich zu zersetzen und auch nach 30 Sekunden ist er nicht
vollständig verbrannt, unglaublich. Auch nach dieser Zeit war teilweise noch "Lack" unter der schwarzen Asche
auszumachen, das Kupfer daneben allerdings schon schön oxidiert.

Da habe ich wohl nicht gerade Draht mit "Lötlack" erwischt.
Also entweder mechanisch Entlacken vor dem Verlöten, oder ein Lösungsmittel für diesen Lack finden. :)

Grüsse

Bernd
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Re: Dreiphasenwicklung

Beitragvon finn » Sa 12. Dez 2009, 09:17

Mechanisch ^^
Hast ja genug Freunde, die dir dabei helfen können ^^
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Re: Dreiphasenwicklung

Beitragvon Savoniususer » So 13. Dez 2009, 21:44

Hi Bernd,

nimm doch gutes feines Schleifleinen = Sandpapier.
Das müsste recht schnell gehen und da musste nicht mit dem Cuttermesser
aufm Draht rumkratzen.
Schleifleinen um den Draht wickeln, etwas hin- und herdrehen und abziehen -
müsste eigentlich gehen ;-)

Grüße

Savonius
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Re: Dreiphasenwicklung

Beitragvon andreas » So 13. Dez 2009, 23:46

Hallo Savonius,

das ist wohl nichts für Bernd, der braucht eine Rundumlösung auf einen Schlag für alle Drahtenden - Sandstrahlgebläse oder so etwas... Bei dickem Draht tut es vielleicht auch eine scharfe Topfbürste im Schrauber oder der Bohrmaschine, am Kupfer und Lack dürfte sich so etwas nur schwer abnutzen.

MfG. Andreas
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