Ringkerngenerator

Re: Ringkerngenerator

Beitragvon arcobär » Do 26. Nov 2009, 12:53

Das zackige Teil im Innern des Generators ist eine Art Wickelkörper für die Wicklung, ich nehme an aus Plaste.

Thurner hat als Last Lampen genommen und den Lampenstrom und die Spannung gemessen. Der Widerstand der Lampen nimmt natürlich mit steigender Spannung durch die Erwärmung zu, so kommt man auf so eine Belastungstabelle.
Die leicht schwankenden Werte könnten an einer nicht sehr genauen Drehzahlmessung liegen.

Macht Thurner nicht so schlecht, sein eisenloser Generator ist doch ein Sahnestück.

Gruß Uli
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon andreas » Do 26. Nov 2009, 21:15

Hallo Uli,

nach jüngsten Basteleien halte ich das Prinzip für nur wenig effizient, verglichen mit den uns bekannten Luftspulen. Da ist im Ringkerngenerator viel Material verbaut, es kommt aber wenig Leistung raus.

MfG. Andreas
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon arcobär » Fr 27. Nov 2009, 09:31

Hallo andreas,

vielleicht machen wir etwas falsch?
Thurners Ergebnisse sind seltsamerweise recht gut. Auch eine mir bekannte Firma, die kleine Hochleistungsmotore (bis 2 KW) baut, hat einen Generator füe Windräder nach diesem Prinzip entwickelt, der gut funktionieren soll.
Vielleicht sollte man mal mit FFM simulieren.

Gruß Uli
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon andreas » Fr 27. Nov 2009, 15:33

Hallo Uli,

natürlich kann es sein, daß die uns zur Verfügung stehenden Materialien nicht für diesen Zweck geeignet sind. Einen konkreten Hinweis auf die eingesetzten Materialien für den Kern habe ich nicht gefunden. Eine Simulation hatte ich schon mal angeregt, aber darauf hat niemand reagiert.

MfG. Andreas
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » Sa 28. Nov 2009, 08:43

Ich habe so eine Idee, vielleicht ist es der "Wickelkörper" den Uli beschrieb, der für den Erfolg
ausschlaggebend ist.
Ich meine damit die "Nuten" die man bei Thurners Generator im Inneren sieht.
Wenn das tatsächlich eiserne Nuten sind, dann würde der Fluss dort im Gegensatz zu euren
Generatoren NICHT durch die äussere Spulenschicht, sondern über das Eisen direkt in den Kern
geleitet.
Es ergäben sich zwei Veränderungen:
Erstens wäre der Fluss im Eisen durch die viel geringere Luftstrecke zwischen Magneten und Kern
viel grösser.
Zweitens würden die Wicklungsdrähte nicht mehr direkt vom Magnetfeld getroffen.
Bislang sind wir immer davon ausgegangen das dieser Anteil direkter Induktion ein Teil der
Gesamtleistung dieser Bauform ausmacht, aber wissen wir überhaupt ob die induzierte Spannung
die durch die direkte Induktion erzeugt wird überhaupt die richtige Polung zur induzierten Spannung in
der Spule hat ? Ich meine es kann ja sein das die induzierten Spannungen gegeneinander arbeiten.
Vielleicht hat Thurner deswegen diese Nuten verwendet.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon andreas » Sa 28. Nov 2009, 11:11

Hallo Bernd,

mit einem wie auch immer genutetem Ringkern wäre der Vorteil der Rastfreiheit verloren. An einem Wickelkörper selbst kann es nicht liegen, der selbst ist unmagnetisch.

MfG. Andreas
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » Sa 28. Nov 2009, 11:40

Ja ich meine ja gerade das es kein Wickelkörper ist, sondern eiserne Nuten, sonst
würde das gar keinen Sinn machen solche Dinger bis über die Wicklung ragen zu lassen.
Welchen Zweck sollte so ein Kunststoffding erfüllen ?

Das mit den Rastungen spricht allerdings wieder gegen meine Theorie. Aber ein Kunststoffkamm
ist das sicher nicht.
Habe mir gerade das Foto noch mal angeguckt, man erkennt deutlich Flächen die metallern erscheinen.
Für mich sind das Eisenflächen, ganz ähnlich wie bei einem genuteten Motor.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon arcobär » Sa 28. Nov 2009, 13:29

Bernd, wenn du mal einen Ringkern bewickelt hast, weist du wie nützlich ein Wickelkörper ist. Ohne ist es sehr schwer eine saubere, insbesondere mehrlagige Wicklung aufzubringen.
Ringkerne, besonders kleine, wickeln sich besch... In der Industrie gibt es dafür Maschinen.

Bei mir war zwischen den Magneten noch Platz, bei Thurner liegen sie direkt aneinander.

Uli
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » Sa 28. Nov 2009, 13:37

Eine Wickelhilfe ist das ganz sicher nicht, auch keine Abgrenzung der Wicklungen, denn es gibt nur soviele
Wicklungen wie er Magnete hat. Wäre es eine Wickelhilfe dann würden diese recheckigen Flächen, die aus
sehen wie Polschuhe, gar keinen Sinn machen.
Für mich sind es Polschuhe, die in Verlängerung durch die Spule hindurch zum Kern führen.
Diese Polschuhe sollen verhindern das die Kupferdrähte direkt von den Feldlinien der Magnete getroffen werden.
Vermutlich will Thurner nur im Kern ein Magnetfeld haben.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringkerngenerator

Beitragvon Bernd » Di 8. Dez 2009, 23:53

Schaut mal, schon vor 1900 hat man auch ganz ähnliche Generatoren gebaut.
Auch in diesem Generator wird druch die Wicklung hindurch in einen Kern hinein der
magnetische Fluss eingebracht. Auch bei einer grossen Motorenfirma in unserer Gegend
sah ich einen ganz ähnlichen Generator live im Eingangsbereich.

http://cgi.ebay.de/R-E-M-historischer-G ... 0441922128

Grüsse

Bernd
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