Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Bernd » Di 28. Jul 2009, 21:35

Hallo Max das finde ich eine sehr gute Idee was du da vor hast, aber was werden nur gewisse Leute dazu
sagen wenn du etwas aus dem "Konkurenzforum" baust ? :) (scherz)

Die Idee mit dem Stativ finde ich auch gut, benutze ich doch selber eins im Garten für den Canstein Testrotor.

Die Geräusche die das Windrad produziert werden beim Canstein fast überhaupt nicht aus dem
Rotor selbst entstehen, sondern es werden die typischen "Generatorgeräusche" sein die über den Masten
nach unten übertragen werden.
Eine Montage auf einem Wohnmobil würde ich persönlich daher doch eher ausschliessen.

Grüsse

Bernd
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Carl von Canstein » Mi 29. Jul 2009, 07:33

Nochmal zurueck zum Verspannen des als Drehachse funktionierenden Mastes diagonal nach unten - da muesst Ihr den Winddruck einbeziehen. Der Winddruck auf den Rotor verursacht bei diagonaler Verspannung nach unten die Verkantung und damit Reibung des oberen Drehlagers und auch einen Zugdruck ueber die Stage (Verspannseile) nach unten auf das untere Lager. Dies natuerlich um so mehr, je staerker der Wind blaest. Die Spannseile nicht so fest anzuziehen, bringt dann (bei Starkwind) leider nicht viel.
Ich habe schon Darrieuskonstruktionen gesehen, wo man versucht hat, dieses Problem dadurch zu loesen, dass man die Verspannung zunaechst waagerecht auf drei ausserhalb des Rotors stehende Verspannmasten gefuehrt hat und dann erst diagonal nach unten, mit Erfolg.
Bernds Einwand zu den Schwingungen bei einem 6m langen Mast ist auch ernstzunehmen, zumindest muesste man pruefen, welches Biegeverhalten der als Mast geplante Teil von einem Windsurfrigg hergibt. Wie steif sich der Mast verhaelt, haengt - neben Materialeigenschaft und Durchmesser - auch von dem Gewicht ab, welches auf ihm lastet. Wenn der Rotor schoen leicht gebaut ist und der schwere Generator am Boden betrieben wird, kann es vielleicht gehen.
Zudem gibt es ja vielleicht auch die Moeglichkeit, den Rotor waagerecht an umstehenden Baemen oder Gebaeudeteilen zu verspannen, sodass man nicht auf Stangen dafuer angewiesen ist.
Gruss, Carl
Carl von Canstein
 

Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Kyrill » Mi 29. Jul 2009, 08:28

Hallo Carl,

dass ist es, was ich an Foren so liebe. Viele Ideen bringen einen weiter. Danke für den Tipp mit der waagerechten Seilführung. Bin ich noch nicht drauf gekommen. Das Biegemoment durch die Last des Rotors war auch so ein Hinweis, der beachtung finden muss. Mal sehen, was mir und Euch (Hut ab!) noch so durch den Kopf geht bei der Planung...

Gruß Peter

@Max: Da ich ja jetzt schon viel gelesen habe, folgende Gedanken zu deinem Scheibengenerator: Brächte es nicht mehr, wenn die Magnete in radialer Richtung länglich und schmaler wären und die Spulen in Richtung Drehachse auch länger wären? Dadurch müßten sich doch die ungenutzten Teile der Wicklungen verkleinern lassen und die nutzbaren vergößern?
Ich hab hier schon den ganzen Morgen das schwarze Bild mit deinem Generator liegen und grüble...

Gruß Peter
lG Peter
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Bernd » Mi 29. Jul 2009, 10:39

Ja das würde eine Menge bringen allerdings den Magnetpreis auch deutlich anheben.
Das war wohl der Hauptgrund warum Max sehr günstige quadratische "Standardmagneten"
verwendete, was ja auch durchaus Sinn macht wenn man damit das selbst gesteckte
Ziel ebenso, nur kostengünstiger, erreichen kann.
Für einen niedertourigen Generator wären längliche Magnete mit mehr Magnetmasse auf
der Scheibe, sicher nicht schlecht. Ist halt immer eine Frage des Preises.

Grüsse

Bernd
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Bernd » Mi 29. Jul 2009, 10:48

Noch eine Idee:

Da keine riesigen Leistungen zu übertragen sind könnte man auch ein kleines und nahezu
lautloses (wichtig beim Campen) Zahnriemengetriebe, ein- oder zweistufig, zum Einsatz bringen.
Die oftmals erhältlichen "Standardzahnriemen" wie sie z.B. bei Conrad zu kaufen sind, können
meines Wissens nach ca. 300 Watt übertragen.
Bei einer z.B. 1:10 Übersetzung könnte ein eisenloser Generator dann sehr klein, leicht und auch
sehr kostengünstig ausfallen.
Selbst mein kleiner Testgenerator würde dann schon den Anforderungen voll genügen und der ist im
Verhältnis sehr klein und wiegt vielleicht gerade mal 2 Kilo und könnte, wenn nötig, bis ca. 400 Watt abgeben.
Nur sone Idee..

Grüsse

Bernd
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Kyrill » Mi 29. Jul 2009, 11:49

Bernd hat geschrieben:Noch eine Idee:

Da keine riesigen Leistungen zu übertragen sind könnte man auch ein kleines und nahezu
lautloses (wichtig beim Campen) Zahnriemengetriebe, ein- oder zweistufig, zum Einsatz bringen.
Die oftmals erhältlichen "Standardzahnriemen" wie sie z.B. bei Conrad zu kaufen sind, können
meines Wissens nach ca. 300 Watt übertragen.
Bei einer z.B. 1:10 Übersetzung könnte ein eisenloser Generator dann sehr klein, leicht und auch
sehr kostengünstig ausfallen.
Selbst mein kleiner Testgenerator würde dann schon den Anforderungen voll genügen und der ist im
Verhältnis sehr klein und wiegt vielleicht gerade mal 2 Kilo und könnte, wenn nötig, bis ca. 400 Watt abgeben.
Nur sone Idee..

Grüsse

Bernd


Gute Idee, Bernd,

da ich aus der Modellbauecke komme, habe ich auch schon an Miniaturzahnriemen gedacht, schön wäre es, wenn du deinen Testgenerator mal in Details beschreiben und fotografieren könntest. Einiges habe ich schon gefunden, aber irgendwie noch nicht komplett. Ein "Eisenloser" würde den Campingansprüchen nach wenig Gewicht für den Transport sicher entgegenkommen. Ich habe nur erhebliche Probleme mit der Wickelrichtung und dem Zusammenschalten der Spulen (bei Drehstrom), sowie der Ausrichtung der Magnetfelder auf dem Rotor. Das müßte mir noch mal einer erklären. Vielleicht kannst du das beleuchten, Bernd?

Gruß Peter
lG Peter
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Bernd » Mi 29. Jul 2009, 12:30

Ja das kann ich ganz bestimmt Peter, da es aber etwas Zeit in Anspruch nimmt werde ich das heute
abend sehr spät oder morgen abend machen müssen.
Nur so viel: Man bräuchte um die 30 Magnete z.B. 20 x 20 x10mm (also rechteckig und nicht rund)
Durchmesser wären dann ca. 25cm, Übersetzung wäre dann ca. 1:5. Es ginge auch mit 5mm dicken Magneten, dann Durchmesser ca 18cm und Übersetzung ca. 1:10 Das entspricht in etwa meinem Testgenerator der bei ca. 300 U/min
ungefähr 14 Volt liefert, etwas grösser wäre aber nicht schlecht, bzw würde sich schon eine Verbesserung durch
eckige Magnete ergeben da diese mehr Masse besitzen.
Die Spulen sind alle gleich gewickelt. Es gibt zwei verschiedene Arten wie man die Spulen erstellen kann,
aber dazu im Detail später mehr.

Grüsse

Bernd
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Flo Celle » Mi 29. Jul 2009, 13:00

@Kyrill

Hay ich wollte mich der unterhaltung auch mal anschließen und meinen senf dazu geben Ich habe schon eine weile im kopf sowas äliches zubauen nur halt für eine andren zweck da ich mich magels wissen :oops: nicht an der unterhaltung über die generator technick beteiligen kann habe ich aber ein Idee für den mast Fuss oder das "fundament " ich habe dazu mal was gezeichnet da worte halt nicht so ausagekräftig wie blidchen sind ! ;-) vieleicht hilft es ja zum erfolg deines wunsches :-)

Also zu sehen ist ein "Rad" der das rad an deinem WOHMO oder wohmoanhänger darstellen soll diese Rad befindet sich auf einer stahl platte darunter sind Akustick kegel die habe den efeckt das sie durch ihre geringe auflage fläche von weiniger als 1mm² /stück kaum akustick und vibrationen weiterleiten können weitere dämfpung bietet dann natürlich auch noch der Reifen womit der rest auch nocht getilgt werrden sollte !!
Die Akustick kegel stehen oder sind verschraubt mit einer aus bootsbausperholtz verleimten Platte aus 3 stück je 19 mm stark so das du eine paltte von 57 mm erhältst diese sollte reichen um einem Rohr als mastfuss oder dem generator eine stabiele grundlage zu bieten !
zwischen den kegeln und der bootsbau sperholtz platte sollte man vileicht noch ein bischen blech bringen um die auflage fläche zu vergrößern damit sich die kegel nicht unter dem gewicht ins holz eindrücken .
die Stahlplatte könnte kleine senken bekommen da wo die kegel sitzen so das ein veruntschen der platte auf den kegeln verhindert wird !
so aber nun die bilder !
Dateianhänge
Fundament für kämping mast-Model2.pdf
(98.92 KiB) 91-mal heruntergeladen
Fundament für kämping mast-Model.pdf
(100.5 KiB) 87-mal heruntergeladen
Ich habe ein PROBLEM RECHTSCHREIBUNG ! also Keine Kommentare ich Seh meine Fehler zwar meistens nicht aber ich weiß das ich welche habe also wer welche findet darf sie behalten und DAS WERDEN LEIDER EINE MENGE SEIN !! :-(
Flo Celle
 
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Menelaos » Mi 29. Jul 2009, 21:35

Nun bin ich aber sehr erstaunt...

Hätt nie gedacht dass ich von Bernd mal den Vorschlag hören würde ein Getriebe zu verwenden...
Wenn man das macht, kann man aber auch auf deutlich günstigere Generatoren zurückgreifen, Scootermotoren zum Beispiel.

Mit der Wahl meiner Spulen und Magnete verhält es sich so wie von Bernd bereits ebschrieben...

Gruß
Max
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Re: Kyrill ist neu und braucht Hilfe...

Beitragvon Bernd » Mi 29. Jul 2009, 23:33

Wenn man das macht, kann man aber auch auf deutlich günstigere Generatoren zurückgreifen, Scootermotoren zum Beispiel

Günstiger als der grosse Scheibengenerator sicher, aber der hinter einem Riemengetriebe nötige kleine eisenlose kostet
ja wirklich nicht mehr die Welt. Mein jetziger Testringgenerator kostet an Bauteilen so 40 - 50 Euro. (Magnete 19,80)
So liegen die Scooterdinger auch in etwa. Aber selbst beim doppelten Preis wäre ein eisenloser immer noch die bessere Wahl.

Man könnte ausser einem Scootermotor z.B. auch einen kleinen industriellen Servormotor mit Getriebe verwenden.
Der sogar mechanisch sicher noch besser geeignet wäre, das ist wohl richtig.
Aaaaber man darf dabei nicht vergessen das so ein Getriebe vor einem "normalen" Generator dessen eisenbedingtes
Rast- und Haltemoment und somit auch dessen Verluste im Verhältnis der Übersetzung mit verstärken würde.
Gerade das Fehlen dieser Nachteile ist ja das Plus einer eisenlosen Konstruktion die sich auch nach einer
Übersetzung von den genannten 1:10 noch nahezu genauso leicht und verlustfrei drehen lässt wie ohne Getriebe und somit
auch kleine Windstärken gut nutzen kann. Beim Scootermotor wäre eine Übersetzung von ca. 1:40 nötig, das kann
man vergessen denn das Anlaufmoment würde dann zuviel Verluste bereiten. :(
Ein Getriebe "verbraucht" allerdings auch etwas Leistung. Bei den hier ausreichenden kleinen Riemendimensionen
hoffe ich das das nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Das muss man ausprobieren. Auf jeden Fall würde es das Gewicht
des transportablen Windrades und auch das Generatorvolumen ganz erheblich reduzieren. Ähnliches gilt für den Preis
des Generators.

Grüsse

Bernd
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