Hallo Bernd
Bernd hat geschrieben:Ich besitze schon den Einspeiser "Windmaster 500" der in einem Spannungsbereich zwischen ca. 35 und 125 Volt arbeitet.
Wenn ich nun anstatt 60 Windungen nur 8 Windungen verwende, dann erhalte ich bei 1000 U/min anstatt 1000 Volt
nur noch 133 Volt, wenn alle Phasen nach Gleichrichtung in Reihe verschaltet werden. Zur Erinnerung, es werden 4 Phasen.
Ich melde mich wieder mit folgender Angelegenheit:
Mich beschäftigt das Problem mit der Nutzungsbereich des Generators, weil ich auch Absicht habe einen ähnlichen Generator wie Deiner zu bauen.
So beobachte ich Dein Vorgang beim Bau und lerne....
Ohne abzugucken hätte ich es sicher niemals gewagt, den Aufbau eines Genis selbstständig zu planen

Ich erwäge dabei auch manchmal die Lösungen, die VILLEICHT auch naiv sind, deshalb als Nicht- Elektriker wage ich mich eine solche Lösung unter scharfe Kritik zu stellen

Die theoretisch abnehmbare Leistung an Deinem Generator bei 100U/min beträgt:
Spannung: ca. 13,3V
Drahtquerschnitt ca.1,5mm2
Allgemein nimmt man Strombelastbarkeit ca. 2,5A / 1mm2 Kupfer an.
Maximale Strombelastbarkeit des Drahtes im Generator: ca.3,75A
3,75A*13,3V = 49,8 W – die man rein theoretisch schon bei 100U/min vom Generator zum Windmaster abführen könnte, wenn die Spannung ausreichend wäre...
3,75A*35V = 131W – erst ab diesem Wert fängt die Stromabnahme mit dem
Windmaster 500 an.
Stromabnahme im Leistungsbereich ca. 50W – 130W aufgrund der zu niedrigen Spannung des erzeugten Stromes geht verloren.
Dieses unbenutzbare Leistungsbereich entspricht wohl den Windgeschwindigkeiten die am meisten vorkommen
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Die vorgeschlagene Lösung:
Dein Generator induzieret Strom mit Frequenz 50Hz bei Drehgeschwindigkeit 125U/min.
Dies ist wichtige Voraussetzung, denn für diese Lösung eignen sich wohl nur Genis, die ausreichende Stromfrequenz aufweisen.
Ab 100U/min (40Hz) ist der erzeugte Strom schon ziemlich gut transformierbar und mit zunehmender Drehgeschwindigkeit wird’s damit immer besser.
Weil der Windmaster 500 die Mindestgrenze 35V aufweist und im unteren Spannungsbereich eher ineffektiv ist, nehme ich die „gewünschte“ Untergrenze der Spannung in Höhe 40V an.
Spannung gewünschte / Spannung erreichte = 40V / 13, 3V = 1 / 3
Nehmen wir an, daß direkt im Stromgenerator (oder nebenan) einen Transformator mit Spannungsübersetzung 1 / 3 rangebracht wird, der sich automatisch erst bei 100U/Min anschaltet und bei ca. 300U/min sich wieder abschaltet – zugleich bei 300U/Min wird (wieder mal automatisch) direkte Verbindung zwischen dem Generator und dem Windmaster hergestellt.
Die Abschaltung/Umschaltung des Transformators müßte also stattfinden, wenn die transformierte Spannung sich gerade der erlaubten für Windmaster Obergrenze 125V genähert hätte.
Die Spannung vom Generator (ohne Transformatoreinsatz) im Drehgeschwindigkeitsbereich 300U/min – 900U/min hätte sich dann entsprechend im „grünen Bereich“ ca. 40V – 120V gehalten und könnte vom Windmaster wiederum problemlos „geschluckt“ werden.
Ich glaube, so ein Transformator mit Höchstleistung ca.150W, Spannungsübersetzung 1/3
für Spannungsbereich 120V/40V wäre als industriell hergestellte Fertigware wahrscheinlich
kaum zu kaufen – man müßte wohl den Kern, den Drahtdurchschnitt und Wicklungen vom Speziallisten berechnen lassen, Material bestellen und selber wickeln...
Und nun die wohl witzigste Teil dieser Idee:
Wenn der Generator beim starken Wind die Drehgeschwindigkeit 900U/Min erreicht und überschrittet, erreicht die erzeugte Spannung (ohne Transformierung) abermals die Obergrenze der Einspeicherung 120V.
Angenommen, daß der Transformator nicht wie oben geschrieben für Leistung 150W, sondern z.B. für 550W berechnet und ausgefertigt wäre, man könnte ihn dann aus der Spannungsverstärkungsfunktion 1/3 in die Funktion der Spannungsreduzierung 3/1 umschalten um sehr starke Winde zu „abernten“...
Als echt problematisch könnte sich die Schaltautomatik erweisen.
Deshalb auch die Fragen:
Wäre so funktionierende automatische Stromumschaltung teilweise oder komplett
realisierbar
Gibt’s vielleicht industriell hergestellte Stromumschaltungsgeräte für 230V-Netz, die man für solche Zwecke adaptieren könnte
Grüsse
Stefan