Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Sa 10. Dez 2011, 14:54

wenn das wirklich so ein "Witwenmacher-Generator :lol: " wird, besteht da nicht die Gefahr das der
Maximalstrom des Kupferdraht´s überschritten wird?

Ich hab mal ´ne Tabelle gefunden:
http://www.dieelektronikerseite.de/
klicken : -Bibliothek-Tabellen-Strombelastbarkeit Einzeladerkabel


Ja die Gefahr besteht durchaus, gerade bei eisenlosen Systemen die keine "natürliche" Grenze kennen sondern mit
ansteigender Drehzahl immer mehr Leistung produzieren können, entsprechende Last vorausgesetzt, bis sie durchbrennen.

Deine Tabelle zeigt allerdings Werte für "Einzelader" Leitungen, nicht für Spulen bei denen die Drähte dicht bei dicht liegen.

Was tatsächlich maximal an Stromstärke möglich ist entscheidet der Einzelfall bzw. wie gut man die Abwärme von
der Spule weg bekommt.

Die maximale Leistung ist dann gleich der Abgabespannung mal dem maximal zulässigen Strom.
In eine Böe kann man das ganze kurzfristig auch mal überreizen.

Was ich mich allerdings frage ist: Warum die ganze Spulenachterbahn komplett in Epoxi eingegossen wird.
Ist es denn nicht besser, wegen der Kühlung, die Enden frei zu lassen?

Ja ich denke auch das nur der Bereich wo die Magnete "arbeiten" total vergossen sein sollte.
Die Spulenköpfe daneben würde ich nur mit Harz tränken damit sie stabil werden und nicht kaputt vibrieren.
Ansonsten könnten sie ruhig "einzeln stehend" bleiben, soweit sich das ergibt, damit die Luft viel Wärme abnehmen kann.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 11. Dez 2011, 10:09

Manfred hat mir eine weitere, ungewöhnliche, Spule zugesandt.
Die Spule entspricht von der Formgebung und Windungszahl den Spulen die ich schon testete, allerdings
hat Manfred diese in eine Nut, die er ist ein Stück Kunstoff einfräste, eingelegt und mit eisenhaltigen
Kleber dort fixiert. Wie es aussieht hat er das ganz abschliessend noch mit durchsichtigen Kunstharz aufgefüllt.

Bild

Bild

Die Werte die sich mit der Spule ergaben lagen bei ca. 4,1 Volt bei 400 U/min.
Das ist ein guter Wert aber kein sehr guter.
Der eisenhaltige Kleber entlang der Spulenschenkel hatte also keinen positiven Effekt auf das Induktionsergebnis.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Manfred » So 11. Dez 2011, 14:08

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben:Der eisenhaltige Kleber entlang der Spulenschenkel hatte also keinen positiven Effekt auf das Induktionsergebnis.
das ist gut zu wissen, dann kann man den Mehraufwand sich ersparen.
Wie ist der Lötversuch mit diesem Draht, ohne abzuisolieren, bei dir ausgegangen :?:

Deine Testergebnisse kann ich in einem zukünftigen Projekt gut verwenden. Die Bahngeschwindigkeit der Magnete, die Leistung der Spule und die der Magnete, diese Daten liegen jetzt vor.

Grüsse
Manfred
Zuletzt geändert von Manfred am So 11. Dez 2011, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 11. Dez 2011, 14:14

Den Versuch konnte ich mangels solcher Klemmen nicht durchführen.
Deshalb habe ich "klassisch" mit dem Messer den Lack vom Draht abgeschabt.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 11. Dez 2011, 14:20

Ich lese gerade das du von einer Adernendhülse gesprochen hattest, nicht Quetschlemme.
Die hätte ich sogar. :)

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » So 11. Dez 2011, 15:52

Ich habe mal einen ganz normalen Lötkolben einige Sekunden an deinen unbehandelten Lackdraht gehalten Manfred und mit
einem male verzinnte sich der Draht. Du hast also lötbaren Lackdraht erworben der sich gut verarbeiten lässt.
Für die anderen, die Drahtstärke auf dem Foto beträgt 0,5mm.

Bild


Grüsse

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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Manfred » So 11. Dez 2011, 16:08

Hallo Bernd,

diese Drahteigenschaft habe ich per Zufall entdeckt. Mit Ethanol bestrichen backt er auch noch zusammen. Werde bei zukünftigen Einkäufen auf diese Löteigenschaft achten. Bei vielen Spulen eine brauchbare Arbeitserleichterung.

Grüsse
Manfred
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon magneto » Mo 12. Dez 2011, 14:09

Hallo
Bernt
Manfred

Schon im voraus an Bernt:
Ich weiß daß Du dieses Generator als „völlig eisenloses“ bauen willst.
Deshalb mein Eintrag nur so, als „off topic“: Betrachte es bitte nicht als Einmischung
in Deine Pläne.
-----------
Rückschluß kann erst dann wirksam sein, wenn er das Feld der benachbarten Magnete mit einschließt und verbindet. Die verschiedennamige „benachbarte“ Pole verstärken sich dann gegenseitig.

Ich kann mir vorstellen eine Scheibe für solches Generator mit angebrachtem dünnem Blechring (0,3mm – 0,5mm) aus einem weichmagnetischen Material - Trafoblech bzw. Mumetal. Mumetal ist allerdings sehr teuer... Und darauf dann die Spulen.

So dünne Weichmagnetische Schicht wäre wohl ausreichend um das zerstreute und nicht mehr so starke „Restfeld“ zu bündeln, das es in Entfernung ca. 6-8 mm von Magneten noch gibt.
Ich VERMUTE mal daß das Vorteil (Verstärkung des Feldes) hätte das Nachteil (Wirbelstrome, Wärmeentwicklung) weit übertroffen. :?: :?: :?:
Einst habe ich an der Internetseite eines Trafoblechherstellers gelesen, daß gutes dünnschichtig ausgelegtes Siliziumblech (Trafoblech) in Elektromotoren angewendet nur wenige Watt/kg Effizienzverlust verursacht. Wollte Link hinzufügen, aber leider finde ich nicht wieder.

Grüsse
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon Bernd » Mo 12. Dez 2011, 16:22

Ich persönlich glaube das eine Eisenschicht hinter den Spulen keinen sehr grossen Effekt hinsichtlich einer
höheren erzielbaren Spannung ergäben würde. Glücklicherweise ist so ein Test mit einer von Manfreds Spulen und
einer Eisenfläche, die deutlich grösser ist und somit über einige Magnete reicht, ja nicht sehr schwer zu
realisieren. :)
Ich werde so einen Test also durchführen.

Manfred hattest du nicht auch mal bei deinen Experimenten eine Eisenscheibe hinter der Spulenscheibe montiert ?

Deutlich mehr positiven Effekt könnte vielleicht eine Füllung des Kerns UND einem Rückschluss hinter den Spulen bewirken.
Das wäre dann aber ein ganz anderer Generator der garantiert nicht mehr so leichtgängig wäre wie dieses Exemplar.
Trotzdem fände ich diese "gefüllte" Bauform auch sehr interessant.
Vielleicht sollte ich das mit einigen der von Manfred gefertigten Spulen ausprobieren und sie mit Eisenferrit füllen,
sofern Manfred dem zu stimmt denn die Spulen sind hinterher nicht mehr so wie jetzt, nämlich Ferrit gefüllt.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator aus Multiplex, völlig eisenlos

Beitragvon magneto » Mo 12. Dez 2011, 18:07

Hallo Bernt
Wenn das Probeblechstück keinen geschlossenen Ring bildet, dann kann das Ergebnis durch heftige Magnetflußstörungen
IM EISEN beeinflußt werden.
Deshalb bin besonders gespannt auf Manfred’s Antwort.
-------
Bin ermutigt, daß Du so experimentlustig bist :)
Du hast noch eine Möglichkeit – einen Ø-Generator (Phi-Generator) in Scheibenausführung zu bauen.
Wahrscheinlich hat’s noch keiner versucht – ich hab nirgendwo gesehen – das wäre also eine Pionier-Arbeit. Erfindung wohl nicht, denn Grundprinzipien eines Ø-Generators sind längst bekannt. :D
Auf einem Blechring (mehrschichtiges Trafoblech, müßte schon 5-7mmstark sein) die Spulen rumwickeln und an die
Multiplexscheibe befestigen. :)
Grüsse
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