Heute wollte ich mal ein bisschen mit der zu erwartenden Induktion herum spielen.
Auf dem einfachen Prüfstand ist das jetzt viel besser möglich als mit dem Provisorium mit dem ich bisher arbeitete.
Das nächste Bild zeigt den Versuchsaufbau:

Ich habe mir eine Spule geschnappt die hier noch von älteren Experimenten rum lag. Das ist auch der Grund
warum die Spulenschenkel eigentlich viel zu lang sind. Für die Höhe der induzierten Spannung ist das aber unerheblich.
Die Spule hat 21 Windungen. Ich habe sie so umgeformt das ihr Spulenschenkelabstand dem Abstand zweier
Magnete entspricht.
Die Spule sieht nicht sehr schön aus und sie ist sicher nicht perfekt. Die Packungsdichte ist sicher auch nicht sehr gross.
Umso mehr erstaunt es mich das ich bei voller Drehzahl ( ca. 1050 U/min ) bis zu 4,3 Volt messen konnte, allerdings nur wenn ich
die Spule auf der Scheibe leicht schleifen ließ, also quasi ohne Luftspalt.
Mit einem geringen Luftspalt von geschätzt 0,5 bis 1mm konnte ich noch 3,5 Volt messen.

Die Spannungshöhe als solches hat mich wirklich erstaunt. Erwartet hätte ich eher um die 2,5 bis 3 Volt.
Was sagen die 3,5 Volt nun aus ?
Nun, zunächst mal muss man überlegen wieviele dieser Spulen ingesamt zum Einsatz kommen können.
Das ist recht einfach erklärt. 24 dieser Spulen passen nebeneinander auf die 48 Magnete verteilt und das auf jeder Seite der Magnetscheibe.
Das macht also 48 Spulen. In die verbliebenen freien Bereiche, also im Spulenloch und dem Bereich zwischen je zwei Spulen, kann ich
überlappend pro Seite noch mal die gleiche Spulenzahl unterbringen, macht insgesamt 96 Spulen mit je 3,5 Volt bei 1000 U/min.
Aus diesen Daten, induzierte Spannung pro Windung pro U/min, kann man nun die nötige Windungsanzahl und auch die mögliche Drahtdicke,
die man im zur Verfügung stehenden Wickelraum unterbringen kann, ermitteln.
Für eine genauere Auslegung werde ich aber noch eine gut gewickelte Spule vermessen.
Das untere Bild zeigt wie unperfekt die Spule von der Seite aussieht. Die Schlussfolgerung die ich aus diesem einfachen Experiment
schliesse ist die das sich die ermittelten Werte nur noch verbessern können beim späteren "richtigen" Aufbau der Spulen.


Bis jetzt sind alle Werte mindestens so gut wie erhofft oder besser.
Die Spulenschenkel sollen ca. 7mm breit und nicht höher als ca. 4mm werden.
Grüsse
Bernd