Mehrfach hab ich geschrieben, daß wenn so ein Naben Gen. mit dieser Art Leistungsbegrenzung herauskommt. Die rote Drosselspule an der Stelle liegt wie
es in der Zeichnung von Ekofun dargestellt ist. Auf derselben Achse wie die Statorspule und elektrisch in serie mit ihr geschaltet.
Peter schau dir doch bitte mal den Aufbau einiger Nabendynamos an. Hier im Forum gibt es diverse Abbildungen von Dynamos die ich zerlegt habe.
Es gibt auch im Internet einige zerlegte Abbildungen. Es macht doch keinen Sinn wenn wir so reden also ob dies oder das so oder so an den Dynamos
vorhanden sein könnte und in Wirklichkeit ist es das eben nicht.
Wenn eine Drossel zusätzlich auf genau der gleichen Achse sitzen sollte, so wie du es schreibst, dann wäre sie automatisch innerhalb des Klauengenerators
und das ist sie nun mal nicht und sie wäre da auch nicht wirksam. Wie du selber schreibst ginge das nur wenn sie nicht im gleichen Magnetkreis
sitzen würde und damit notgedrungen ausserhalb des Klauengenerators und vor allen nicht auf der gleichen, vom Magnetfeld der Permanentmagneten durchfluteten Achse/Kern.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das ein Hersteller den preislichen Aufwand (Kupfer ist teuer) eine separaten Drossel auf sich nehmen würde wenn
er den gewünschten Effekt auch weit günstiger rein konstruktiv hin bekommt. Ich denke das Thema zusätzliche integrierte Drossel als möglicher Auslöser der
Leistungsbegrenzung können wir zu den Akten legen.
@ Ekofun
Danke für die Rechnung. Da hat diese Phase bei nur 1 U/sek schon ein xL von ca. 5 Ohm. Der ohmsche Widerstand der Phase beträgt 7 Ohm.
Die Phase erzeugt eine Wechselspannung von ca. 18 Volt bei dieser Drehzahl.
5 Ohm und 7 Ohm = 12 Ohm
I = U / R = 18V / 12Ohm = 1,5 A
Selbst im Kurzschlussfall sollte der Strom aus dieser Phase bei 60 U/min nie über 1,5 A kommen können
Rechnen wir mal was bei 600 U/min passiert:
Das wäre die 10 fache Drehzahl wie im voherigen Beispiel, also auch 10 fache Spannung = 180 Volt.
Ebenso steigt durch die Induktivität das xL auf den 10 fachen Wert = 50 Ohm.
Der ohmsche Innenwiderstand bleibt gleich = 7 Ohm.
50 Ohm plus 7 Ohm = 57 Ohm
I = U / R = 180 Volt / 57 Ohm = 3,16 A
Auch bei dieser hohen Drehzahl dürfte, wenn die Induktivität des Generators eine Rolle spielt, der Strom
selbst im Kurzschlussfall nie über 3,16 A ansteigen.
Leider ist der Generator derzeit zerlegt sonst würde ich mal gucken ob sich das messtechnisch bestätigen lässt.
Mir kommen die errechneten Amperewerte recht klein vor. An diesem Generator mit seiner hohen Induktivität
könnte man vielleicht feststellen ob die These von Peter richtig ist das die Induktivität eines Generators keinen
Einfluss auf sein Abgabeverhalten hat. Mein Bauchgefühl sagt mir das da deutlich mehr als max. 3 A möglich sein
müssten, besonders im Kurzschlussfall.
@ Manfred
Bei der Lichtmaschine sieht es anders aus als beim Nabendynamo, auch wenn beide Klauen besitzen denn bei der
Lichtmaschine gibt es im Klauenläufer kein magn. Wechselfeld sondern jede Klaue hat immer den gleichen Magnetpol.
Der Klauenläufer enthält den Elektromagneten der das nötige Magnetfeld bereitstellt. Die Spannung wird aussen
im Statorfeld erzeugt. Ein begrenzender "Eisenmengenfaktor" kann hier nur im Stator wirksam werden denn der
Klauenpolläufer ist nur der drehbare Magnet.
Trotzdem könnten die vielen Luftspalte zwischen den Klauen den gleichen "Nebenschlusseffekt" darstellen wie beim
Nabendynamo. Es könnte sein das sich bei sehr stark durchfluteten Statorfeld die Feldlinien einen "Streuweg" über
die Luftspalte zwischen den Klauen suchen.
Was auch auffällig bei den Klauen der Lichtmaschine ist, ist das sie einen deutlichen Abstand zueinander haben.
Das sind ja mehrere Millimeter.
Das würde die Theorie stützen das der Luftspalt und damit der Nebenschlussweg mit der Höhe des Stromes korrespondiert.
Bei grossen Abstand wird der Nebenschlussweg erst spät, also bei hoher Stromstärke, für die Feldlinien interessant.
Ich finde es gut das du mal ein Testmuster bauen willst denn langsam reden wir uns mit der Theorie tot.

Versuch macht Kluch ist manchmal gar keine schlechte Sache.
Grüsse
Bernd