Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Di 6. Sep 2011, 15:39

Hallo alle zusammen,
Ekofun Deine Schlußfolgerung war, wenn nicht die Induktivität der Statorspule die Leistung begrenzt, was denn sonst? Dann muß es doch die Konstruktion sein. Ja, so ist es und das ist auch so gewollt.
Auch Andreas hat zuvor in einem Beitrag geschrieben: Der Nabendynamo ist absichtlich so gebaut, daß er die Leistung begrenzt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und weiter, diese Bauform
läßt auch höhere Leistung zu. Auch meine Meinung. Aber wir sind geteilter Meinung darüber ob diese Begrenzung vom induktiven Widerstand Xl der eigenen Statorinduktivität herkommt. Oder vom Aufbau
des magn. Kreises. Denn der ist in seiner Auslegung absichtlich knapp bemessen (1. langer Feldlinienweg 2. kleiner Feldlinienquerschnitt 3. bestimmtes Eisen, 4. größerer Luftspalt).
In den beiden Links von Bernd steht: Das die Begrenzung der Leistung auch von dem Xl der eigenen Induktivität herrührt. Allerdings hab ich den Eindruck, das der Autor das etwas halbherzig
vertritt. Seine Berechnung ist so als ob diese Induktivität außen liegt, nicht zum Gen. gehört. Dann wirkt sie ja so wie er rechnet. Und auch der zweite Autor geht auf die Begrenzung durch die eigene Induktivität nicht ein. Er schaltet im weiteren eine andere Induktivität außen an, berücksichtigt dann die innere Induktivität nicht weiter. Und das ist richtig so.
Es muß nicht automatisch jeder veröffenlichte Vortrag richtig sein. Dazu gibt es bestimmt mehrere Meinungen.
Das Problem ist, es muß schon bei kleiner Geschwindigkeit genügend Spannung an der Lampe sein muß. Aber dann wird die Spannung zu groß und muß wieder klein gehalten werden.
So bin auch der Meinung die zweite Autor vertritt: Eine außen angeschlossene Induktivität begrenzt die Leistung am Lastwiderstand sehr gut.
Denn ihr Xl hält die Spannung an der Last einigermaßen stabil bei steigender Frequenz. Beide zusammen sind ein Scheinwiderstand.
Aber die eigene Induktivität des Stators ist anders zu betrachten, weil sie selber die Quelle ist. Das versuche ich zu belegen.
Alles was da kommt von der Statorspule durch Induktion (Spannung, Strom) kann doch nicht durch den induktiven
Widerstand Xl derselben Spule behindert werden. Diese hat es doch gerade erzeugt. Es muß ein anderer Xl sein, der das kann und der nichts mit der Erzeugerwicklung zu tun hat. Die Sekundärwicklung eines Trafos könnte sonst
doch von vorneherein nie vollständige Wirkleistung abgeben. (mal abgesehen davon das das Netz schon viel Blindleistung enthalten kann,aber das sollten wir mal außen vor lassen).
Viele Mitglieder im Forum haben doch einen 2 Kanal Oszi. Man kann das doch mal messen. Eine Hilfswicklung ca. 5 Wdg. mit auf die Statorwicklung wickeln. Und eine ohmsche Last an den Ausgang.
Die Spannung an der Last auf Kanal 1, die Spannung der Hilfswicklung (das ist der Strom) auf Kanal 2. Das jeweils andere Ende auf gnd am Oszi.
Dann kommt es heraus wenn man das Bild zum stehen bekommt bei fester Drehzahl. Beide Kurven liegen genau in Phase.
mfG Peter Sombrero
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 6. Sep 2011, 17:42

Hallo Sombrero,

danke für ausfürliche Antwort,sehr interesant,also Konstruktion ist Grund für Begrenzung des Stromes.So dann müssen wir sie ändern und denke nehmen Material vie Elektroblech(Alte Trafos) Querschnit vergrößern und so weiter.Polzahl sollte eingentlich so bleiben sonst muss er schneller drehen.Glaube in diese Richtung führt der Weg,wie genau soll man das machen müssen wir herausfinden.Ihre Meinung nach, bin ich am richtigen Weg oder nicht??

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 6. Sep 2011, 18:11

Hallo Manfred,Andreas,

nach allem was wir erfahren haben müssen wir Geni größer bauen und mit mehr Eisen und vilecht mehr Magneten aufeinander stellen um mehr Kraft(Flußdichte) zu bekommen.Diese Begrenzung kommt durch Konstruktion nach allen berichten zu folge.Wie Groß wir das machn müssen wir noch heraufinden.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Di 6. Sep 2011, 19:31

Nun mal langsam mit den jungen Pferden. Woher die Begrenzung stammt ist keineswegs so endgültig
geklärt das wir jetzt einfach zum Bau übergehen könnten. Was genau zur Begrenzung der Leistung beim
Nabendynamo führt muss erst zweifelsfrei (!) geklärt sein bevor wir weitere Schritte beschreiten können.
Wie man weiter vorne nachlesen kann war/bin ich auch ein Vertreter der Theorie das die Sättigung des
Eisenwegs die Höhe der maximalen Amperewindungen begrenzt.
Auf der anderen Seite kann ich mir kaum vorstellen das der weltweit bekannteste Edelhersteller für
Nabendynamos keine Ahnung haben sollte was er macht und wie man eine Begrenzung konstruktiv erzeugt.
Seine vielen sehr hochwertigen Dynamos können nicht alles "Zufallsprodukte" eines falschen Konstruktionsweges sein.

Peter hat mich bis jetzt noch nicht davon überzeugt das die Induktivität einer Wechselspannungsquelle keinen Einfluss auf
ihr Leistungsabgabeverhalten haben sollte.
Vielleicht kann mal jemand die Induktivität eines Trafos messen der in der Lage ist einen hohen Strom abzugeben.
Ein Trafo sollte eigentlich eine hohe Induktivität haben, allein schon wegen des recht hohen Kernquerschnitts.

Wenn ich Freitag wieder zuhause bin wird mein bestelltes Induktivitäts-Messgerät wohl angekommen sein.
Dann werde ich einige Messungen machen die Peters These belegen oder auch wiederlegen können.
Vielleicht ist jemand schneller als ich, das würde mich freuen.

So bin auch der Meinung die zweite Autor vertritt: Eine außen angeschlossene Induktivität begrenzt die Leistung am Lastwiderstand sehr gut.

Peter bei den Ersatzschaltbildern eines Nabendynamos nach Wullkopf die den begrenzenden Effekt erklären
ist die Induktivität immer innerhalb des Generators eingezeichnet, auch bei diesem Autor.
Bei der einzigen Abbildung die eine begrenzende Induktivität ausserhalb des Generators zeigt geht es um eine
optionale externe Beschaltung eines Dynamos bei schnell drehenden Rädern um eine zusätzliche Beschränkung
der Leistung bei sehr hohen Drehzahlen zu erreichen.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mi 7. Sep 2011, 09:39

Hallo Manfred,Andreas,

wissen Sie wieviel Tesla ein Streicholzmagnet hat, also seine Remanenz wie jede andere Magnet,mansche haben bis 1,35 T.?
Dann kann versuchen herausfinden Flußdichte bei verschiedenen Luftspälten.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mi 7. Sep 2011, 14:04

Hallo Ekofun,
Wie ich lese bist Du dabei einen neuen eisenlosen Gen. zu bauen. Zuvor noch einen Vorschlag zum Bau des Klauenpolgen.
Da machen Bernd, Andreas oder andere Teinehmer noch eine Messung. Da geht es noch darum ob die Induktivität der erzeugenden Statorspule begrenzende Wirkung auf
die Ausgangsspannung hat. Aber Dein Klauenpolgen. benötigt diese Begrenzung ja nicht. Denn Du nimmst alles an Leistung was Du kriegen kannst.
Wie wäre es die Bremstrommel eines Kfz als Grundlage zur Aufnahme der Festmagneten rund um den inneren Umfang zu nehmen? Das würde vielpolig. Das war so eine Idee vo mir.
Es gibt dabei leider nicht die Rundung der Magneten, aber die Magneten halten sich selbst durch Fliehkraft und Magnetismus. Und man hat sofort eine gute Grundlage für die Statorwicklung, man kann die Eisenwege gut gestalten, den Achstummel kann man durch Weicheisen verdicken. Die beiden Körbe kann man großzügig gestalten. Das Lagerproblem und Abdichtung ist auch schon bestens gelöst.
Aber es kommt auf eine Ausgewogenheit von Eisenvolumen und Kupfervolumen an. Den Luftspalt kann man auch klein gestalten, da man mehr Platz hat. Ich würde an Hand des Stromes den ich erwarte den Querschnitt des Drahtes zuerst festlegen. Dann würde ich
soviel Windungen wie möglich aufwickeln. Wenn irgendwo starke Verengung von Eisenquerschnitt auftaucht nützt es nicht viel dafür andere Stellen um so dicker zu gestalten.
mfg Peter Sombrero
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mi 7. Sep 2011, 14:37

Aber Dein Klauenpolgen. benötigt diese Begrenzung ja nicht. Denn Du nimmst alles an Leistung was
Du kriegen kannst.

lol... da war wohl der Ironiemodus an ? :)
Es geht uns nicht darum eine Begrenzung zu erzeugen sondern darum heraus zu finden wodurch diese Begrenzung
genau hervorgerufen wird um sie für unseren geplanten Generator konstruktiv verhindern zu können.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mi 7. Sep 2011, 16:41

Hallo Bernd,
Nein, da war kein Ironimodus drin. Ich meine es wirklich so wie ich es schrieb. Nämlich das Ekofun die Begrenzung für seinen Klauenpolgenerator nicht braucht. Falls die vorhanden ist.
Ich bin aber gespannt auf das Messergebnis.
Ich freue mich darüber, daß offen diskutiert wird.
mfG Peter Sombrero
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mi 7. Sep 2011, 17:11

Die Begrenzung braucht nicht nur Ekofun nicht, die braucht/will niemand, ausser der Nabendynamo der diese Begrenzung zur
Erfüllung der gesetzlich geforderten Eigenschaften benötigt. Wir müssen nun heraus finden wie diese Begrenzung entsteht.
Schade das Andreas hier nichts mehr schreibt. Er hat ein Induktivitätsmessgerät und könnte vielleicht zur Klärung der offenen Fragen beitragen.
Ich sitze derzeit im Hotelzimmer und komme erst Freitag wieder nach hause,

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » Mi 7. Sep 2011, 19:45

Hallo Bernd,

um mal ein paar Anhaltswerte zu bekommen, habe ich einen kleineren Netztrafo vermessen, der gerade zur Hand war. Er hat einen EI-Kern mit 50x60x30 mm und vielleicht 30 W. Es sind vier Wicklungen drauf:

Primär 230 V, 70 Ohm, 4,7 H
Sekundär 25 V, 3,1 Ohm, 68 mH
Sekundär 17 V, 1,4 Ohm, 31 mH
Sekundär 9 V, 0,5 Ohm, 14 mH

Detaildaten zum Trafo habe ich nicht mehr, war sicher mal ein Pollin-Sonderangebot vor einigen Jahren.

MfG. Andreas
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