wenn wir wussten was soll man ändern um diese begrenzung auszuschalten were schon riesen Erfolg
Wir müssen schauen was die Höhe der Induktivität beeinflusst bzw. wann überhaupt eine so hohe Induktivität nötig ist.
Nötig ist sie wenn ich nur ein schwaches Magnetfeld in die Spule hinein induzieren kann, also wenn ich genötigt bin aus einem
niedrigen magnetischen Fluss möglichst viel Induktionsspannung zu erhalten. Dann benötige ich nämlich viele
Windungen = hohe Induktivität.
Eine mögliche Abhilfe kann also sein dafür zu sorgen einen möglichst hohen magnetischen Fluss durch die Spule zu führen.
Dann erreiche ich nämlich auch mit einer Spule geringerer Induktivität bei sonst gleichen Rahmenbedingungen eine hohe Induktionsspannung !
Eine Möglichkeit die Induktivität einer Spule zu senken ist die Höhe des Spulenaufbaus zu reduzieren, sprich die Länge des Kerns
zu reduzieren. Ob das auch für Spulen gilt wie beim Klauenpolgenerator und nicht nur für Spulen mit offenen Aufbau, bei denen
der Fluss ausserhalb des Spulenkerns durch die Luft geht, da bin ich mir noch nicht sicher. Ich vermute bei Klauenpolgeneratoren
wird das nichts bringen.
Wir können die Windungsanzahl gegenüber unserem Dynamo bei gleichen Spannungsergebnis reduzieren wenn wir ihn grösser bauen.
Grund ist der dann grössere Spulenkern der bei gleichen durch ihn hindurch gehenden Fluss durch mehr Fläche die Induktion in die Spule erhöht.
Um die gleiche Induktionsspannung zu erhalten benötigen wir bei einem grösseren Aufbau daher weniger Windungen was widerum die erhöhte
Induktivität des grösseren Aufbaus reduziert.
Vermutlich bleibt diese dann in etwa gleich dem kleineren Dynamo was natürlich noch viel zu viel ist.
Im Augenblick erscheint mir die Erhöhung des magnetischen Flusses durch den Kern das einzige zu sein was keine anderen Nachteile
nach sich zieht, von evtl. erhöhten Eisenverlusten mal abgesehen. Ob für diese Maßnahme gegenüber dem Nabendynamo überhaupt
noch Spielraum ist kann ich nicht beurteilen.
Da auch die Fläche des Spulenkerns für deren Induktivität maßgeblich ist, sollte man diesen Spulenquerschnitt auf das benötigte Maß
beschränken. Ich denke das ist ein einfacher Weg den man ohne weiteres beschreiten könnte.
EDIT:
Mir kommt gerade noch eine Idee. Da die Induktivität einer geschlossenen Spule durch einen Luftspalt im geschlossenen Kern beeinflusst
werden kann müsste sich ein grösserer Abstand zwischen den Klauen doch induktivitätsmindernd auswirken obwohl (!) der magnetische
Fluss gleich gross bleibt wenn die Magnete über den Klauen stehen.
Ein grösserer Klauenabstand würde sich bei einer grösseren Bauform doch fast zwangsläufig ergeben.
Bei dem Dynamo der hier neben mir liegt sind es nur ca 2mm.
Im Umkehrschluss sollte die Induktivität der Spule im Nabendynamo steigen wenn man ein Blech oder Eisendraht um die Klauen wickelt.
Es wird Zeit das ich mir auch so ein Messgerät zulege, denn neben mir liegt eine ausgebaute Nabendynamospule die auf derartige
Experimente wartet.

Grüsse
Bernd