Betriebserfahrungen Scheibengenerator
Hallo Allerseits,
die jährliche Kontrolle des Windrades war ohnehin dran, das Wetter heiß und kaum Wind. Außerdem hatte ich den Eindruck, daß mein kleines Horizontalwindrad in letzter Zeit deutlich unempfindlicher geworden war - die Windmeßwerte aus dem Nachbarort stimmten oft gar nicht mit meinen Erträgen überein. Dazu kommt, daß die Mechanik scheinbar klemmte: Früher wurde jeder Schwenk um die Hochachse bei einsetzendem Wind parallel von einem Loslaufen des Rotors begleitet, was nun gar nicht mehr der Fall war...
Leiter an den Mast und das Teil in 8 m Höhe abgebaut. Irgendwie ist es da oben schwerer, als wenn man es unten bei abgeklapptem Mast montiert - aber es sollte schnell gehen und das Umlegen des Mastes erfordert auch Zeit.
Repellerblätter auf dem äußeren Nabenblech fixiert, erspart es das Ausrichten bei der Montage. Viele Schrauben raus, Blätter am Stück weggelegt, Gehäuse ab und Generator besehen. Der klemmte wirklich, der Rotor hatte sich mit seinen Magneten in den Verguß der Spulen eingearbeitet. Viel Schaden ist nicht entstanden, es hat vor allem Epoxid abgetragen. An einer Stelle ist Kupfer frei geworden, eine Wicklung hat es angekratzt und den obersten Draht ein wenig seitlich verschmiert. Gesäubert und den fehlenden Querschnitt mit ein wenig Lötzinn aufgefüllt.
Wie die Magnetscheiben oder der Stator sich gegeneinander verschieben konnten, ist mir ein Rätsel. Beide sind fest fixiert. Ich habe es neu montiert und Scheiben zur Abstandseinstellung unter die Statorbefestigung gesetzt. Nun läuft es wieder ohne Berührung mit gleichmäßigem Luftspalt auf beiden Seiten des Stators.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch eine Kleinigkeit behoben, die mir im letzten Jahr die Auswuchtung erschwert hat. Meine Statorplatte besitzt als Stabilisierung gegen Verzug (die Aufhängung ist nicht 100%ig eben) je einen kleinen Aluwinkel an jeder Kante, die dort mit der Platte verschraubt sind. Natürlich mit eisernen Schrauben, eben die sind das Übel - weil sie Kräfte durch das Magnetfeld der Scheiben bewirken, womit der Rotor ganz leicht rastet, was nicht erwünscht ist. Nun sind sie durch Messingschrauben und -Muttern ersetzt, womit dieser Effekt behoben ist.
Noch ein Bild vom Rotor dazu...
Und hier ist der Stator zu sehen.
Er ist schon zwei Jahre alt und sollte eigentlich längst durch eine verschachtelte Wicklung ersetzt sein.
MfG. Andreas
die jährliche Kontrolle des Windrades war ohnehin dran, das Wetter heiß und kaum Wind. Außerdem hatte ich den Eindruck, daß mein kleines Horizontalwindrad in letzter Zeit deutlich unempfindlicher geworden war - die Windmeßwerte aus dem Nachbarort stimmten oft gar nicht mit meinen Erträgen überein. Dazu kommt, daß die Mechanik scheinbar klemmte: Früher wurde jeder Schwenk um die Hochachse bei einsetzendem Wind parallel von einem Loslaufen des Rotors begleitet, was nun gar nicht mehr der Fall war...
Leiter an den Mast und das Teil in 8 m Höhe abgebaut. Irgendwie ist es da oben schwerer, als wenn man es unten bei abgeklapptem Mast montiert - aber es sollte schnell gehen und das Umlegen des Mastes erfordert auch Zeit.
Repellerblätter auf dem äußeren Nabenblech fixiert, erspart es das Ausrichten bei der Montage. Viele Schrauben raus, Blätter am Stück weggelegt, Gehäuse ab und Generator besehen. Der klemmte wirklich, der Rotor hatte sich mit seinen Magneten in den Verguß der Spulen eingearbeitet. Viel Schaden ist nicht entstanden, es hat vor allem Epoxid abgetragen. An einer Stelle ist Kupfer frei geworden, eine Wicklung hat es angekratzt und den obersten Draht ein wenig seitlich verschmiert. Gesäubert und den fehlenden Querschnitt mit ein wenig Lötzinn aufgefüllt.
Wie die Magnetscheiben oder der Stator sich gegeneinander verschieben konnten, ist mir ein Rätsel. Beide sind fest fixiert. Ich habe es neu montiert und Scheiben zur Abstandseinstellung unter die Statorbefestigung gesetzt. Nun läuft es wieder ohne Berührung mit gleichmäßigem Luftspalt auf beiden Seiten des Stators.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch eine Kleinigkeit behoben, die mir im letzten Jahr die Auswuchtung erschwert hat. Meine Statorplatte besitzt als Stabilisierung gegen Verzug (die Aufhängung ist nicht 100%ig eben) je einen kleinen Aluwinkel an jeder Kante, die dort mit der Platte verschraubt sind. Natürlich mit eisernen Schrauben, eben die sind das Übel - weil sie Kräfte durch das Magnetfeld der Scheiben bewirken, womit der Rotor ganz leicht rastet, was nicht erwünscht ist. Nun sind sie durch Messingschrauben und -Muttern ersetzt, womit dieser Effekt behoben ist.
Noch ein Bild vom Rotor dazu...
Und hier ist der Stator zu sehen.
Er ist schon zwei Jahre alt und sollte eigentlich längst durch eine verschachtelte Wicklung ersetzt sein.
MfG. Andreas