Scheibengenerator / eisenlos

Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Manfred » So 3. Apr 2011, 09:45

Hallo,

ein Zwischenbericht: die Spulen habe ich mit JB Weld eigeklebt. Dieser Kleber ist eisenhaltig und habe jetzt ein leichtes Rastmoment oder auch so was ähnliches wie ein Ferritkern.
An der zweiten Statorhälfte habe ich die Anschlussdrähte total durcheinander bekommen. Mit Bernd seinem Trick Batterie ( 9v Block ) und einem runden Magneten konnte ich das wieder sortieren und ich habe jetzt ein wechselseitiges Anziehen und Abstossen des Magneten über dem Spulenloch.
Im Nebeneffekt habe ich begriffen warum dieser Motor läuft. Das ist ein historisches Teil aus der Anfangszeit des elektrotechnischen Maschinenbaus. Links und rechts sind jeweils zwei Spulen angeordnet die wechselseitig mit einer Spannung angesteuert werden, ein Magnetmotor. Da wird man alt wie eine Kuh und lernt immer was dazu.
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Grüsse
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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Bernd » So 3. Apr 2011, 11:48

Ein äusserst interessanter Elektromotor den du da hast.
Er zeigt das zu Beginn einer neue Ära zunächst auf das gebaut wird was man schon kennt.
So haben wir hier eine Art Doppelkolbenmotor dessen Zylinder Elektromagneten sind. So etwas habe
ich zuvor noch nie gesehen. Hast du den auch selber gebaut oder ist der gar noch original ?

Hat sich denn an den Spannungswerten nach dem Einkleben mit JB-Weld gegenüber dem ersten Test
noch etwas verändert ?

Grüsse

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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Manfred » So 3. Apr 2011, 12:09

Hallo,

2. Statorhälfte montiert und mit der ersten Hälfte paralell verschaltet.

Messergebniss:

    125 U/min 3,3V
    500 U/min 14,9V
Spulenwiederstand 3,1 Ohm, der hat sich halbiert ? Das kommt mir komisch vor.
Unter Belastung mit einer 12V 35 Watt Birne sinkt die Spannung bei 500 U/min von 14,9V auf 7,7V, hier hat sich etwas um ca. 50% verbessert.

Die zweite Statorhälfte für sich gemessen:

    125 U/min 3,5V
    500 U/min 15,4V
Die erste Hälfte fällt im Vergleich zur zweiten Hälfte schwächer aus, da muss ich noch einmal meine Verschaltung der Spulen prüfen.

Grüsse
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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Bernd » So 3. Apr 2011, 12:16

Bei Parallelschaltung der beiden Spulenscheiben halbiert sich der ohmsche Widerstand, das ist ganz normal.
Auch das die Spannung unter Last nun ca. 50% weniger zusammen bricht ist ein Ergebnis des reduzierten Widerstandes.
Parallelschaltung sollte man aber nur machen wenn beide Seiten exakt die gleichen Spannungswerte liefern,
sonst fliessen nämlich Ausgleichsströme von einer Spulenseite zur anderen die nichts weiter machen als
mechanische Leistung in Wärme zu vernichten.
Auch müssen die Phasen exakt gleich sein, sprich die Spulen sich genau gegenüber stehen wenn man beide Seiten
parallel schaltet. Bei Dir habe ich da aber keine Bedenken das alles mechanisch 100 % passt. :)

Grüsse

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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Manfred » So 3. Apr 2011, 16:16

Hallo,

eine Spule war falsch verschaltet und genau die letzte, jetzt haben die beiden Statorhälften exakt die gleiche Spannung.

mit den in Serie verschalteten Statorhälften messe ich wie folgt:
125 U/min = 7,5V
500 U/min = 32,4V

Grüsse
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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Bernd » So 3. Apr 2011, 17:44

Hallo Manfred, die Werte hören sich doch sehr gut an. Ich fasse mal zusammen:

Dein jetziger neuer Generator liefert bei 12 Ohm Innenwiderstand hochgerechnet bei 2000 U/min ca. 129,6 Volt.
Dein Ringgenerator lieferte bei 4,3 Ohm Innenwiderstand und ebenfalls 2000 U/min ca. 41,5 Volt.

Später mehr, bekomme gerade Besuch.

Grüsse

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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Manfred » So 3. Apr 2011, 21:54

Hallo Bernd,

mir kam da etwas in den Sinn. Durch die Parallelschaltung erhöhe sich den Querschnitt der Wicklung und senkt den Spulenwiederstand ab. Nun bin ich auf den Bolzen gekommen eine Spule mit zwei Drähten parallel zu wickeln. Das müsste doch den gleichen Effekt haben, den Spulenwiederstand abzusenken. Ich konnte 2 X 3m unterbringen, also 1 meter mehr. Nach dem Aushärten wird gemessen.

Grüsse
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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Ekofun » So 3. Apr 2011, 22:34

Hallo Manfred,

ich blike noch nicht ganz durch,scheint mir das Ihre Geni nicht Sinchrongeni ist,oder teusche mich.Bei Sinchron Geni wie zum Beispiel 6 Volpolige muß 12 Magneten haben weil jede Spule auch 2 Pole hat.

Viele Grüße

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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Bernd » So 3. Apr 2011, 23:52

Genau Manfred, Drähte doppelt, dreifach, vierfach parallel wickeln ist eine oft angewandte Methode um
auf das richtige Maß von Spannung pro Drehzahl und auf den niedrigsten möglichen Innenwiderstand zu kommen.
Je nachdem bei welcher Drehzahl man seine Nennspannung erreichen will kann man das mit Hilfe dieser
mehrfach parallel Wicklungen auf das richtige Maß einstellen.
Das du noch 20% mehr Draht auf der gleichen Spulenhöhe bzw. im gleichen Spulenvolumen unterbringen konntest
ist ein weiterer Vorteil.

Ekofun es handelt sich um einen eisenlosen 1 Phasen Synchrongenerator bei dem pro Magnet jeweils eine
Spule bzw. eigentlich sogar zwei Spulen, auf jeder Seite der Magnetscheibe jeweils eine Spule, verbaut wurde.

Grüsse

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Re: Scheibengenerator / eisenlos

Beitragvon Manfred » Mo 4. Apr 2011, 12:39

Hallo an alle Spezialisten,

welche Spule soll ich nun in der zweiten Generatorstufe verbauen ?
Zwei Testspulen habe ich noch angefertigt. Gemessen bei 500 U/min

Die z.Zt. verbaute Spule zum Vergleich: 1 X 5m = 1,0V 0,7 Ohm. Eine Spule mit 6m und 0,5 Drahtdurchmesser könnte ich auch unterbringen.

1. Testspule 2 X 3m = 0,5V 0,3 Ohm
2. Testspule 2 X 4m = 0,6V 0,4 Ohm
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