Hallo Allerseits,
mein Generator musste vor einigen Tagen vom Mast, spielte Scheibenbremse mit den Magneten. Bei Zerlegen konnte ich die Generatorwelle mit Leichtigkeit abbrechen, sie war schon fast durch. Es ist erstaunlich, wie lange diese doch zarte Welle den schweren Rotor ausgehalten hat. 7 mm Durchmesser in den Lagern, ca. 6 mm und hohlgebohrt an der Bruchstelle direkt am Lager. Damit fällt hier das alte Festplattenchassis als Windradlager komplett weg, es wird nun ein Eigenbau werden.
Nach ein wenig Konzeption habe ich die Lager der zukünftigen Welle befestigen wollen. Ein dickes Stück Material sollte mit einem knappen Durchgangsloch mit Lageraußendurchmesser (28 mm) versehen werden. Danach ein Schnitt in Wellenflucht und erneutem Verschließen des Schnittes durch querliegende Schrauben, dabei sollte das Lager geklemmt werden. Leider ging das zunächst gründlich schief. Der auserkorene Stufenbohrer (4-30 mm, 2er Stufung) ist mit so dickem Material schlichtweg überfordert, zwischen 12 und 16 mm gibt er bei 10 er Hartpapier auf, trägt nichts mehr ab. Was nun?
Die vor wenigen Tagen bei Aldi mitgenommenen Bohrkronen angesehen, da ist eine 28er Krone bei - prima! Rein in die Bohrmaschine und los damit. Leider ist der Rundlauf der ansonsten gut bohrenden Krone zu schlecht für ein maßhaltiges Loch. Um das Lager blieb fast ein halber mm Luft, das klemmt auch später nur schlecht. Etliches ausprobiert und letztlich schief mit schief kompensiert. Zwischen Bohrkrone und -halter (die sind mit 12er Gewinde verschraubt) eine uralte, gammlige 12er Unterlegscheibe gepackt und die solange herumgedreht und verschoben, bis deren Schieflage die der Bohrkrone aufhob. Nun war ein fast maßhaltiges Loch drin, wo das Lager nicht mehr durchfiel. Ich habe damit vier Klemmböcke gebohrt, sie werden Generatorwelle und Schwenkwelle aufnehmen können:

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Hier liegen zwei Lagerböcke und drei Lager übereinander.

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Wenn die Zutaten exakt zugesägt sind, kann man auch Exemplare ohne Zentriermaterial noch verwenden, wenn man ein anderes mit fertigem Loch als Führung verwendet:

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MfG. Andreas