Hallo Bernd und Alle
Die Komponente „Hystereseverlust“ hingegen würde um das doppelte mit der Masse steigen.
Auch wenn in der doppelten Eisenmenge nur noch die halbe Flussdichte vorherrscht ?
Ja, ich glaube so wäre’s, denn die halbe Flußdichte wäre genauso wie vorherige Flußdichte ausreichend um den Hysterese- Widerstand vollständig (und weit darüber hinaus – siehe Bild) zu brechen. Schon bei Ferritmagneten wäre’s so – bei Neo’s um so sicherer.
Widerstand ist also in seinem maximalen (aber im Maximum konstanten) Wert mit der Eisenmasse (und Frequenz) zu multiplizieren.
Das Hysterese- Bild stammt aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferromagnetismus Darauf habe ich meine bunte Pfeilchen zugefügt.

- Hysterese- Verluste.gif (2.04 KiB) 5479-mal betrachtet
Das rote Pfeilchen entspricht der Felddichte, bei der Hysterese- Widerstand in einer einzelnen Magnetisierung gebrochen ist und darüber hinaus in dieser Magnetisierung wächst nicht mehr.
Das grüne Pfeilchen – entspricht der Felddichte, bei der Wirkungsgrad (alleine hinsichtlich des Hysterese- Widerstandes) lediglich 50% beträgt.
Um an annehmbare Wirkungsgrade zu kommen wir benutzen noch viel größere Werte der Magnetflußdichte (längere Pfeilchen).
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Ich habe mir diese Tabelle mehrmals angekuckt und gut überlegt bevor die Frage gestellt habe. Ich glaube, da sind die beide Verlustarten in den Tabellenwerten W/kg jeweils addieret.
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Machen wir es mal ganz konkret. Bei Verdoppelung der Eisenmenge... ...
Da hast Du mir richtig knifflige Aufgabe gegeben, denn wirklich alle Zusammenhänge - so wie ich sie wahrnehme restlos und übersichtlich darzustellen war mir nicht einfach.
Ich habe es versucht und Ergebnis dieses Versuches ist auf dem Bild

- Eisenverluste.gif (6.48 KiB) 5479-mal betrachtet
Ich stelle’s unter Kritik, und nicht so, als wäre ich des ganzen völlig sicher!
Es kann sein daß da noch Korrekturen oder gar große Änderungen notwendig sind.
wie verhalten sich da deiner Auffasung nach die Summe der Gesamtverluste im Eisen nach der Kernquerschnittsvergrösserung im Verhältnis zur Ausgangssituation?
Nach meiner Meinung:
1.Hysterese
Die rote Linienabschnitte des Hysterese- Verlustes stehen für die Magnetfelddichte, bei der die materialspezifische Breite der Hystereseschleife ist noch nicht „durchbrochen“.
Die rote Abschnitte sind für 1 Masse (1M ) und verdoppelte Masse (2M) gleich „breit“ in Frequenz- Funktion, weil diese Breite der Hysterese- Schleifenbreite entspricht
Der rote Abschnitt ist bei 2M doppelt so hoch in der Funktion der Flußdichte, weil der Fluß die doppelte Masse mit gleicher Kraft pro Masseneinheit zu „brechen“ hat.
Die rote Linie ist in beiden Fällen „gekrümmt“ infolge dessen, daß die Breite der Hysterese-Schleife (mit der die Masse und Frequenz verrechnet) nicht konstant ist (nach oben abnimmt, und dadurch „Steilheit“ der Linie nimmt ab).
Nachdem der Hysterese- Widerstand überwunden ist, verlaufen die Hystereseverlust- Abschnitte auf 1M und 2M geradlinig - in diesem Bereich Verlustzunahme ist einfach proportional zur Masse und zur Häufigkeitszunahme des Hysterese- Brechens.
Neigungsunterschied bei geradlinigen Abschnitten 1M und 2M ist die Folge der Massenverdoppelung.
2. Wirbelstrom
In der 2M- Version kommen im Vergleich zur 1M –Version folgende Änderungen vor:
Die Wirbelstrom- Verlauflinie hätte bei gleicher Eisenmasse und um die Hälfte gesenkter Flußdichte den blau gepunkteten Verlauf genommen.
Weil aber die niedrigere Flußdichte im verdoppelten Eisengewicht wirkt, sind auch die Verlustwerte im vergleich zur dieser gepunkteten Blaulinie für jede beliebige Frequenz doppelt zu berechnen.
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Über die Neigungswinkel der Linien, welches Wert in welchem Parameterbereich schneller ansteigt und größer ist – kann man wohl nur spekulieren, weil wir nicht mal grobgeschätzte Werte des Materials kennen.
Das wäre wohl erst durch Experimentserie mit Eisendraht von einer bekannten, stabilen Qualität feststellbar, und für jede einzelne Drahtsorte kann ganz unterschiedlich ausfallen.
Das meinst Du aber auch so.
Grüsse
Stefan