Ich wusste das dieses Argument kommen würde.
Zunächst mal ist natürlich richtig denn die Kondensatoren lutschen ja noch mehr Strom aus dem Ausgang des Trafos oder Generators weil sie
sich, während die Amplitude ihrem Spitzenwert zusteuert, zusätzlich zur Last aufladen und der Spannungsquelle damit zusätzliche Leistung entziehen.
Wenn die Amplitude sinkt können die Kondensatoren dann die gespeicherte Energie wieder abgeben.
Sie überbrücken dann einen gewissen Teil des Tals zwischen zwei Amplituden.
Daher ermittelt ein Messgerät auch eine höhere effektive Spannung.
Zumindest gilt das ganze bei ohmschen Lasten.
Aber du musst auch die Kehrseite des ganzen betrachten.
Mehr benötigter Strom aus dem Trafo oder Generator bedeutet auch ein Mehr an Verlusten in dessen Wicklung.
Es ist im Grunde der gleiche Effekt als ob du die Belastung vergrössern würdest, den Generator stärker belasten würdest.
Der Wirkungsgrad sinkt, die Abgabeleistung steigt.
Die Kondensatoren erzeugen auch bei grossen Strömen merkliche Verluste, sie werden warm.
Von einem grundsätzlich positiven Effekt durch den Einsatz von Glättungskondensatoren kann man daher
nach meinem Verständnis im Nutzungsfall einer hohen Leistungsentnahme nicht sprechen.
Sie sind eher der Versuch das letzte heraus zu holen unter in Kaufnahme der genannten Nachteile.
Die sind eher dann zweckmässig wenn man glatten Gleichstrom benötigt.
Alles eben gesagte reduziert sich deutlich nach einer Drehstromgleichrichtung denn da gibt es nur noch eine
geringe Welligkeit die von Kondensatoren geglättet und positive Effekte erzeugen könnte.
Daher zeigen sich dort auch weit weniger leistungserhöhende Effekte wenn man Kondensatoren dahinter hängt.
Grüsse
Bernd