Rotationswärmegenerator

Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Manfred » Di 29. Nov 2011, 11:46

Hallo Ekofun,

ja das wollen wir jetz doch einmal genauer wissen. Ich habe hier noch einen alten Aluminiumzylinder liegen. Einen eisernen Rotor mit Magneten bestücken wäre kein Problem. Müssen da auch Spulen rein :?: Ich vermute ja, im Kurzschluss als Heizelemente betrieben.... oder :?: Das Bild zeigt den Zylinder und den Istzustand auf meinem Küchentisch. :oops:

Dominik eine Trommel (Waschmaschinengröße) gefüllt mit Kunstoffgranulat, die Antriebsachse mit Schaufeln bestückt die das Granulat in der Trommel umschaufeln und dann noch tausend U/min, das packt ein Windrad nie und nimmer. Oder es muss so riesig werden das man gleich einen Generator anbauen sollte. Die Anmerkungen von Bernd sind schon richtig.

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Grüsse
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Roland » Di 29. Nov 2011, 12:36

Hallo Manfred !

Also ich könnte mir schon vorstellen durch einen Retarder zusätzliche Wärmeenergie zu gewinnen.
Vor allem habe ich gleichzeitig eine Super Bremse bei Sturm.
Regelbar ist das ganze auch ganz hervorragend durch den Stand der Flüssigkeit im Retarder.

Wenn ich also meinen Generator für eine Nenngeschwindigkeit von sagen wir mal 12m/s auslege muss ich mir Gedanken machen, was passiert mit dem Generator und dem Windrad wenn mal Sturm ist ?
Mit dem Retarder (wird auch bei LKW's als Dauerbremse eingesetzt) kann ich dann gleichzeitig das Windrad auf Nenndrehzahl halten und Wärmeenergie erzeugen (z.b. um den WW Boiler aufzuheizen)
Und die Energie im Wind steigt mit der 3ten Potenz....da ist also Genug Leistung vorhanden.
Wenn wenig Wind ist kann man den Retarder mitlaufen lassen, aber halt ohne flüssiges Medium...somit hat man keine Bremswirkung.
Für eine Wirbelstrombremse muß ich wieder elektrische Energie zuführen die der Generator aber erst mal leisten muß .....dh. ich muß den Generator noch größer auslegen.... :(

lg

Roland
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Ekofun » Di 29. Nov 2011, 12:37

Hallo Manfred,

das mit Allurohr oder Kupferrohr(besser) von ca 100mm D innen habe so gedacht:Rohr ist dicht unten und oben sind von innen Lager für Rotor mit Magneten als B. 12 Stück durchgeend geklebt als Versuch ca 30 cm lange Rotor. Luftspalt soll so klein wie möglich sein. Reihenfolge von Magneten wie bei Geni,N,S,N,S und so weiter. Rotor dreht innen im Rohr,aber mus dicht sein,Feriten können auch im Waser betrieben werden aber Wasser ist eine art Bremse. Also Rotolänge ist 30 cm und Wirklänge ist auch 30 cm. Keine Spulen,Rohr ist eine Spule!

Sobald sich Rotor dreht wird in Rohr Spanung induziert,da es keine Spulen sind ist diese Spanung sofort im Kurzschluß,genau wen Sie Geni Kurzschliessen.Da aber Wiederstand wom Rohr minimal ist kommt zu sehr großen Strämen,so gennanten Wirbelströmen.Dise Strom heizt das Rohr und wenn Rohr im Behelter mit Wasser ist wird wasser erwärmt.Auf enliche Prinzip arbeiten Induktionsoffen in Gisserei.

Beispiel: wenn meine Überlegung richtig ist dan haben wir:

Rohr ausen = 104mm D, innen = 100mm D , macht Querschnitt von 640,56 mm^2
R = 0,0178 / 640,56 = 0,000028 Ohm !

Ui = L * B * Wdg. m/s ; L = 30 cm ; Wdg= 1 ; U/min. = 100.---- m/s =0,099m * 3,14 * 100 U/min / 60 = 0,052 m/s

Ui = 0,3 * 0,3 T * 1 Wdg. * 0,052m/s = 0,00468 V.

Ampera : = 0,00468 / 0,000028 = 167 A Kurzschlusstrom.

Das ist Theorie aber es zeigt welche enorme Ströme da am wirken sind.Ob das so viel ist wie im Beispiel kann nicht sagen,laut Theori sollte so sein, aber da wo viel Wind ist könnte man Heizung so herstellen,meiner Meinung nach.

Grüße

Ekofun
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Bernd » Di 29. Nov 2011, 12:42

Nein Roland einer Wirbelstrombremse muss man gar nichts zuführen, ausser mechanischer Energie.
Nehmt mal einen starken Magneten und führt ihn schleifend über ein Alu- oder Kupferblech, dann wisst
ihr wovon wir sprechen. :)
Manfred der Zylinder hat doch aber sicher Innen einen Stahlbuchse ?
Falls nein dann könntest du prima einen Magnetrotor da hinein stecken und drehen. Luftspalt wie beim
Generatorbau möglichst eng. Je schneller du die Magnete auf das Alu wirken lässt (Drehzahl) desto heisser wird der
Zylinder. Da er schon Kühlrippen hat könntest du damit perfekt Luft erwärmen.

Eins sei aber gesagt, man kann nicht Wärme aus dem nichts zaubern. Das was wir an Wärme erzeugen wollen,
müssen wir auch an mechanischer Energie rein stecken.

Grüsse

Bernd
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Manfred » Di 29. Nov 2011, 12:53

Hallo Ekofun,

ich danke dir für deine gute Beschreibung dieses Sytems. Es kribbelt mir schon wieder in den Fingern, da mal ein paar Experimente anszustellen.
Hallo Bernd, der Zylinder hat keine Stahlbuchse pures Aluminium.

Grüsse
Manfred
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Ekofun » Di 29. Nov 2011, 13:07

Hallo Manfred,

dann können Sie ein Versuch mit dem Zülinder machen, um zu sehen wie warm er wird.

Grüße

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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon acert » Di 29. Nov 2011, 14:03

Hi,


jetzt habe ich das auch verstanden. Ist ja vom Prinzip her ne super Idee!!! Muss man ausprobieren.

hab noch ein paar kleine neodyms, werde mal bei gelegenheit einen kleinen Versuchsaufbau starten.



@Ekofun könnte man diesen "Generator" so berechnen, dass man weiss wie viel Energie man zuführen muss, um ein 20L Eimer auf 80C° zu erhitzen?
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Bernd » Di 29. Nov 2011, 14:20

Die Menge an Wärmeenergie um das Wasser zu erhitzen ist unabhängig davon ob sie mit einer Wirbelstrombremse
oder mit einem Heizstab erzeugt wird. Nur soviel, mit einem kleinen Windrad wird das nichts und auch ein
grosses müsste schon im Sturm arbeiten.
Bitte keine falschen Hoffnungen machen, man benötigt enorm viel Energie um Wasser zu erhitzen.
Das ist auch der Grund weshalb eine Heizungsunterstützung per Windrad keinen Sinn macht. Es sei denn
man baut ein riesen grosses.

Grüsse

Bernd
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Ekofun » Di 29. Nov 2011, 16:03

Hallo,

hmm, also wenn ein Windrad 300 W bei 6m/s macht,dann haben wir 300 W zu verfügung,es ist jetzt die Frage in welche Zeit diese 300 W können,und wieviel,Wasser auf z.B 50 Grad zu erwärmen.Ob ich jetzt diese 300 W über Geni habe und mittels Stäbe Waser erwerme oder mit Wirbelströmen das mache, finde egal,300 W ist 300 W.Denke aber das mittels Wirbelströmen Wirkungsgrad etwas höher sein sollte als über Umweg-Geni-Heizstäbe.

Klar,Windrad musste groß sein, z.B. für 1000 W bei 6m/s soll er 25,3 Quwadratmeter Fläche haben, dann bei 6m/s Wind hat er 1 KW.
In Physik in "Wermelehre" gibt es Formel um Energibedarf zu errechnen um 1 liter Wasser um ein Grad zu erwermen,leider diese gGebit ist mir nicht geleufig,weiss nicht.

Solche Dinger sind nur da lohnend wo wirklich Wind immer da ist und nicht schwach,mindest 5m/s.

Es ist also möglich so was zu machen aber zuerst gut rechnen was ist biliger herzustellen.Was ich nicht versteh ist wie Warmwasserkolektoren in Winter können Wasser heizen,wo draussend Minustemperaturen herschen,in Sommer ist das kein Problem.

Mann könnte nur ein Versuch machen um zu sehen wie sich das verhält,und nach welche Zeit kann 1 Liter wasser von ca 15 Grad auf 40 Grad erwärmt werden, antreiben mittels Bohrmaschiene.

@ Acert,

Leider kann nicht das ausrechnen,Genis ja,aber in Wermelehre bin eine "niete".

Grüße

Ekofun
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Re: Rotationswärmegenerator

Beitragvon Manfred » Di 29. Nov 2011, 23:24

Hallo Ekofun,

schau mal was ich noch in meiner Grabbelkiste noch gefunden habe. Da passt ein Rotor, bestückt mit Streichholzmagnete bestens hinein und Platz zum Abdichten und Verschrauben der Deckel ist auch reichlich vorhanden.
Sollte man den Rotor aus Eisen oder auch aus Aluminium machen :?:

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