Hallo @all,
nachdem ich feststellte, dass ein Generator für niedrige Drehzahlen wohl recht aufwendig zu bauen ist, die Überlegung, auf einfache vorhandene Komponenten zurückzugreifen, wie sie etwa ein Fahrradrahmen inkl. Antriebsmechanik bietet.
Der Rahmen würde so positioniert, dass die Tretlagerachse vertikal ausgerichtet ist und hierauf ein Darrieus-Rotor montiert wird.
Das Tretlager ist ausgelegt, um mit den Kräften und Drehzahlen / Drehmoment umzugehen, ebenso, wie die Antriebsmechanik bis hin zur Hinterradfelge.
Bei einer Drehzahl von 1 - 2 U/sec ergibt sich am Hinterradumfang eine Geschwindigkeit von 15 - 30km/h bzw. 4 - 8 m/sec.
Diese Umfangsgeschwindigkeit ist für den Rotor eines Generators recht hoch und dürfte es leicht machen, mit ein paar Magneten und Spulen die verfügbare mechanische Energie umzusetzen, die aussen auf / an der Felge angebracht werden.
Es sollte damit möglich sein, mit wenigen Magneten und Kupfer auszukommen.
Die Ausstattung mit Magneten / Erregerspulen stelle ich mir z.b. folgendermassen vor:
3 Magnete (Neodym) um je 120 Grad versetzt auf dem Rotor.
Der Stator z.b. mit 5 Spulen bestückt, im Bereich eines 120 Grad Sektors, jeweils mit 24 Grad Versatz.
Die Spulen z.b. auf U-Ankern aus Trafoblech, wobei die Schenkel zum Rotor hin ausgerichtet sind.
Damit gibt es 30 Rastpunkte für eine Umdrehung bzw. bei etwa 4 U/min am Hinterrad also 120 Rastpunkte für jede Windrotorumdrehung, was ausreichend verteilt sein dürfte.
Luftspalt kann recht gering sein: vlt. 3 - 5mm.
Sicher kann man Spulen / Magnete weiter verdichten. Das macht aber keinen Sinn, wenn mit der vorgestellten Bestückung die Maximallast der Gesamtkonstruktion (vlt. ca. 500W) bereits erreicht wird.
Die vorgeschlagene Konstruktion und ihre elektrische Leistung lassen sich einfach testen:
man nehme ein Fahrad überkopf auf den Boden und bestücke das Hinterrad mit ein paar Magneten, die mit Tape aufgeklebt werden..
Nun muss man nur noch aussen eine Spule anbringen und anschliessend die Tretkurbel in Drehung versetzen. Die endgültige Leistung ergibt sich dann, indem man die elektrische Leistung der Spule mit der vorgesehenen Anzahl der Erregerspulen multipliziert.
Mit diesem einfachen Arrangement kann man bereits diverse Optimierungen testen: ich denke, dass z.b. Kleintrafos oder Drosseln hervorragende Erregerspulen abgeben, wenn man eine Seite des Eisenkerns heruntertrennt, so dass ein M-Kern übrig bleibt, dessen Schenkel zum Rotor hin gerichtet werden.
Eine Frage noch hier in die Runde: wie groß muss ein Rotor (mit durchströmtem Profil) etwa sein, um 500 W Leistung umsetzen zu können?
ansonsten soweit erst einmal zu dieser Idee..
Grüße / GW
