Seite 1 von 2

Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 13:17
von Ölfinger
Moin,
Ich bin Konny, wie mein Nick ja erahnen lässt, eigentlich mehr mechanisch schaffend.
Vor Urzeiten habe ich auch mal was von der Elektroinstallation gelernt, aber das ist mittlerweile ja nun ziemlich veraltet.

Ich habe vor kurzer Zeit angefangen, mich etwas mit Windgeneratoren auseinander zu setzen und bin nun dabei einige kleine Versuchsdinger zu bauen,
erste Einschränkung hier, ich lebe in Spanien/Katalonien; wir haben entweder gar keinen Wind oder wenn, dann Mestral, der leicht auch mal Stärke 8 erreicht.

Mir ist es recht wichtig, nicht auf neue Komponenten und teure Teile zurückzugreifen,
sondern "alten Schrott" so aufzubereiten, das er sinnvoll eingesetzt werden kann.
So kam ich auch auf die Idee, mit der Lagerung aus Fahrradnaben.
DSCF2630.jpg
DSCF2630.jpg (175.98 KiB) 14567-mal betrachtet


Ziel ist es zumindest etwas Ladestrom für eine 12V Batterie herauszuholen.
Hier auch gleich mal meine Frage
wierum müssten denn nun die Flügel stehen?
Mir erscheint es eher logisch, die gerade Kannte schrä zum Wind, also nach vorn anzustellen,
in den meisten Bildern hier sehe ich das aber andersrum, die angeschrägte Flügelseite steht nach vorn und die gerade Kannte steht dem Wind fast rechtwinklig entgegen.
DSCF2627.jpg
gerade Kannte nach vorn
DSCF2627.jpg (101.98 KiB) 14567-mal betrachtet

DSCF2628.jpg
angeschrägte Kante nach vorn
DSCF2628.jpg (126.54 KiB) 14567-mal betrachtet

DSCF2631.jpg
wie ist es nun besser?
DSCF2631.jpg (125.3 KiB) 14567-mal betrachtet


Hoffentlich schafft es hier jemand meine Denkblokade zu entkramfen :roll:

Gruss,
Konny

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 16:44
von Bernd
Die Idee mit der Fahrradnabe finde ich sehr gut !
Wenn ich dich recht verstehe will du ein horizontal arbeitendes Windrad bauen ?
Also so wie man es von "den grossen" her kennt ?


Grüsse

Bernd

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 16:57
von Ölfinger
Ja , dieser Versuch ist ein horizontales.
Einen Savonius aus ´ner Kaffedose hab ich auch schon :roll:
wenn die Zeit diesen Winter reicht baue ich vielleicht auch noch eins aus einem 200l Ölfass mit einer AutoliMa;
aber leider hab ich immer viel zu viele Ideen und zuwenig Zeit.

Als Generator habe ich schon einige alte E-Motoren (asynchron) zerpflückt, und in den Läufer einfach Löcher gebohrt und kleine Neodymmagnete eingesteckt,
an einem Heizlüftermotor hab ich so schon 3 V rausgeholt;
es ist echt traurig, wie wenig Strom man produziert bekommt.

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 17:44
von Famzim
Hallo Konny

Ich nehme an das es Abschnitte aus Rohren sind ?
So wie sie geschnitten sind sind sie sehr unterschiedlich, was die Repellersteigung über den Durchmesser bestimmt.
Es ist sehr deutlich im 3 ten Bild zu sehen.
Mit schrägschnitt von Vorne, nimmt der "Steigungswinkel nach aussen ab für die höhere Umpfangsgeschwindigkeit.
Das nennt man bei Propeller " Schränkung" das ist für Repeller auch sehr wichtig.
Das liegt aber nicht daran das die Schräge Vorn ist sondern wo an dem Rohsregment die Proptiefe (Verjüngung) abgeschnitten wurde.
Man kann ja auch ohne Knick beide Kanten grade lassen.
Grundsätzlich braucht man innen einen grossen Anstellwinkel und Aussen einen kleineren.
Dann ist noch wichtig das die Blätter eher hinter der Querachse, gezogen über die Andriebsachse, nachhinkt, und dadurch eine dämpfende Wirkung hat und flattern verhindert, als nach Vorne zu stehen.
Die Steigung bestimmt die Drehzahl in einem sehr weiten Bereich.
Mit großer Steigung für leichten Anlauf aber niedriger Drehzahl, wird er auch ziemlich Sturmfest.
Die Rotationskräfte ziehen ja schön an der Befestigung, ohne Biegungen der Blätter wie bei H Rotoren.
Wie groß soll er denn werden , wegen Drehzahl und KO

Gruß Aloys.

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 19:42
von Ölfinger
Ah, siehste ist ja fast wie ich es befürchtet habe;
es geht so oder auch so.
Also die 5 Blätter sind relativ gleich geschnitten, ich dachte nur es gibt da eine eindeutige Regel.
Die vorderseite sollte ja recht rund sein, die Achterkante angeschliffen...
Ich werde das jetzt erstmal abrunden und einfach beide Möglichkeiten probieren.
Die Flügel sind 42 cm lang, also werde ich mit der Nabe bei 85-90cm Durchmesser landen.
Viel grösser mochte ich das ganze auch nicht machen, der Wind ist im Winter hier wirklich ziemlich heftig.

Auch suche ich noch einen tauglichen Stator, hab zwar einen ganzen Eimer voll, aber da ich die nur zur Schrotttrennung sortiert habe sind die recht unliebsam behandelt worden und zum Grossteil im ArXXXX :oops: ;
eines ist aber klar: Ich werde keine Spulen selberwickeln!


PS: als Änfänger gleich mal eine positive Kritik,
Bilder hochladen geht recht easy und das man auch gleich Kommentare dazu schreiben kann ist echt ein Klasse Feature.

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2013, 20:10
von andreas
Hallo,

in Deinem letzten Bild wäre die Aufhängung des rechten Blattes die richtige, wenn die Pappunterlage die Nabe darstellen soll. Das heißt, Deine gerade Kante ist die Hinterkante des Blattes, die abgeschrägte ist die Vorderkante. So, wie die Blätter geschnitten sind, dreht sich das Windrad dann links herum. Das kann wegen dem häufig benutzten Rechtsgewinde auf der Welle schlecht sein, wenn sich so eine Verschraubung lösen kann. Daher laufen die meisten Windräder auch rechtsherum, wenn man aus dem Wind auf sie schaut. Eine Profilierung der Kanten kannst Du Dir bei dem dünnen Rohrmaterial schenken, mach die Kanten einfach alle rund.

MfG. Andreas

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Sa 7. Sep 2013, 12:25
von Ölfinger
Puh, das nimmt ja Formen an :roll:
Vielen Dank erstmal für die Hinweise.

Also ich werde morgen mal die Flügel anbauen, das mit der Linksdrehung sehe ich dann ja ob es mir die Lager löst.
Ist ja alles noch Versuchsphase, mal schauen was dabei noch herauskommt.

Auch wenn ihr das Forum recht gut strukturiert haltet, muss man doch ganzschön lesen, damit man einen Überblick bekommt.
Meine Abneigung Spulen zu wickeln hat sich Dank Aloys noch verstärkt :roll:
(meine Herren, wie geil sind denn Deine selbstgegossenen und gewickelten Motore geworden mein vollster Respekt)
allerdings übersteigen auch die anderen, hier gesehenen Selbstbauspulen garantiert mein Geduldspotential.

Ein paar Ideen hab ich aber auch noch in petto, respektive altes Material , das sich noch benutzen lässt,
wobei aber wohl die Anlaufkräfte einer Motorrad, bzw Aussenborder LiMa erstmal zu überwinden sind.
Wenn ich da bei gehe werde ich mich bemühen, das sinngemäss in die richtigen Unterforen zu stellen.

Glücklicherweise habe ich ein Lager/Werkstatt etwas abseits und kann da sogar auf die Drehbank eines Bekannten zugreifen,
bis zu einem bestimmten grad lassen sich dort auch 2 Container als Fundamente missbrauchen.

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: So 8. Sep 2013, 23:21
von Ölfinger
...naja, so richtig erfolgreich war das heute nicht,
ich hab die Flügel abgerundet und den Läufer meines hochleistungs ChinaschrottlüfterGenerators umgebaut...
0.1 Läufer1.jpg
Asychron Läufer mit 2 x 2 Magneten
0.1 Läufer1.jpg (191.87 KiB) 14455-mal betrachtet

lieferte mim Ackuschrauber bei 3 Volt, Strom war Lachhaft, weisse Dioden haben natürlich geleuchtet



Also, wenn ich nen halben Schritt weiter bin, stelle ich das mal in der Generatorrubrik ein,
zur Zeit frustriert mich das alles etwas,
jedenfalls haben wir zu testzwecken mal einen 4x3 Magneten HOLZ :roll: Läufer gebaut,
0.1 Läufer2.jpg
0.1 Läufer2.jpg (142.78 KiB) 14455-mal betrachtet


Das Design von dem Alugehäuse mit der coolen Lagerung gabs erstmal einen Tadel,
die Imbusschrauben sehen zwar gut aus, aber die Naben gehören von aussen angeschraubt
von innen wird es etwas schwierig,
auch ist ein Holzrotor nicht so einfach zentrisch zu bekommen;

0.1 Conjunto 3.jpg
0.1 Conjunto 3.jpg (147.05 KiB) 14455-mal betrachtet

Spannung konnte aber trotzdem mit ca.: 3V (Klasse , da hatte ich eigentlich einen Anstieg erwartet) ermittelt werden,
Verschaltung mit Dioden und Strommessung hab ich mir verkniffen, weil der Läufer nicht unbedingt gut dreht...
muss ich wohl noch etwas nachhobeln :lol:
also Holz ist denkbar ungeeignet, da muss ich wohl mal ein passendes Stück Rundeisen, notfalls Alu auftreiben.
Irgendwie gefällt mir aber auch der ganze "Geni" nicht,
hier scheint analog zum Spruch mit "Hubraum kann man nur durch mehr Hubraum verbessern" dasselbe für Wicklungen, bzw Spulen zu gelten.

Ich hab dann mal überlegt und erstmal Restbestände zusammengekramt um einige weitere Hirngespinste gedanklich vorzubereiten,
ein Savonius geistert mir ja auch noch irgendwie im Kopf rum,
3-flügelig soll er sein, alte 200l Fässer 1 1/2 Stück
und als Lima eine alte TDM 850
Die 900er ist mit 31,5 A bei 5 000 U/min angegeben. Ich weis aber, dass die volle Leistung schon bei 2000 U/min anliegt.

0.1 sammlung 4.jpg
0.1 sammlung 4.jpg (189.96 KiB) 14455-mal betrachtet


Als Gymmik stelle ich mir irgendwie vor, den Stator über eine Fliehkraftregelung bei geringen Drehzahlen aus den Rotor heraus zu bewegen,
damit der Anlauf leichter fällt.
Denn da ich eine Übersetzung brauche muss ich ja das Anlaufmoment gewaltig herabsetzen.


Glücklicherweise hab ich hier ja schon eines in Forum gelernt :
Das ist ein Hobby!

...ich glaube ich sollte doch lieber bei den Benzinfressern bleiben :mrgreen:

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 12. Sep 2013, 21:29
von Famzim
Hallo Konny

Bei dem Lüftermotor handelt es sich wohl um einen "Spaltpolmotor" , da ist der Polkern mit der Spule drauf gespalltet.
In diesem Spalt sitzt eine Kurzschlußwindung, die müste schon mal raus :)
Sie bremst das ummagnetisieren.
Der ganze , ich sag mal Innenring, leitet das Feld schon vor den Spulen zur anderen Seite mit diesem Magneten, dieser " Ring muß unterbrochen werden, damit das Feld DURCH die Spule geht.
Dann fällt das Innenteil aber in zwei Stücke auseinander, wie Ich das sehe, und müßte anders gehalten werden.
Das Innenteil mit den Spulen sollte herausschiebbar sein da nur geklemmt, dann kommt man an die Kurzschlußwindung, um sie zu entfernen.
Es ist übrigens ein 2 Poler, da bringen mehr Pole nicht fiel.
Man kann aber mehr Magnete gleicher polarität in den Holzkern zu einem 2 Poler vereinen!

Die andern beiden Generatoren haben eher ein Drehzahlproblem als eines mit Leistung.
Der rechte (4 Poler ?) sollte einfacher um zu wickeln sein.

Gruß Aloys.

Re: Vorstellung und gleich mal ne Frage

BeitragVerfasst: Do 12. Sep 2013, 23:04
von Ölfinger
Der rechte (4 Poler ?) sollte einfacher um zu wickeln sein.


...Aloys, Danke für Deine Antwort,
aber ich WILL KEINE SPULEN wickeln!

(auch wenn mir langsam immer klarer wird, das es andes nicht gehen wird) :cry:

Ich bin jedenfaslls der Praxis etwas näher gekommen,
ich habe einen "wabbeligen" in den Wind dreh' Reppeller gebaut
und eine etwas stabilere Nabe, mit einer minimalstrombremse... also die Wicklungen mit Led-entzündendem Kraftwerwerk :o

bei leichten Böen kommen die Repeller schon in gute Fahrt,
das mit dem Wind schwenken hat sich als nicht so toll rausgestellt,


meinen innovativen Fähigkeiten sind enge Grenzen gesetzt...


also mal Bilder:
2013-09-12 16.21.40.jpg
wabbeliges NO Load , 5 Blatt
2013-09-12 16.21.40.jpg (113.33 KiB) 14402-mal betrachtet



der Repeller ist viel zu heftig für die Nabe.

Kraftwerk.jpg
zukünftige Nabe für den 5 Blatt mit 3V Diodoen-killer =)
Kraftwerk.jpg (181.64 KiB) 14402-mal betrachtet


ich hoffe, dass diese Nabe dem Repeller gerecht wird

windfinder.jpg
...man sollte ja auch wissen, woher der Wind weht... und die Reste wollen ja auch verwertet werden ;)
windfinder.jpg (110.49 KiB) 14402-mal betrachtet


und auch die Reste der Reste werden recycelt :D